Rigi Anzeiger
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Rund um den Dresdner Christstollen

Die Geschichte des Original Dresdner Christstollen geht bis ins Mittelalter zurück. Damals war er allerdings sehr fad. Heute gibt es sogar einen Verband zum Schutz des Original Dresdner Christstollen, den einzig über 130 Bäckereien und Konditoren herstellen dürfen.

Dresdner Christstollen

pd./cek. Der Dresdner Christstollen wurde erstmals auf einer Rechnung des christlichen Bortolomai-Hospitals im Jahre 1474 entdeckt. Damals war das ein Fastengebäck, das nur aus Mehl, Hefe und Wasser bestand und eher fad schmeckte. Die katholische Kirche erlaubte weitere Zutaten nicht. Auf Bitte des Kurfürsten Ernst von Sachsen und dessen Bruder Albrecht hob der einstige Papst Innozenz VIII das Butterverbot 1491 auf. So durfte nun für den Dresdner Christstollen anstelle von Öl Butter zum Backen verwendet werden. Weitere Zutaten kamen hinzu und ab dem 16. Jahrhundert wurde der bei weitem reichhaltigere Dresdner Christstollen auf dem Dresdner Striezelmarkt für jedermann angeboten. Seitdem wird das Stollengebäck auch als «Striezel» bezeichnet. Im Jahre 1730 lies August der Starke sogar von den Dresdner Bäckermeistern einen Riesenstollen von 1,8 Tonnen backen, für welchen extra ein Backofen durch Matthäus Daniel Pöppelmann errichtet wurde. Dieses Gebäck wurde beim «Zeithainer Lustlager» in 24 000 Portionen verteilt. Aufgrund dieses Ereignisses findet seit 1994 immer am Samstag vor dem zweiten Advent das «Dresdner Stollenfest» statt mit dem grössten Stollen der Welt statt.

Marken- und patentrechtlich geschützt
Der Original Dresdner Christstollen ist seit 1996 marken- und patentrechtlich geschützt. Der Schutzverband Dresdner Stollen e.V. ist zudem für die Wahrung der Tradition des Dresdner Christstollens verantwortlich. So dürfen nur ausgewählte Dresdner Bäckereien und Konditoreien in und um Dresden diesen Stollen backen, und nur sie erhalten das Qualitätssiegel als Echtheitszertifikat. Sie müssen auch hohe Anforderungen zur Herstellung des Traditionsgebäckes erfüllen. So dürfen nur erlesene, hochwertige Rohstoffe und Zutaten wie Rosinen, Orangeat und Zitronat verwendet werden. Dresdner Stollen werden übrigens ausschliesslich von Hand hergestellt und sind bis zu 16 Wochen haltbar.