Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Schlechter als budgetiert

Adligenswil schliesst Rechnung 2012 mit Defizit

Die Rechnung 2012 der Gemeinde Adligenswil schreibt ein Defizit von 835’420 Franken. Unter Berücksichtigung der Fondsentnahmen beträgt das Defizit sogar rund 1,465 Millionen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Unter anderem die abnehmende Steuerkraft. Die Stimmberechtigten befinden an der Gemeindeversammlung vom 28. Mai über die Rechnung 2012.

Das Ergebnis der Rechnung des Jahres 2012 ist schlechter als budgetiert. Die Steuererträge lagen 2012 rund 1 Million Franken unter dem Budget. Die Gründe für die tieferen Steuererträge sind vielfältig: Wegzüge von Steuerzahlenden, sinkende durchschnittliche Steuerkraft und mehr Abzugsmöglichkeiten für die Steuerpflichtigen. Aber auch durch die kantonale Steuergesetzrevision mit entsprechenden Ertragsausfällen für die Gemeinden und die Kostenüberwälzungen durch Bund und Kanton (beispielsweise die neue Pflegefinanzierung und das neue Kindes- und Erwachsenenschutzrecht) auf die Gemeinden ist der finanzielle Handlungsspielraum von Adligenswil massiv eingeschränkt worden.

Die Steuerkraft hat im Durchschnitt der letzten elf Jahre lediglich um 1,47 Prozent pro Jahr zugenommen und liegt damit gut 2 Prozent tiefer als im Budget 2012 vorgesehen war. Trotz der Auflösung des Armenfonds und des Steuerausgleichfonds reduzieren sich die laufenden Ausgaben und Verpflichtungen nicht entsprechend. Das Budget 2013 rechnet mit einem Defizit von rund 580’000 Franken. Aufgrund der effektiven Steuererträge für das Jahr 2012 ist davon auszugehen, dass die Steuererträge für das laufende Rechnungsjahr 2013 um rund 700’000 Franken tiefer ausfallen werden als budgetiert. Um diesen Einnahmenausfall abfedern zu können, sind die Ausgaben für das laufende Jahr sehr gut im Auge zu behalten und es ist mit den vorhandenen Mitteln äusserst kostenbewusst umzuge- hen. Für den Voranschlag 2014 gilt es das Dienstleistungsangebot mit den entsprechenden Leistungsaufträgen und die Kostendeckungsgrade zu überprüfen und entsprechend den vorhandenen Mitteln anzupassen. Sowohl die Ausgabenseite als auch der Steuerfuss sind zu überprüfen.

 

Kein Geld von der Gemeinde für Kunstrasen im Löösch

Das Unterstützungskomitee proKunstrasen Adligenswil mit Präsident Franz Rigert will auf dem Fussballplatz im Gebiet Löösch einen Kunstrasen. Die entprechende Initiative kommt an der Gemeindeversammlung vom 28. Mai 2013 zur Abstimmung. Der Gemeinderat von Adligenswil kann ein Kunstrasenfeld für das Sportareal Löösch – es würde zirka 2 Millionen Franken kosten – aus «finanzpolitischen Gründen» nicht befürworten. Er empfiehlt den Stimmberechtigten, an der Gemeindeversammlung die Initiative des FC Adligenswil abzulehnen. «Durch die Finanzierung des erhöhten Unterhaltsbedarfs trägt die Gemeinde der Bedeutung des Fussballsports bereits angemessen Rechnung», so heisst es in einer Mitteilung.

Eine Investition in ein Kunstrasenfeld würde die Laufende Rechnung der Gemeinde künftig zusätzlich mit 140’000 Franken belasten. Dazu komme der Unterhaltsbedarf für die ganze Sportanlage Löösch von rund 80’000 Franken, was somit einen jährlichen Aufwand von rund 220’000 Franken ergeben würde. «Die Gemeinde Adligenswil kann sich eine solche Investition und die Folgekosten in der momentanen finanziellen Situation nicht leisten.» Der Gemeinderat ist davon überzeugt, den Bedürfnissen des FCA Rechnung dennoch genügend Rechnung zu tragen. Mit einer Vereinbarung hatte sich der FCA im Jahr 1993 verpflichtet, die Kosten für die Pflege und den Unterhalt des Rasens zu übernehmen. Wegen der Probleme auf der Sportanlage Löösch fallen diese Kosten höher aus als angenommen. Aktuell betragen sie jährlich zwischen 80’000 und 100’000 Franken. «Der FCA bezahlt einen jährlichen Beitrag von 4000 Franken. Die restlichen Unterhaltskosten trägt vollumfänglich die Gemeinde.»

Für das Initiativkomitee kommt der Entscheid des Gemeinderates nicht überraschend, zumal er ein Gesuch für die Erstellung eines Kunstrasens im Jahre 2014 abgelehnt hat. Zur gemeinderätlichen Mitteilung meint das Komitee ferner: «Auf den ersten Blick wirkt eine Investition von zirka 1,65 Millionen Franken für einen ganzjährlich bespielbaren Kunstrasen hoch, sie wird die Gemeindekasse mit max. 120’000 Franken pro Jahr zusätzlich belasten. Dass aber mit dieser Investition die jährlich «erhöhten Unterhaltskosten» von ungefähr 30’000 Franken sowie der reduzierte Unterhalt für den Kunstrasen von zusätzlich ungefähr 20’000 Franken wegfallen, vergisst der Gemeinderat völlig. Zudem können mit einem Kunstrasen die bestehenden Plätze geschont werden was sich zusätzlich positiv auf die Unterhaltskosten auswirkt. Die Sportplätze Löösch sind seit 2009 amortisiert, den Steuerzahler kostet die Annuität (Abschreibung und Verzinsung) also keinen Rappen mehr.»

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