Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Sommerserie: Der Rettungsdienst Küssnacht – Folge 1

Der Rettungsdienst ist eine vom Bezirk Küssnacht getragene Organisation, welche vor allem Primäreinsätze (Notfälle) fährt. Die insgesamt 17Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen führen diese anspruchsvolle Aufgabe im Nebenamt durch. Welches sind die spezifischen Aufgaben des Rettungsdienstes? Wie unterscheiden sich die verschiedenen Funktionen innerhalb dieser wichtigen Notfallorganisation? Red und Antwort stehen in dieser Serie die Leiterin des Rettungsdienstes, ein Experte Anästhesiepflege, ein Rettungssanitäter, eine Transportsanitäterin und eine Transporthelferin.

«Im Rettungseinsatz zählt jede Minute»

pd./red. Mit einem Arbeitspensum von 75 Prozent leitet Michelle Baumann, Leiterin Rettungsdienst, hauptamtlich den Rettungsdienst Küssnacht am Rigi. Michelle Baumann ist als dipl. Pflegefachfrau HF und dipl. Rettungssanitäterin HF durch und durch ein «Pflege- und Rettungprofi».

Michelle Baumann: «Die Zukunft des Rettungsdienstes Küssnacht am Rigi ist gesichert.» Bild zVg.

Michelle Baumann: «Die Zukunft des Rettungsdienstes Küssnacht am Rigi ist gesichert.» Bild zVg.

Welches ist das Hauptziel des Rettungsdienstes?
Der Rettungsdienst Küssnacht am Rigi (RDK) stellt den strassengebundenen Notfall- und Krankentransport im Auftrag des Bezirks Küssnacht sicher.

In welchem Gebiet ist er tätig?
Das Einsatzgebiet erstreckt sich auf den gesamten Bezirk Küssnacht und die Luzerner Gemeinden Greppen, Weggis, Vitznau und Meierskappel. Der Rettungsdienst steht aber auch in Luzern und Umgebung und bei Bedarf in Schwyz und im Kanton Zug unterstützend im Einsatz.

Wie erfolgt die Alarmierung über Telefon 144?
Die Alarmierung erfolgt über die Sanitätsnotrufzentrale Luzern. Diese disponiert bei- nahe die gesamte Innerschweiz (Kantone Luzern, Uri, Ob- und Nidwalden sowie Bezirk Küssnacht)

Wie viele Einsätze verzeichnet der Rettungsdienst pro Jahr?
Aktuell waren es im Jahr 2015 insgesamt 756 Einsätze. Zum Vergleich: Im Jahr 2005 waren es 457 Einsätze.

Weshalb ist der Rettungsdienst häufig mit Blaulicht und Sirene unterwegs?
Die Sanitätsnotrufzentrale entscheidet anhand eines Abfragesystems bei der Alarmierung, ob mit Sondersignal (Blaulicht und Sirene) ausgerückt werden muss. Kriterium dafür ist die konkrete Einsatzmeldung, z.B. Stichwörter wie Herzschmerzen, Bewusstseinsveränderung oder Sturz aus ungewisser Höhe. Das ausrückende Team entscheidet am Einsatzort, ob die Rückfahrt ebenfalls mit Sondersignal erfolgen muss. Dies, wenn der Patient instabil ist, oder «zeitkritisch», zum Beispiel bei einem Patienten mit Zeichen für einen Herzinfarkt. Im Rettungseinsatz zählt jede Minute.

Ist der Stützpunkt im Mehrzweckgebäude Kreuzmatt rund um die Uhr besetzt?
Nein. Seit März 2015 ist das Team des Rettungsdienstes von Montag bis Freitag von 7.30 bis 18Uhr im Stützpunkt, um die Ausrückzeiten zu Gunsten der Patientinnen und Patienten zu verkürzen. Alle anderen Zeiten werden im Pikettsystem von den Mitarbeitenden von zu Hause abgedeckt.

Was machen die Mitarbeitenden des Rettungsdienstes ausserhalb der Zeit ihrer Einsätze?
Jeden Tag müssen gewisse Ämtli abgearbeitet werden. Dazu gehören etwa die Kon- trolle des Rettungswagens, verschiedene Gerätechecks sowie Reinigung- und Unterhaltarbeiten. Die einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben zusätzlich persönliche Ämter zu erledigen, beispielsweise Abrechnungen der Patienten, Materialbestellungen, Aus- und Weiterbildungen organisieren und Massnahmen im Bereich des Qualitätsmanagements. Jeder Mitarbeitende muss zudem jährlich 40 Stunden Weiterbildung nachweisen. Unser Rettungsdienst verfügt über eine Online- Lernplattform. Somit können die Mitarbeitenden die einsatzlose Zeit auch für die persönliche Weiterbildung nutzen.

Ist die Zukunft des Rettungsdienstes gesichert?
Der Rettungsdienst arbeitet im Auftrag des Bezirks Küssnacht, somit sind wir finanziell abgesichert. Personell stehen wir gut da. Weil die meisten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Dienst in Nebenamt leisten, besteht bei einigen mit tiefen Pensen noch Luft nach oben. Da wir jedes Jahr Ausbildung betreiben, ist auch der Nachwuchs vorhanden.

 

Zielspitäler des Rettungsdienstes Küssnacht am Rigi im Jahr 2015
Luzerner Kantonsspital 44%, Regionalspital Schwyz 25%, Klinik St. Anna 19%,
Luzerner Kinderspital 5%, Kantonsspital Zug (Baar) 4%, Andere 3%.

 

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