Rigi Anzeiger
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So ein Theater

Meggen: Seit einem Vierteljahrhundert öffnet sich in Meggen Jahr für Jahr der Vorhang für einen Blick in die unterhaltsame Theaterwelt. Dank der Theatergesellschaft Meggen. Zum Jubiläum 25 Jahre TGM zieht im Gemeindesaal Meggen die kleine Niederdorfoper ein.

Malerin Daniéle Wolf haucht der Kulisse Leben ein.

Malerin Daniéle Wolf haucht der Kulisse Leben ein.

lk. Ganz genau genommen wäre die Theatergesellschaft Meggen älter als 25 Jahre. Die Ursprünge reichen bis in die 40er Jahre zurück. In den 1950er Jahren wurde die damalige Vereinigung jedoch aufgelöst. Es folgte eine theaterfreie Phase für Meggen. Zum Missfallen zahlreicher Meggerinnen und Megger. Unter ihnen waren auch Gottfried Hofer, Ernst Muggli sen. und Peter Storz. Der Zeitpunkt für die Gründung einer Theatergesellschaft schien ihnen 1990 ideal, zumal im selbigen Jahr die Eröffnung des neuen Gemeindehauses mit dem neuen Gemeindesaal geplant war. Das Trio infizierte Hans Duss mit dem Theatervirus, der flugs eine Gründerversammlung organisierte. 30 Mitglieder nahmen daran teil. Sie wählten Hans Duss gleich zum Präsidenten der neuen Theatergesellschaft Meggen und legten damit den Grundstein für eine sehr erfolgreiche Entwicklung des Vereines. Hans Duss ist noch heute Präsident der TGM, die inzwischen rund 100 Mitglieder zählt. «Wir wollten als Theaterverein die leichte Muse auf die Bühne des neuen Gemeindesaales bringen», erzählt Hans Duss. Der Bau des Gemeindesaales verzögerte sich jedoch, die leichte Muse zog trotzdem in Meggen ein, halt im Restaurant Kreuz. «Spuk im Schlössli» hiess das erste Stück der Theatergesellschaft Meggen, aufgeführt 1991 und mit viel Applaus und Anerkennung aus dem Publikum belohnt. Der absolute Knaller folgte jedoch 1995 mit der Aufführung der kleinen Niederdorfoper. Mit dem Wechsel zum Musiktheater begab sich die TGM auf einen neuen, sehr erfolgreichen Weg. «Für uns war das damals eine ganz grosse Kiste. Das Musical bedeutete für unser Laientheater eine grosse Herausforderung», erinnert sich der Präsident.
Das Risiko hat sich gelohnt. Die Aufführung wurde zum Hit und hatte gar eine Tournee durch Kanada zur Folge. Eingefädelt von Hans Duss und seiner Frau Monica, die ebenfalls seit der Gründung der TGM äusserst aktiv am Theaterleben teilnimmt. Alle erdenklichen Funktionen habe sie schon ausgeführt, ausser jener in der Küche. Das Ehepaar Duss hatte von seinen zahlreichen Reisen durch Kanada viele Adressen im Gepäck, vor allem auch von ausgewanderten Schweizerinnen und Schweizern. Diese wollten die kleine Niederdorfoper unbedingt sehen, und so kam es, dass rund 90 Meggerinnen und Megger mit der gesamten Kulisse inklusive Bier und Zapfhahn über den grossen Teich reiste: «Eine unvergessliche Reise. Die drei Aufführungen in Vancouver und Calgary sind in der Vereinsgeschichte sehr grosse Highlights», bestätigen Hans und Monica Duss. Gerne erinnern sie sich auch an die Freilichtspiele «Der schwarze Hecht» oder «Wochenend und Sonnenschein» oder die Aufführung von «Oliver Twist».

Hans Duss, Präsident der TGM: «Die Tournee in Kanada war ein absolutes Highlight.»

Hans Duss, Präsident der TGM: «Die Tournee in Kanada war ein absolutes Highlight.»

Die kleine Niederdorfoper
Nun lässt die Theatergesellschaft Meggen in ihrem Jubiläumsjahr die Niederdorfoper nochmals aufleben. Regie führt der Präsident gleich selber, weil er bei diesem Musical «jeden Handgriff bestens kennt.» Die musikalische Leitung übernimmt Lorenz Ganz, Claudine Leyer zeichnet für die Choreografie verantwortlich, Monika Duss, die auch als Serviertochter auf der Bühne stehen wird, hat das Kostümkonzept entwickelt. «Es ist schön, dass viele der damaligen Schauspieler auch diesmal wieder auf der Bühne stehen. In den dem Alter angepassten Rollen», lächelt Monika Duss.
160’000 Franken beträgt das Budget für das Stück, für das sich vor und hinter den Kulissen rund 80 Personen engagieren. Es erzählt die die Geschichte des Bauern Heiri aus Hausen, der ein Kalb verkauft hat und nun nach Zürich ins Niederdorf geht, um sein Geld mit leichten Mädchen und Alkohol zu verprassen. Dabei wird er in eine Liebes- und Kriminalgeschichte verwickelt. Die Geschichte taucht ein die Welt der 1950er-Jahre, wo sich die biederen Bürger mit leichten Damen und kleinen Gaunern treffen. Im legendären «Lämmli», einem Etablissement mit Charme und Herz, wo Klassiker erklingen, wie «De Heiri hät es Chalb verchauft» oder «Mir mag halt niemer öppis gune».
Vorverkauf eröffnet: www.tgm.ch/041 377 14 86

 

Aufführungen Gemeindesaal Meggen
17. Oktober, Premiere 20.00 Uhr
18. Oktober 15.00 Uhr
23. Oktober 20.00 Uhr
24. Oktober 20.00 Uhr
30. Oktober 20.00 Uhr
31. Oktober 20.00 Uhr
06. November 20.00 Uhr
07. November 20.00 Uhr
08. November 15.00 Uhr
12. November 20.00 Uhr
13. November 20.00 Uhr
14. Novemberm Dernière 20.00 Uhr