Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Schützenswerte Weiler, Ruinen und Villen

Rigiland: Insbesondere in den Seegemeinden ist die Zahl der Ortsbilder gross, die von nationaler Bedeutung sind und als schützenswert gelten.

Die Hohle Gasse als historischer Verkehrsweg ist national geschützt.

Die Hohle Gasse als historischer Verkehrsweg ist national geschützt.

Die Hohle Gasse mit Tellskapelle stehen unter eidgenössischem Denkmalschutz.

Die Hohle Gasse mit Tellskapelle stehen unter eidgenössischem Denkmalschutz.

In der letzten Ausgabe berichteten wird über die Kulturgüter im Rontal, die von nationaler Bedeutung und als schützenswert eingestuft sind. Auffällig im Schweizerischen Inventar für Kulturgüter sind die zahlreichen schützenswerten Ortsbilder (ISOS) im Rigiland, die Siedlungen, Weiher und Dörfer beinhalten. Dazu gehören der Weiler Dottenberg in Adligenswil, das Dorf Gersau, Kleinstadt/Flecken und der Weiler Merlischachen im Bezirk Küssnacht am Rigi sowie der Weiler Berchtwil in Risch. In der Regel handelt es sich hierbei um Orte, welche auf der ersten Siegfriedkarte (Ende des 19. Jahrhunderts) mit mindestens zehn Hauptbauten und Ortsbezeichnungen versehen sind. Um wertvolle Einzelhöfe und Hofgruppen sowie andere Anlagen nicht zu benachteiligen, sind sie als Spezialfälle im KGS aufgeführt. Dazu zählen die Villenlandschaft in Meggen sowie die Ufersiedlungslandschaft in Risch/Buonas.

Höhle und Burgruine
Breit gefächert ist die Art der Kulturgüter im Rigiland, die gemäss KGS als schützenswert gelten. Sie reicht von Kirchen bis Burgruinen: Piuskirche und Schloss Meggenhorn in Meggen, Bauernhof Hinterspichten in Meierskappel, Haus Otto Pfeifer auf dem Haasenberg in Udligenswil, Steigelfadbalm (paläolithische Wohnhöhle) in Vitznau, Pfarrkirche St. Marzellus an der Grandstrasse in Gersau, Gesslerburg und Hohle Gasse mit Tellskapelle in Immensee. Das Inventar geschützter und schützenswerten lokaler oder regionaler Bauten in den einzelnen Gemeinden des Rigilands führt klar der Bezirk Küssnacht mit 70 Objekten an. Dazu gehören beispielsweise das Haus am Dorfplatz 7 in Immensee, das Gasthaus Rössli an der Unterdorfstrasse 5 in Küssnacht oder die Kapelle St. Jakobus in Merlischachen.
Bei der Betrachtung der Inventarlisten fällt etwas auf: Schützenswerte Firmen- und Gewerbebauten sind rar. Allerdings werden die Listen fortwährend erweitert. Vielleicht eines Tages mit der Knochenstampfe oder «Schopf» – wie er in der Küssnachter Bevölkerung genannt wird? Sie steht am Fusse der Gesslerburg und stammt aus dem Jahre 1877. Das einst hier mittels Wasserkraft produzierte Knochenmehl wurde als Düngemittel für Pflanzen verwendet. Damit die Knochenstampfe der Nachwelt erhalten bleibt, hat die Seniorengruppe Küssnacht einige Bestandteile nachgebaut und ist bis heute für den Unterhalt dieses «Schopfes» besorgt. Knochenstampfen gelten vielerorts als wichtiges regionales Kulturgut.

Ruine Gesslerburg

Ruine Gesslerburg

Auf der Ruine Gesslerburg darf sogar herum gestiegen werden.

Auf der Ruine Gesslerburg darf sogar herum gestiegen werden.