Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Saubere Energie statt dicker Luft

glp fordert bei geplantem Energiezentrum Haltikon mehr Rücksicht auf Udligenswil

Die Grünliberale Partei Region Habsburg fürchtet, das geplante Energiezentrum Haltikon werde langfristig zur Dreckschleuder. In einem offenen Brief fordert sie vom Bezirk Küssnacht mehr Engagement für saubere Luft und gegen eine höhere Verkehrsbelastung.

Im geplanten Energiezentrum Haltikon in Küssnacht wird auf die Holzverbrennung gesetzt. Aber in überdimensionierter Kapazität, findet die Grünliberale Partei Region Habsburg. Sie befürchtet daher, dass später statt ungefährlicher Holzreste auch alles darüber hinaus irgendwie Brennbare verfeuert werde. glp-Fraktionschefin Michèle Graber sagt dazu: «Ich bin sicher, reine Holzabschnitte werden in der Sägerei zu hochwertigeren Produkten weiterverarbeitet. Aber wann immer sie können, werden sie Holzplattenabfälle entsorgen.»

Dies würde bedeuten, dass Formaldehyd, Phenolharz und viele weitere giftige Stoffe, die kaum oder nur teilweise durch die Filteranlage beseitigt werden, in die Atmosphäre gelangten. Für die Bewohnerinnen und Bewohner des benachbarten Udligenswil gemäss Graber eine Horrorvorstellung. Ausserdem sei fraglich, ob die Region genügend Brennmaterial liefern könne. Die glp befürchtet, dass zusätzliches Holz in das verkehrstechnisch schlecht erschlossene Gebiet transportiert werden muss, was die Ökobilanz des Projektes massiv verschlechtere.

Die Partei hegt weiter Bedenken gegen den Haltikon-Betreiber Agro Energie Rigi, welcher in der Vergangenheit für negative Schlagzeilen gesorgt hatte. Im September 2012 fiel dessen Energiezentrum Wintersried einem Grossbrand zum Opfer. Damals hatte sich die bei der Reinigung von Rauchgas entstehende Filter-asche selbst entzündet.

Bedingung für Baubewilligung

Die Grünliberalen fordern kontinuierliche Messungen der Schadstoffbelastung rund um Haltikon, damit dauerhaft nachvollziehbar ist, ob der Betreiber sich nach den Grenzwerten richtet. Michèle Graber: «Schon vor der Baubewilligung für das Heizwerk muss deutlich gemacht werden, welche konkreten Konsequenzen bei einer Grenzwertüberschreitung drohen.» Auch sollte unbedingt vermieden werden, dass Grenzwerte nachträglich erhöht und dem realen Ausstoss der Anlage angepasst werden.

Graber Michele udligenswil glp
Michèle Graber, glp-Fraktionschefin

 

Der Lastwagenverkehr von und zum Energiezentrum müsse auf die im Umweltverträglichkeitsbericht versprochene Menge reduziert werden. Von der zuständigen Küssnachter Bezirksrätin Mayor fordert Graber: «Machen Sie es zur Bedingung für die Baubewilligung, dass die Bürgerinnen und Bürger von Udligenswil auch in Zukunft noch bedenkenlos durchatmen können.»

In ihrem offenen Brief weist die Partei jedoch darauf hin, dass es sich beim geplanten Energiezentrum Haltikon um einen Gewinn für die Gemeinden Küssnacht und Udligenswil handle. Auch die Grünliberale unterstützten es, Synergien zu nutzen, um Haushalte umweltfreundlich mit Wärme und Strom zu beliefern. Dimension und Standort werden jedoch in Frage gestellt.

 

Aktuelle Zeitung

Leserbilder Sommer 2018

Leserbilder Sommer 2018

Like uns auf Facebook!

Razli

Razli

Kolumne

Partner

Partner

Horoskop

Horoskop