Rigi Anzeiger
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«Schweiz ist Preis-Europameister!»

Meggen: In einem pointierten, unterhaltsamen Referat zeigte Monsieur Prix, Dr. Stefan Meierhans, auf, wie der Preisüberwacher für angemessene Preise und eine transparente Preispolitik sorgt.

jp. Der Preisüberwacher Stefan Meierhans ist kein abgehobener Beamter, der in Bern mit ein paar Eingeschworenen den Markt beobachtet und das Preisniveau verschiedener Produkte und Dienstleistungen analysiert. Das zeigte sich anlässlich der öffentlichen Veranstaltung in der Aula Hofmatt 3 vom Donnerstag, 15. Oktober 2015 zum Thema «Von Wasser und Brot: wettbewerbliche Überlegungen zu fairen Preisen und transparenter Preispolitik», organisiert von der CVP Meggen. In einem frischen, lebhaften, auf das Publikum eingehenden Referat wusste der Preisüberwacher mit seinen Ausführungen, Grafiken, Analysen und lebensnahen Beispielen das Interesse für seine vielfältigen Tätigkeiten zu wecken.
Mit dem Datum vom 15. Januar 2015, mit der Aufhebung des Mindestkurses des Schweizer Frankens durch die Nationalbank, mit der daraus resultierenden Frankenstärke und den Folgeerscheinungen eröffnete Meierhans seine Ausführungen. Dass die Schweiz wettbewerbs- und absolut konkurrenzfähig ist, zeigte er in einem Vergleich Schweiz-Nachbarländer in Bezug auf verschiedene Wirtschaftszweige. In der Unterhaltungselektronik ist beispielsweise das Preisniveau der Produkte in der Schweiz gleich oder ähnlich wie in den Nachbarstaaten. Ein funktionierender Wettbewerb sei der Garant für eine Angebotsvielfalt zu angemessenen Preisen, so Meierhans.
Wo die Zuständigkeitsbereiche des Preisüberwachers liegen, zeichnete er in vielen konkreten Beispielen nach. Zum Beispiel beim Wasser. Da gibt es in einer Gemeinde nur einen Lieferanten. Wie hier der Wasserpreis in einer Monopolstellung gestaltet wird, das interessiert Monsieur Prix. Da schützt er die Konsumentinnen und Konsumenten. Oder bei Bankgebühren. Wenn eine Saldierung eines Kontos 200 Franken kosten soll! Ein Dauerbrenner sind die Gesundheitskosten, die Medikamentenpreise. Eine Grafik, die den Auslandpreisvergleich von Generika eines Generikaherstellers mit 15 Vergleichsländern zum Inhalt hatte, löste ein Raunen in der Aula aus. Das teuerste Vergleichsland Norwegen hat durchschnittlich um einen Drittel günstigere Preise. In den Niederlanden entsprechen die Preise im Durchschnitt weniger als einem Zehntel der Schweizer Preise. Solche Beispiele liessen das Publikum aufhorchen. Ja, die Schweiz ist Preis-Europameister!

Preisüberwacher Stefan Meierhans

Preisüberwacher Stefan Meierhans

Rechnung zur Überprüfung an den Preisüberwacher schicken?
Ja, das können Sie. Haben Sie den Verdacht, eine Rechnung sei überteuert oder es liege ein Preismissbrauch vor, dann wenden Sie sich an den Preisüberwacher. Die Abklärungen sind unentgeltlich. Monsieur Prix ist unabhängig und sein oberstes Ziel sind möglichst wettbewerbsnahe Preise. Bei einem Mitarbeiterstab von 20 Personen und einem Budget von rund 2,5 Millionen erreicht die Preisüberwachung jährlich Preissenkungen im Umfang von mehreren hundert Millionen.
Nach einer lebhaften Fragerunde konnte der Parteipräsident der CVP Meggen, Martin Zemp, den zwei prominenten Gästen, Preisüberwacher Stefan Meierhans und Nationalrätin Ida Glanzmann-Hunkeler, die einen kurzen Rückblick auf die Herbstsession gab, je zwei Megger Spezialitäten, eine Flasche Siten-Wein und eine Schachtel Schlossgeister überreichen.