Rigi Anzeiger
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Schwieriges Jahr gut überstanden

Migros Luzern mit soliden Zahlen auf Wachstumskurs

Alle wichtigen Kennzahlen im Plus – mit dieser frohen Botschaft präsentiert die Genossenschaft Migros Luzern ihren Jahresabschluss 2012. Gewinn und Marktanteil liegen im Plus, die Delle von 2011 ist überwunden, das orange M steht wieder für Marktleader

Die Wachstumszahlen gegenüber dem Vorjahr dürfen sich sehen lassen: plus 1,7 beim Nettoerlös (1,35 Milliarden Franken), plus 2,4 bei den Kundenkontakten, plus 3,4 beim Detailshandelsumsatz, plus 15,4 auf 43,2 Millionen Franken beim Gewinn – was Rekord bedeutet. Darauf sind die Migros-Leader in der Zentralschweizer Zentrale in Dierikon natürlich stolz. Aber nicht minder stolz sind sie auf den einzigen Minuswert bei den relevanten Kennzahlen: minus 1,4 Prozent bei den Preisen. Der gute 2012er Abschluss werde weitere Investitionen in Preis- und Margensenkungen und Investitionen ins Filialnetz erlauben, erklärte M-Luzern Geschäftsleiter Felix Meyer.

2203_RAHP012_aktuell.inddEinkaufstourismus wird zum Thema
Trotz der guten Zahlen: 2012 sei «ein schwieriges Jahr» gewesen, zog der neue Geschäftsleiter von Migros in der Zentralschweiz Bilanz über sein erstes halbes Jahr in dieser Funktion. Die erste Hälfte war von Minus-teuerung geprägt, erst im zweiten Halbjahr habe das BIP-Wachstum auch der Konsumentenlaune wieder Auftrieb gegeben. In der schwierigen Zeit habe sich die Unternehmensstrategie bewährt: Investition ins Filialnetz und in den Markt (Preissenkungen). Damit habe sich Migros in der Zentralschweiz als Marktleader im harten Konkurrenzkampf behaupten können. Zunehmend Sorge bereite nun auch dem «binnenländischen» Detailhandel der Einkaufstourismus ins grenznahe Ausland. Bereits fast ein Fünftel der befragten Konsumentinnen und Konsumenten in der Region Zentralschweiz/Ostschweiz nutzen die Franken-Euro-Differenz. Dem werde Migros mit weiteren Investitionen ins Filialnetz, in den Preis und vor allem auch in die Qualität (Regional- und Bioprodukte) begegnen.

Investitionen in der Region
Die Standortinvestitionen von Migros Luzern sind auch im Rigi-Land zu sehen. Durch den Erwerb des Rigi-Märt Küssnacht wird der dortige Supermarkt bis Ende 2013 zur MM-Filiale erweitert. Das ganze Einkaufszentrum wird umgebaut. Damit wird nach dem MParc im Rontal und Rotkreuz auch Küssnacht zu einem M-Standort mit modernstem Standard. In Rotkreuz ist für Oktober zudem die Eröffnung des One-Trainings-Center in der Suurstoffi geplant. Damit kann die Migros-Tochter in der Region Zentralschweiz ein nahezu flächendeckendes Fitness-Center-Netz anbieten. «Wer sich fit halten will, der oder die kann das auf kurzem Weg in einem One-Trainings-Center in der Region», erklärte Roman Ziegler, Leiter Klubschulen/Freizeit/Kulturelles.

 «Im Sinne Duttis»
Zieglers Bereich liefert keine Gewinnzahlen an die Zentrale. Das sei auch nicht der Sinn dieses Geschäftsfeldes von Migros. Es sei im Sinn von Migros-Gründer Gottlieb Duttweiler (1888 – 1962, heuer wird sein 125. Geburtstag gefeiert), dass die Genossenschaft sich nicht nur fürs materielle sondern auch fürs physische und psychische Wohlbefinden der Menschen engagieren solle. «Dutti» schuf auch das «Migros-Kulturprozent», wonach ein Prozent des M-Umsatzes für die Unterstützung und Förderung kultureller Aktivitäten reserviert werden muss. Schwerpunkte in der Förderpolitik von M-Luzern werden ab 2013 Vergabungen an die professionelle Kulturszene und die Förderung von Nachwuchskünstlern sein. In Roman Zieglers Geschäftsbereich ist die Klubschule das nach wie vor bekannteste Angebot. Und von den Klubschul-Kursen werden Sprachen am meisten genutzt – inzwischen sind die Deutschkurse am meisten nachgefragt. «Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Integration», stellt Ziegler fest.