Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Spatenstich für Neuüberbauung im Oberfeld

Root: Vergangenen Montag erfolgte der Spatenstich zur Überbauung auf dem Areal Oberfeld 15–17. Die vbl wird sich im hinteren Teil der Überbauung mit einem neuen Busdepot einmieten.

Begingen den Spatenstich zu den neuen Gewerbegebäuden mit Freude: (v.l.) Heinz Schumacher, Daniele Obino und Norbert Schmassmann. Bild Eveline Beerkircher/vbl

Begingen den Spatenstich zu den neuen Gewerbegebäuden mit Freude: (v.l.) Heinz Schumacher, Daniele Obino und Norbert Schmassmann. Bild Eveline Beerkircher/vbl

Visualisierung der neuen Gewerbebauten, die auf dem Areal Oberfeld 15-17 zu stehen kommen. Bild vbl

Visualisierung der neuen Gewerbebauten, die auf dem Areal Oberfeld 15-17 zu stehen kommen. Bild vbl

Die vbl wird das hintere, separate Gewerbegebäude beziehen. Bilder vbl

Die vbl wird das hintere, separate Gewerbegebäude beziehen. Bild vbl

pd./cek. Die gewerbliche Überbauung auf dem Areal Oberfeld 15–17 in Root wird von der Investorin Creafonds AG, Sursee, gemeinsam mit dem Planungsbüro S+P Architekten AG (Sursee und Triengen) erstellt. Auf der von der Kantonsstrasse abgewandten Seite kommt im hinteren Teil des Areals ein separater Gewerbebau zu stehen, in den sich die Verkehrsbetriebe Luzern AG vbl im Erdgeschoss einmieten wird. Es wird ein Depot für 27 Gelenkautobusse entstehen. Zum Depot werden auch eine Tank- und Waschanlage sowie weitere Nebenräume unter anderem für Fahrdienstmitarbeitende gehören. Es ist geplant, dass das zweite vbl-Busdepot im Dezember 2018 in Betrieb genommen werden kann.

Mehr Kapazitäten schaffen
«Heute ist ein grosser Tag für die vbl», sagte Norbert Schmassmann, Direktor der vbl AG, anlässlich des Spatenstichs. Aufgrund des prognostizierten öV-Wachstums – die offiziellen Stellen rechnen bis 2035 mit einer Fahrgastzunahme von bis zu 40 Prozent – und den stets grösseren Gefässen wie den Doppelgelenktrolleybussen reichen die Kapazitäten im Depot im Tribschenquartier in der Stadt Luzern nicht mehr aus. Ein weiterer Ausbau am bestehenden Standort in Luzern ist nicht mehr möglich. «Wir haben sehr lange nach einem zweiten Standort gesucht und haben rund 20 Parzellen in verschiedenen Gemeinden geprüft. Wir mussten dabei auch Rückschläge hinnehmen. Umso glücklicher sind wir, das wir nun fündig geworden sind und mit der Investorin Creafonds AG, Sursee, ein langfristiges Mietverhältnis eingehen können», so Schmassmann weiter. Die verdichtete Bauweise mit einer Einstellhalle im Untergeschoss und einem über eine Rampe erreichbaren Handwerkerzentrum im Obergeschoss trägt dem Anliegen einer sparsamen Bodenverwendung Rechnung. Für die vbl ist die Lösung ideal, da im Entwicklungsgebiet Luzern-Ost in nächster Zeit ein bedeutsamer öV-Ausbau stattfindet (u.a. Verlängerung Trolleybuslinie 1 ins Rontal sowie neue Linie 18 nach Ebikon) und der neue Standort unproduktive Leerfahrten vermeiden hilft.

Lange Leidenszeit nun vorbei
Die Creafonds AG ist seit September 2015 Eigentümerin des Grundstückes Oberfeld 15-17 – auch als einstiges Macchi-Areal bekannt. Wir waren von Beginn weg von diesem Areal überzeugt, sagte deren Verwaltungsratspräsident Daniele Obino anlässlich des Spatenstiches und setzte fort: Aus den Gesprächen mit VBL wurde schnell klar, dass der Standort ideal für sie ist. Das Architekturbüro S+P Architekten AG aus Sursee und Triengen hat in kurzer Zeit Lösungen für die Bedürfnisse von vbl geplant. Und dank der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten, also Creafonds AG, S+P Architekten AG, vbl AG und Gemeinde Root, konnte nach weniger als einem Jahr das Baugesuch eingereicht und nach kurzer Zeit bewilligt werden. Nun sind die letzten offenen Punkte ausgeräumt und der Bau beginnt. Der Rohbau soll gemäss Obino im Winter 2018/2019 fertig erstellt sein.
«Freude herrscht! Dieser Ausdruck passt aus meiner und aus Sicht von sehr vielen Rooterinnen und Rooter zum heutigen Tag. Wir freuen uns sehr, dass es heute nach einer sehr langen ‚Leidenszeit‘ auf dem ehemaligen Macchi-Areal endlich etwas Schönes entsteht», äusserte Roots Gemeindepräsident Heinz Schumacher und sagte weiter: «Die lange und wohl unrühmliche Geschichte nimmt mit dem heutigen Tag ein Ende und darüber freue ich mich besonders.» Seit Schumachers Amtsantritt im September 2012 hat das einstige Macchi-Areal den Rooter Gemeinderat immer wieder beschäftigt. Auch war es an zahlreichen Gemeindeversammlungen ein Thema unter dem Traktandum Verschiedenes. «Der Rooter Gemeinderat konnte sich immer schon vorstellen, dass das neue Busdepot auf dem Gemeindegebiet der Gemeinde Root erstellt werden könnte. Bedingung war aber, dass ein optisch ansprechendes Gebäude erstellt wird. Dies wird jetzt so umgesetzt und die Rooterinnen und Rooter kriegen einen Vorteil gleich mitgeliefert, denn frühmorgens startet der erste Bus ab dem Depot Root und der letzte Bus fährt dann direkt nach Root. Also für Frühaufsteher sowie Nachteulen ist dies sicher ein Vorteil», meinte Heinz Schumacher noch. Ein wichtiger Entscheid fällte die Gemeindeversammlung am 17. Mai 2017. Sie genehmigte einstimmig den Sonderkredit von 650 000 Franken für die Erschliessung (Verbreiterung und Sanierung der Wiesstrasse) der neuen Gewerbebauten und den neuen Einmünder in die K17 zu.

Die Geschichte des Areals Oberfeld 15-17 in Root, wie sie Heinz Schumacher am Spatenstich skiziierte:
-    Das Areal mit der einstigen Autogarage Macchi stand früher am Rand des Dorfes.
-    Mit dem Wachstum im Rontal hat sich die Gemeinde Root auch Richtung Ebikon entwickelt. Und nach dem Bau des D4 Business Village und mit der Entstehung des Quartiers Wies stellte das Areal plötzlich die Mitte des Dorfes dar.
-    Einige sehr unterschiedliche Geschäfte siedelten sich im Gebäude an. Im UG wurde vor vielen Jahren eine Kartbahn betrieben.
-    Das Gebäude und das Areal schafften es in lokale und nationale Zeitungen. So titelte der Blick am 19. Mai 2014 «200 Neuwagen aus den 80igern entdeckt» – und die Berichte waren eher nicht löblich.
-    Das Gebäude steht direkt beim Ortseingang der Gemeinde Root und gab aufgrund seines Zustandes für die Gemeinde Root keine gute Visitenkarte ab.
-    Beim letzten Schweizer «Tatort» wurde dank dieses Gebäudes in Root gefilmt. Das war wiederum beste Werbung für das Dorf Root.