Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Rund 29 Millionen für die Bildung

Meggen: In der Schulpolitik fährt die Gemeinde Meggen eine klare Strategie: dezentrale Kindergärten, das Schulzentrum Hofmatt für die Primarschule und das Zentralschulhaus als Zentrum für die Sekundarschule. Die Realisierung des Zentrums Hofmatt ist selbst für Meggen ein happiger finanzieller Brocken.

Visualisierung des neuen Hauptgebäudes Hofmatt 4.

Visualisierung des neuen Hauptgebäudes Hofmatt 4.

jp. Das Grossprojekt, die Sanierung und Erweiterung des Schulzentrums Hofmatt, kommt am 14. Juni 2015, zusammen mit eidgenössischen Vorlagen, zur Abstimmung. An einer Medienkonferenz vom Dienstag, 19. Mai 2015, haben Gemeindeammann HansPeter Hürlimann und die Schulvorsteherin, Jacqueline Kopp, das Projekt für die Zukunft der Schule Meggen vorgestellt.
In der Gmeindsposcht ist während der ganzen Planungsphase laufend über das zukunftsweisende Grossprojekt informiert worden. Das aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangene Siegerprojekt «Hofmatt Terrasse» wurde von den beiden Gemeinderäten anhand eines Modells, von Plänen und Visualisierungen vorgestellt.
Das über 50-jährige Schulhaus Hofmatt 1, für die 1. und 2. Primarklassen bestimmt, muss innen vollständig saniert werden. Gegen Norden werden die Gruppenräume, Räume für Schulsozialarbeit und die integrative Förderung angebaut.
Das Schulhaus Hofmatt 2, reserviert für die 5. und 6. Primarklassen, muss analog dem Hofmatt 1 innen saniert und nordseitig mit Gruppenräumen erweitert werden. Weil dieses Schulhaus ein Stockwerk höher ist, können im Erdgeschoss die Werk- und Bastelräume angeordnet werden.
Das Schulhaus Hofmatt 4, vorgesehen für die 3. und 4. Primarklassen, ist ein Neubau und wird zum Hauptgebäude. Nebst acht Klassenzimmern mit Gruppenräumen wird auch die Integrative Förderung für diese Stufen untergebracht. Im Weiteren werden das Schulsekretariat, das Schulleiter- und Hauswartbüro sowie die Schulbibliothek und der Singsaal in diesem Gebäude platziert.
Das sanierungsbedürftige Haus an der Luzernerstrasse 14 soll als Gebäude für die schul- und familienergänzenden Tagesstrukturen genutzt werden. Mit der vollständigen Innensanierung und dem Anbau nach Norden können die räumlichen Ansprüche erfüllt werden.
Das Hofmatt 3 mit seinen frei werdenden Räumen ist für das textile Gestalten und für die Schuldienste vorgesehen. Dazu werden kleinere bauliche Anpassungen notwendig, welche im Rahmen des Unterhaltes ausgeführt werden.
Mit den Sanierungs-, Aus- und Neubauten können auch die Aussenanlagen qualitativ verbessert werden. Die baulichen Veränderungen ermöglichen es, den Kindern grössere Pausen- und Spielplatzbereiche zur Verfügung zu stellen. Durch die neue grosszügige Treppenanlage beim Hofmatt 4 wird der Pausenplatz mit dem Allwetterplatz verbunden.

Sie gestalteten die Medienkonferenz (v.l.n.r.): Planende Architekten, Matthias Lötscher und Claudio Waser; Schulvorsteherin Jacqueline Kopp und Gemeindeammann HansPeter Hürlimann

Sie gestalteten die Medienkonferenz (v.l.n.r.): Planende Architekten, Matthias Lötscher und Claudio Waser; Schulvorsteherin Jacqueline Kopp und Gemeindeammann HansPeter Hürlimann

Energie und Etappierung
Das neue Schulgebäude Hofmatt 4 wird als Minergie-A-Objekt zertifiziert und mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet. In allen zu renovierenden Gebäuden wird die Heizung saniert.
Das Schulzentrum Hofmatt wird in drei Etappen gebaut. So kann auf teure Provisorien verzichtet werden. In einer ersten Phase werden das neue Hauptgebäude Hofmatt 4 und die familienergänzenden Tagesstrukturen an der Luzernerstrasse erstellt. In der zweiten Etappe folgen die Sanierung und Erweiterung des Schulhauses Hofmatt 2. Als letzter Schritt wird das Schulhaus Hofmatt 1 erweitert und saniert. Die Arbeiten werden im Sommer 2016 aufgenommen und im Sommer 2020 abgeschlossen sein.

Finanzierung
Die Sanierung und Erweiterung des Schulzentrums Hofmatt sind mit einem Baukredit von 28,8 Millionen Franken budgetiert. Hofmatt 4 wird 10,5 Mio., Hofmatt 1 7,8 Mio., Hofmatt 2 7,4 Mio. und Luzernerstrasse 14 3,1 Mio kosten. Nicht in diesen Kosten berücksichtigt sind die bereits bewilligten Kredite für Planung (Wettbewerb) und Projektierung.
Gemeindeammann HansPeter Hürlimann zeigte auf, dass durch Optimierungen und Verzicht, etwa auf einen dritten Kindergarten Hofmatt, von den ursprünglich 35 Mio. Franken 7 Mio. eingespart werden konnten. Der notwendige Baukredit in der Höhe von 28,8 Mio. Franken muss vollumfänglich durch die Gemeinde finanziert werden. Für die Finanzierung werden Mittel aus dem Nachkommens-Erbschaftssteuer-Fonds und – soweit als möglich – Eigenmittel sowie verfügbare Mittel der Laufenden Rechnung herangezogen.

Informationsanlässe und Abstimmung
Nebst der Zustellung der ausführlichen Botschaft werden die Bürgerinnen und Bürger am Donnerstag, 28. Mai 2015 um 19.30 Uhr zu einer öffentlichen Orientierungsversammlung eingeladen. Zudem kann vom 20. Mai bis 14. Juni 2015 im Gemeindehaus eine öffentliche Ausstellung besucht werden. Am 7., 9. und 11. Juni werden öffentliche Führungen durch die Projektausstellung angeboten.
Am Abstimmungstermin vom 14. Juni 2015 werden zwei Vorlagen vorgelegt, nämlich die Sanierung und Erweiterung des Schulzentrums Hofmatt mit einem Sonderkredit von 28’760’000 Franken und als Zusatzfrage nebst Sanierung und Erweiterung des Zentrums Hofmatt der Rückbau der Schrägdächer der Schulhäuser Hofmatt 1 und 2 mit einer Erhöhung des Sonderkredits um 380’000 Franken. In verschiedenen Gremien wurde das Thema Schräg- oder Flachdach kontrovers diskutiert. Deshalb hat der Gemeinderat entschieden, den Stimmberechtigten mit einer zweiten Abstimmungsfrage die Wahl zu lassen.