Rigi Anzeiger
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Sommerserie: Der Rettungsdienst Küssnacht – Folge 2

Der Rettungsdienst ist eine vom Bezirk Küssnacht getragene Organisation, welche vor allem Primäreinsätze (Notfälle) fährt. Die insgesamt 17Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen führen diese anspruchsvolle Aufgabe im Nebenamt durch. Welches sind die spezifischen Aufgaben des Rettungsdienstes? Wie unterscheiden sich die verschiedenen Funktionen innerhalb dieser wichtigen Notfallorganisation? Red und Antwort stehen in dieser Serie die Leiterin des Rettungsdienstes, ein Experte Anästhesiepflege, ein Rettungssanitäter, eine Transportsanitäterin und eine Transporthelferin.

Familiär bedingtes Engagement

ju./pd. Michael Achermann, von Schulkollegen «Sven» genannt, ist seit 1984 dabei und damit das «Urgestein» des Rettungsdienstes. Als Experte Anästhesiepflege bringt er eine zusätzliche, wertvolle Kompetenz ein.

Anästhesie-Pfleger Michael Achermann macht die Patienten transportfähig. Eines der Ziele ist es, den Patienten in einem besseren Zustand dem Spital zu übergeben als das Team ihn angetroffen hat. Bild zVg.

Anästhesie-Pfleger Michael Achermann macht die Patienten transportfähig. Eines der Ziele ist es, den Patienten in einem besseren Zustand dem Spital zu übergeben als das Team ihn angetroffen hat. Bild zVg.

Der frühe Einstieg in den Rettungsdienst und das langjährige Engagement von Michael Achermann sind familiär bedingt. «Mein Vater war seit 1966 dabei, so dass es für mich naheliegend war, mich in der Krankenpflege aus- und innerhalb des Rettungsdienstes weiterzubilden. Ich wollte mir möglichst viel Wissen aneignen, absolvierte die Ausbildung zum Rettungssanitäter und später zum Experten Anästhesiepflege», betont Achermann, welcher im Hauptjob Ausbildungsverantwortlicher für Anästhesiepflege am Kantonsspital Nidwalden ist. Michael Achermann liess sich an der Verkehrsschule des Bundes zum Zollbeamten ausbilden und arbeitete zuerst im erlernten Beruf. Mit der Zeit kam der Wunsch auf, wieder in die Zentralschweiz zurückzukehren. Damit war ein Berufswechsel verbunden: Entweder Hotel oder Spital, dies war die Frage.

Weshalb haben Sie sich für das Spital entschieden?
Eine Tätigkeit im Bereich der Pflege und der Medizin war für mich eine innere Berufung weil ich damit aufgewachsen bin. Menschen helfen zu können, bedeutete mir immer sehr viel. So lässt sich die berufliche Veränderung vom Zollbeamten zum Experten Anästhesiepflege erklären.

Welche Anforderungen werden an Mitarbeitende im Anästhesiebereich gestellt?
Die Komplexität der Anästhesiesituationen, besonders bei notfallmässig zu behandelnden Patientinnen, erfordert die Fähigkeit, schnell, flexibel und vorausschauend zu reagieren und sicher zu handeln. Dieser Herausforderung stelle ich mich als Mitarbeiter des Rettungsdienstes gerne. Mein Ziel ist es, jeder Patientin und jedem Patienten immer möglichst das Beste zu geben.

Welches sind Ihre Hauptaufgaben an einem Einsatz des Rettungsdienstes?
Ich muss betonen, dass ich kein Arzt bin. Bei einem Einsatz habe ich aber Notarztkompetenzen und kann mein gesamtes pflegerisches, medizinisches, pharmakologisches und medizintechnisches Fachwissen einsetzen. Dabei stehen immer die Atmung und der Kreislauf des Patienten im Mittelpunkt. Meine Haupttätigkeiten sind: Mithilfe bei der Bergung des Patienten, Beurteilung der Situation, Verabreichung von Medikamenten, Schmerzmitteln und Sauerstoff, den Patienten sorgfältig transportfähig machen und ihn ins Spital fahren. Wenn nötig, wird der Patient in die Narkose versetzt und künstlich beatmet. Ziele sind immer: Das richtige Einschätzen der Situation, der optimale Einsatz der Medikamente und den Patienten in einem besseren Zustand dem Spital übergeben als wir ihn angetroffen haben.

Haben Sie, neben der Tätigkeit als Rettungssanitäter und als Experte Anästhesiepflege, noch eine weitere Aufgabe innerhalb des Rettungsdienstes?
Ja, ich bin innerhalb unserer Organisation für die Qualitätssicherung zuständig. Dabei arbeite ich eng mit einem leitenden Arzt aus Luzern zusammen.

Wie erholen Sie sich in der Freizeit von Ihren anspruchsvollen beruflichen Tätigkeiten?
Einen guten Ausgleich bieten mir meine Familie mit drei Kindern sowie meine Hobbys Segeln, Klettern, Ski fahren und Lesen.

 

Der Rettungsdienst Küssnacht – Folge 1

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