Rigi Anzeiger
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Seine Frau macht ihn so beliebt

Ebikon Seit vergangenen Herbst präsidiert Toni Emmenegger die Rotseezunft. Der Rigi Anzeiger hat ihn ein wenig ausgehorcht.

Toni Emmenegger - Präsident Rotseezunft Ebikon
Wie haben Sie sich für das Amt des Präsidenten vorbereitet?

Als Zunftweibel 2005, beim ehrwürdigen Ehrenzünftler Toni Ruckli, als Jubiläumszunftmeister 2011 und während 13 Jahren als Umzugschef. Das alles gab mir das nötige Rüstzeug, um meine Zunftkameraden und all die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler verstehen zu können.

Sie waren schon im Vorfeld Ihrer Wahl unbestritten und gelten als sehr beliebt. Woran mag das liegen?
Klar an meiner Frau Christine. Sie holt mit ihrem Charme all die Sympathien. Ich muss nur ernten.

Was waren bisher Ihre Aufgaben, die Sie zu meistern hatten?
Ich habe das Erbe eines Präsidenten übernommen der mit Herzblut Rotseezünftler ist und dem nichts zu viel war. Das ist nicht einfach. Ich funktioniere im Gremium so, dass ich mich auf meine Ratskollegen verlasse und sie machen lasse. Meine Aufgaben sind das Führen der Ratssitzungen und das Repräsentieren der Zunft nach aussen. Zudem trage ich die Gesamtverantwortung. Die letzte Inthronisation, welche nach all den Jahren im Höfli nun an einem neuen Ort ausgetragen wurde, war unser Husarenstück.

Wie bringen Sie die das zeitintensive Amt als Zunftpräsident und Ihren Beruf als Chef Region Deutschschweiz und stellvertretender Kommandant der SBB-Transportpolizei unter einen Hut?
Indem man Arbeit und Verpflichtungen nicht als ein Muss sieht. Wenn man etwas gern macht, erträgt es sehr viel. Ich suche immer das Positive und die guten Seiten. Zudem geht das nur, wenn alle am gleichen Strick ziehen. Meine Zunftratskollegen unterstützen mich entscheidend. Zudem helfen alle Zünftler immer mit, wenn es etwas zu tun gibt.

Aufgrund Ihres Jobs mutmassen wir, dass Sie speziell für den diebstahlgefährdeten Böög ein Sicherheitsdispositiv erstellt haben. Wie sieht dieses aus?
Das kann ich verständlicherweise nicht verraten. Selbst wenn ich es wüsste. Zuständig für die Sicherheit des Böögs ist die Böögegarde der Rotseezunft. Leider waren sie in der Vergangenheit nicht immer auf Zack. So wurde dieser verbrannt, gestohlen und entführt. Der hat alles erlebt. Ich vermute deshalb, dass die Böögegarde ein sehr umfassendes und enges Dispositiv aufgestellt hat. Mit dieser Garde ist nicht mehr zu spassen. Ich würde jedem abraten…

Anscheinend ist auch das Zepter des Zunftmeisters ein beliebtes Objekt von Dieben, denn wir stellten fest, dass der Zunftmeister dieses nicht mehr aus den Augen bzw. aus seinen Händen lässt. Wie könnte er entlastet werden?
Unser amtierender Zunftmeister liebt seinen Job. Ohne Zepter könnte er nicht regieren. Er tut gut daran dieses gut im Auge zu behalten. Zudem hat er einen wachsamen Brüeli-Weibel, der potentielle Diebe mit Sicherheit wegbrüelen würde.

Gibt es sonst noch etwas Sicherheitsrelevantes, auf das Sie ein besonderes Augenmerk legen?
Der Umzug liegt mir besonders am Herzen. Ich kann mich zum Glück nicht erinnern, dass wir in den letzten 55 Jahren einen Unfall hatten. Nicht selbstverständlich, wenn man die riesigen Wagen sieht, die sich durch engen Menschmassen bewegen.

Können Sie uns schon einige Details zum Ebikoner Kinder- und Fasnachtsumzug vom Güdisdienstag, 28. Februar 2017, verraten?
Ja. Der Umzugschef, Paolo Chiodo, verzeiht mir das sicher. Wieder gegen 1500 Erwachsene, dazu über 400 Kinder dank den Kindergärten und Schulen von Ebikon, Buchrain und Meggen. 53 Nummern. Das ist gewaltig. Dazu erwarten wir schönes Wetter und gegen 20’000 Zuschauer. Ich freue mich im Speziellen, dass ich nach 13 Jahren den Umzug auf der Ehrentribüne geniessen darf.

Neu hat die Rotsee-Zunft auch einen Orangensponsor. Wie kam es dazu?
Wir haben zum Glück ganz z’sinnkömmige Zunftratskollegen und noch treuere und grosszügige Zunftkameraden. Sponsoren sind für uns wichtige Sympathieträger. Nur dank ihnen können wir diesen gewaltigen Fasnachts- und Kinderumzug durchführen und alle mit einen Beitrag und einem Znüni verwöhnen.

Worauf freuen Sie sich nun am meisten?
Auf den Umzug, wo ich alle wiedersehen werde. Insbesondere auf die Kinder und ihre leuchtenden Augen, wenn sie unsere Medaille bekommen.

Ihr grösster, persönlicher Wunsch?
Gesund bleiben… und (sorry ich habe zwei): ein Fez mit integriertem Ohrwärmersystem!