Rigi Anzeiger
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Schwarze statt rote Zahlen

Ebikon präsentiert eine erfreuliche Jahresrechnung 2012

Statt wie erwartet ein Defizit von knapp zwei Millionen kann Ebikon für 2012 ein Plus von über 400000 Franken vorweisen. Dies unter anderem dank Nachträgen, Sondersteuern und Einsparungen.

Bei einem Gesamtaufwand von 74111 Millionen und einem Gesamtertrag von 74,527 Millionen Franken schliesst die Rechnung 2012 mit einem Ertragsüberschuss von über 416000 Franken ab. Budgetiert war ein Defizit von 1,965 Millionen.

Zwar reduzierte sich der Steuerertrag bei den juristischen Personen gegenüber dem Vorjahr um 730000 Franken. Speziell bei den Gemeindesteuern ergaben sich hingegen deutliche Mehreinnahmen. Insgesamt resultierte im Bereich Finanzen und Steuern ein Mehrertrag von rund 1,160 Millionen Franken.

Höhere Auslastung in den Heimen
Die Betriebsrechnung der Alters- und Pflegeheime Ebikon schloss mit einem Ertragsüberschuss von 456000 Franken ab. Das positive Resultat ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass die Auslastung im vergangenen Jahr 98,6 Prozent (Vorjahr 98,1 Prozent) betrug. Dank der guten Auslastung überstiegen die Erträge aus Pensionstaxen, Pflegeleistungen und Leistungen von Krankenkassen die budgetierten Werte um fast 540000 Franken.

Schuldenabbau erfolgreich
Erneut konnte im Berichtsjahr die Nettoschuld je Einwohner, Einwohnerin auf 977 Franken (Vorjahr 1114) reduziert werden.

Reserven unangetastet
2010 entschieden die Stimmberechtigten, dass 2.4 Millionen. des Ertrags-überschusses 2009 zur Bildung einer Vorfinanzierung verwendet werden. Diese sollen für die Reduktion des Steuerfusses eingesetzt werden und den Ertragsausfall kompensieren, der mit der Steuerfussreduktion verbunden war. Da die Jahresrechnung 2012 deutlich besser als budgetiert ausgefallen ist, wird auf die geplante Entnahme von 0,8 Millionen aus diesem Vorfinanzierungstopf verzichtet.

 

Nachgefragt bei Herbert Lustenberger, Finanzvorsteher Ebikon

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Die Rechnung der Gemeinde Ebikon schliesst erneut besser ab als erwartet. Ist das Ausdruck für den Budget-Pessimismus des Finanzchefs?
Herbert Lustenberger: Jein. Beim Aufwand haben wir sehr genau budgetiert. Das gute Rechnungsergebnis verdanken wir vor allem einem Mehrertrag beim Steuerertrag und bei den Sondersteuern. Die sind naturgemäss schwer vorherzusehen. Letztes Jahr zum Beispiel kam eine sehr grosse Handänderung zur Abrechnung.

Allgemein hört man in den Gemeinden ein Wehklagen über befürchtete Steuerausfälle durch die kantonale Unternehmenssteuerreform. Ist Ebikon ein Sonderfall?
Ebikon liegt von der Grösse her günstig. Der Rückgang der Unternehmenssteuer-Einnahmen wurde kompensiert durch Mehreinnahmen bei den natürlichen Personen. Bei uns macht der Anteil der Unternehmenssteuern rund 15 Prozent aus.

Ebenfalls grosse Befürchtungen gibts in den Gemeinden wegen der Mehrbelastung durch die neue Regelung bei der Pflegefinanzierung. Auch da scheint Ebikon ungeschoren wegzukommen. Warum?
Wir haben ja gewusst, dass die neue Pflegefinanzierung den Gemeinden Mehrbelastungen bringen wird. Wir haben die Situation rechtzeitig analysiert und entsprechend budgetiert und in unsere Planung eingebaut.

Vorausschauendes Regieren?
Dem kann man wohl so sagen, ja.

Wie gehts weiter – wird 2013 wieder ein gutes Jahr für die Ebikoner Rechnung?
Das Jahr ist noch jung, da kann man noch nicht viel sagen. Die Ausgaben haben wir aber sicher im Griff, bei den Steuereinnahmen, insbesondere bei den Sondersteuern gibt es naturgemäss immer eine gewisse Unsicherheit. Mit dem erneut guten Abschluss 2012 haben wir aber unsere Substanz für allfällig schwierigere Zeiten in Zukunft weiter verbessert.

Spare in der Zeit, dann hast du in der Not?
So ist es, ja.