Rigi Anzeiger
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Standing Ovations für das Jubiläumskonzert

Der Musikverein Meggen feierte sein 125-Jahr-Jubiläum

Perfekte Harmonien, mitreissende Melodien, charmante Moderation – das Jubiläumskonzert zum 125-jährigen Bestehen des Musikverein Meggen stellte einen überaus genussvollen Abend dar. Belohnt wurde die herausragende Leistung mit Standing Ovations.

Unter der schwungvollen Leitung von Dirigent Marcel Sennhauser sorgten die Musikantinnen und Musikanten mit dem «A Salute from Lucerne» für einen festlich-frohen Auftakt. Präsident Walter Gloor, der mit Witz und Charme durch den Abend führte, konnte bereits am ersten Konzertabend rund 300 erwartungsvolle Gäste begrüssen. Und sie wurden nicht enttäuscht: Der Musikverein wartete mit einem äusserst abwechslungsreichen Programm auf. Etwa mit Ennio Morricone, bekannt vor allem durch seine Musik zu verschiedenen Italo-Western. In einem farbigen Medley mit seinen populärsten Melodien konnten die verschiedenen Register ihr Können unter Beweis stellen. Eine Première bot das Stück «Music Box Dancer»: Das Zusammenspiel von Klavier und Blasorchester. Die junge, in Meggen aufgewachsene Pianistin Corina Dreier interpretierte ihren Part am Flügel mit viel Gefühl. Ein Genuss auch die Gesangsformation «Get Up Side Story». Die fünf jungen Sängerinnen begeisterten mit ausgezeichneten Stimmen und, begleitet vom Pianisten André Ducommun, mit ruhigen Weisen ebenso wie mit fetzigem «Boogie Woogie». Corinne Achermann interpretierte mit ihrer vollen, ausdrucksvollen Stimme «Gabriellas Song» aus dem Film «Wie im Himmel» auf berührende Weise. Zum bisher ziemlich verregneten Frühling passte «Singin’ in the Rain» perfekt. Angekündigt wurde dieses Stück, das durch Gene Kelly’s legendären Filmauftritt berühmt wurde, von einem durchnässten Präsentator im Regenmantel und mit Schirm. Danach liess es der Musikverein so richtig «schiffen» – teilweise so heftig, dass einige Musikanten das Gröbste mit Schirmen abwehren mussten! Der bekannte Marsch «Semper Fidelis» des amerikanischen Marschkönigs John Philip Sousa beschloss den ersten Konzertteil.

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Blumen für Dirigent Marcel Sennhauser und allseits fröhliche Gesichter nach dem grossen Erfolg.

 

Mit «Gonna Fly Now», dem Titelthema der Rocky-Filme gings nach der Pause weiter. Gastsolist Patrick Wyser liess es mit seiner E-Gitarre so richtig sounden. Danach überbrachte Gemeindeammann HansPeter Hürlimann die Glückwünsche der Gemeinde, dankte dem Musikverein für sein grosses Engagement und seinen Beitrag zum Megger Kulturleben. Danach waren die Perkussionisten für einen weiteren Höhepunkt besorgt. Auf einem einfachen, mit Holzplatten belegten Gerüst stellten sie ihr beeindruckendes Können unter Beweis. Für den besonderen Showeffekt sorgte die spezielle Beleuchtung: Im völlig abgedunkelten Saal nahm man nur die weissen, sich im schnellen Rhythmus bewegenden Trommelschlägel und die weissen Hüte der Interpreten wahr. Kein Wunder, dass diese Nummer nach einer Wiederholung rief! Präsident Walter Gloor spickte seine Conférencen mit einigen Reminiszenzen aus der 125-jährigen Geschichte und erinnerte daran, dass die Konzerte früher nicht nur im Hotel Kreuz, sondern auch in der «Akustisch vorzüglich geeigneten» Turnhalle stattfanden. Philipp Achermann, ein junger Solist aus den eigenen Reihen, sorgte mit seinem Alt-Saxophon-Solo im Stück

«Midnight Rendezvous» für einen romantischen Touch und liess die Herzen der Zuhörerinnen und Zuhörer förmlich dahin schmelzen. Mit dem bekannten «I Will Follow Him» aus dem Film «Sister Act» traten die Sängerinnen der «Get Up Side Story» nochmals gemeinsam mit dem Musikverein auf. Arthur Ney, ein bekannter Marschmusikkomponist und Dirigent, leitete den Musikverein Meggen in den 1920er Jahren. Sein melodiöser Bravourmarsch «Vivat Lucerna» setzte den vorläufigen Schlusspunkt. Das anschliessende Finale wurde von den Sängerinnen der «Get Up Side Story» mit einem a capella gesungenen «Happy Birthday» eingeleitet, das nahtlos in das gemeinsam mit dem Musikverein interpretierte «Thank You For The Music» überging und mit einem Feuerwerk beschlossen wurde. Das begeisterte Publikum dankte mit stehender Ovation. Ein wirklich jubiläumswürdiges Konzert fand seinen krönenden Abschluss.