Rigi Anzeiger
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Solarpreis für «Leuchtturmprojekt»

Küssnacht: Wie Vorhaben zur Nutzung von Sonnenenergie sinnvoll gefördert werden können, zeigte der Küssnachter Energieberaterverein mit der Ausschreibung eines Preises für innovative oder ausserordentliche Projekte. Ein Pionierprojet erhielt den ersten Solarpreis.

Solarpreisträger-Familie: Josef Ott jun. mit dem Diplom, Lisbeth und Josef Ott.

Solarpreisträger-Familie: Josef Ott jun. mit dem Diplom, Lisbeth und Josef Ott.

jp. Der Bezirk Küssnacht ist weitläufig. Als Auswärtiger musste ich mich erkundigen, wo denn der Hof Brüschhalde sei. Die Wegbeschreibung war perfekt: In Küssnacht über die Bodenstrasse, dann der Talstrasse folgen und bei einem Wegkreuz in die Aahusstrasse einbiegen bis zum Hof Brüschhalde. Und hier traf ich eine Gruppe von Personen vor grossen Gebäuden, auf deren Wände und Dächer zum grossen Teil Solarpanels montiert waren und eine Biogasanlage in Betrieb war. Wer wartete hier auf Energie-Fachleute und Pressevertreter: der Präsident des Küssnachter Energieberatervereins, Iso Wyrsch, Michael Lutz, Energiebeauftragter der Energiestadt Küssnacht, Vertreter des Bezirksrates und des Elektrizitätswerkes Schwyz – und das Ehepaar Josef und Lisbeth Ott mit Sohn Josef. Da zeigte sich bald des Rätsels Lösung: Familie Ott erhielt für ihre «Leuchtturmprojekte», für die grosse Solar- und Biogasanlage den erstmals verliehenen Preis des Energieberatervereins und der Energiestadt Küssnacht. Präsident Iso Wyrsch erklärte vorerst das Ziel der Vergabe eines Solarpreises. Im Rahmen der Kampagne «Mehr Sonne für Küssnacht» wurde im letzten Sommer der Preis ausgeschrieben. Gebäudeeigentümer und Einwohner sollen so motiviert werden, sich mit der Nutzung von Sonnenenergie auseinanderzusetzen und eigene Projekte zu realisieren. Gute Beispiele sollen animieren, selber aktiv zu werden.

Von den eingereichten Projekten hat der Vorstand zwei Vorhaben in die engere Auswahl genommen. Das eine liegt nicht direkt im Fachbereich Sonnen­energie. Es erschien aber dem Vorstand so innovativ, dass es an der Preisverleihung auch erwähnt wurde: die Entwicklung eines mit Elektromotor betriebenen Traktors durch die Firma Knüsel, Landmaschinen, in Küssnacht.

Die Solaranlage der Familie Ott mit ihren 1600 m² ist die mit Abstand grösste Anlage in der Energiestadt Küssnacht. Sie leistet mit 200’000 kWh pro Jahr einen wesentlichen Beitrag zur Produktion von erneuerbarer Energie und versorgt umgerechnet rund 50 Haushalte mit Solarstrom. Die Biogasanlage ihrerseits produziert jährlich 700000 kWh Strom aus erneuerbarer Energie. Das entspricht dem Verbrauch von weiteren 175 Haushalten. Für die innovative und konsequent verfolgte Förderung und Produktion erneuerbarer Energie erhielten die drei Familienmitglieder aus der Hand des Präsidenten Iso Wyrsch ein «Diplom» in der Form eines Besucherschildes, welches die Passanten auf diese besondere Anlage hinweist. Mit grosser Freude nahm Familie Ott die Glückwünsche und den Anerkennungspreis entgegen. Sie bedankte sich für die fachliche Beratung und Unterstützung – denn auch im Bereich erneuerbarer Energie sind Zusammenarbeit und Fachwissen unabdingbare Voraussetzungen. Und wer mehr wissen und sehen möchte, macht sich auf den Weg zum Hof Brüschhalde.

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