Rigi Anzeiger
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Rückweisung des Budgets abgelehnt

Grepper stellten dem Gemeinderat kritische Fragen

Die Gemeinde Greppen rechnet für das kommende Jahr mit einem Minus von rund 390’000 Franken. Das ist zuviel, fand ein Stimmbürger und wies das Budget erfolglos zurück. Auch die Forderung das Defizit zu halbieren hatte keine Chance. Ausserdem sah sich der Gemeinderat einigen Fragen aus den Reihen der IG Transparenz gegenüber gestellt.

Der Finanzplan von Greppen sieht frühestens im 2015 eine Steuererhöhung von 1,95 auf 2,05 Einheiten vor. Das kam für die 51 Stimmberechtigten an der vergangenen Gemeindeversammlung nicht überraschend, hatte doch der für das Ressort Finanzen zuständige Gemeinderat Daniel Rafferty dies bereits ein Jahr zuvor vorausgesagt. «Es kann auch anders kommen», meinte Rafferty noch. Damit sprach er das mögliche Bevölkerungswachstum ab 2016 an. Ab diesem Zeitpunkt sind in Greppen gegen hundert Wohnungen oder Einfamilienhäuser geplant.

Saläre und Pensen offen dargelegt

Jürg Hellmüller hatte im Namen der IG Transparenz dem Gemeinderat im Vorfeld der Gemeindeversammlung einige Fragen zugestellt. Seinen Aussagen zufolge, habe der Gemeinderat am sogenannten runden Tisch dieselben nicht beantwortet. Gemeindepräsidentin Claudia Bernasconi erklärte: «Wir haben zwei Finanzstrategieworkshops durchgeführt, an der alle Grepperinnen und Grepper teilnehmen und sich einbringen können. Beim zweiten Mal erschien Herr Hellmüller nicht.» An der Gemeindeversammlung beantwortete Claudia Bernasconi seine Fragen, legte auch die Saläre der einzelnen Gemeinderäte offen und erklärte die erhöhten Pensen. «Jeder Gemeinderat leistete darüber hinaus im Jahr 50 unbezahlte Überstunden. Diese müssen jeweils bis 31. Dezember kompensiert werden, sonst fallen sie dahin», führte Claudia Bernasconi aus. Nach der Gemeindeversammlung fühlte sich Jürg Hellmüller weiterhin im Dunkeln gelassen. Er vermisste detailliertere Angaben. Gemeindepräsidentin Claudia Bernasconi bekundete: «Der Gemeinderat lädt ihn gerne zu einem Gespräch ein. Die Türen für ihn sind offen.» Hellmüllers Forderungen, dass alle relevanten Verordnungen und Reglemente publiziert respektive online einsehbar sind, kommt der Gemeinderat in nächster Zeit nach.

Rückweisung chancenlos

Der Historiker Hermann Suter sah für die Gemeinde Greppen in den nächsten Jahren eine Negativspirale zukommen. «Jemand, der hierher ziehen möchte, wird sich das zweimal überlegen», meinte er. Er beantragte, dass das Defizit von rund 390’000 Franken für das kommende Jahr halbiert und ein neues Budget präsentiert wird. Beides wurde mehrheitlich von der Versammlung abgelehnt. Der Voranschlag wie ihn der Gemeinderat präsentiert hatte, fand hingegen Zustimmung. «Ich lebe gerne hier und zahle auch gerne etwas mehr Steuern», sagte Manuela Marty, die vom Gemeinderat als neues Mitglied in die Schulpflege gewählt wurde. Sie zog vor fünf Jahren von Küssnacht nach Greppen. In dieser Gemeinde fühlen sich auch jene österreichische und jener deutsche Staatsangehörige wohl, die am Abend der Gemeindeversammlung das Grepper Bürgerrecht zugesichert erhielten.

 

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