Rigi Anzeiger
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Steuererhöhung nicht erwünscht

Inwil: Die im Finanzplan aufgeführte Steuererhöhung im 2017 gefiel nicht allen, genauso wie die vom Kanton neu verlangten Beiträge für die Personaladministration der Lehrerdossiers.

Inwil rechnet im kommenden Jahr mit einem Ertragsüberschuss von 2,3 Millionen Franken dank einmaligem Buchgewinn aus dem Verkauf der Landflächen Sonnhof Park und Grundstückgewinnsteuern aus dem Projekt Bebauungsplan Blättler. Ab 2017 ist ein Aufwandüberschuss prognostiziert. Deshalb hat die Gemeinde eine Steuererhöhung von 1.9 auf 2.0 Prozent eingeplant – provisorisch, wie der für das Ressort Finanzen verantwortliche Gemeinderat Gregor Jung anmerkte. Gegen die Steuererhöhung wehrte sich die FDP, namentlich deren Präsident Roman Schwitter und forderte, dass der Gemeinderat stattdessen Sparmassnahmen vorschlagen solle. Er empfahl den Anwesenden den Finanz- und Aufgabenplan 2016 – 2022 abzulehnen. Gemeindepräsident Josef Mattmann daraufhin: «Zuerst muss über die Steuererhöhung abgestimmt werden, bevor sie in Kraft treten kann.» Mehr als die Hälfte der Versammlung nahm anschliessend den Finanz- und Aufgabenplan zustimmend zur Kenntnis. Der Voranschlag sieht für 2016 über 11 Millionen Franken an Ausgaben und über 13 Millionen Franken an Einnahmen vor. Fünf Millionen Franken gibt Inwil im 2016 alleine für die Bildung aus. Bei der Detailbetrachtung fiel einem Versammlungsteilnehmer auf, dass in diesem Bereich der Kanton neu jeder Gemeinde Beiträge für die Personaladministration in Rechnung stellt und zwar pauschal 130 Franken pro Lehrerdossier. Er forderte, dass dieser Posten gestrichen wird, zumal das eine weitere Abwälzung von Staatskosten auf die Gemeinde sei. Dem stimmte die Versammlung mit 54 Ja-Stimmen zu.

Bebauungsplan genehmigt
Bereits im Frühling dieses Jahres informierte der Gemeinderat, dass die Blättler Transport und Kühl-Logistik AG aus Luzern-Littau ein neues Hochregallager für Tiefkühlprodukte bauen möchte. Da die Fassadenhöhe des Neubaus die in der Gewerbezone erlaubten 15 Meter etwas überragt, bedurfte es der Erarbeitung eines Bebauungsplanes. Dieser lag vom 8. Juni bis 7. Juli 2015 auf. Einsprachen erfolgten keine. Die Versammlung stimmte diesem mit einer Enthaltung ebenfalls zu. Ferner sicherten die Inwilerinnen und Inwiler zwei Gesuchsstellern das Gemeinderecht zu. Die Anwesenden erfuhren zudem, dass sämtliche Gemeinderätinnen und Gemeinderäte an den kommenden Wahlen vom 1. Mai 2016 antreten.

Wohnraum für Flüchtlinge gesucht
Gemäss regierungsrätlicher Zuweisung muss Inwil Wohnraum für 10 Asylsuchende bereit stellen. Nach Monaten erfolgloser Suche konnte Gemeindepräsident Josef Mattmann an der Gemeindeversammlung verkünden, dass eine Wohnung für sieben Personen nun bereit steht. «Damit haben wir aber unsere Pflicht noch nicht erfüllt», wandte sich Mattmann an die Versammlung. Gemäss Botschaft bestünde für Inwil die Möglichkeit die Zivilschutzanlage Möösli als temporäre Asylunterkunft zu nutzen. Ansonsten muss die Gemeinde 50 bis 150 Franken pro Tag und nicht zur Verfügung gestellten Wohnraum leisten.

Verabschiedung und Ehrung
Im Anschluss wurde Lisbeth Buchmann, die elf Jahre Sozialvorsteherin war, verabschiedet. «Sie war immer motiviert und voller Tatendrang, aufmerksam und kompetent», würdigte sie Gemeindepräsident Josef Mattmann. Zudem verdankte er die Leistungen im Bereich der Freiwilligenarbeit von Paul Buchmann, die er seit 45 Jahren beim TV Inwil einbringt. Er erhielt im April dieses Jahres das Ehrenamtszertifikat der IG Sport Luzern überreicht. Zwei Monate ist es wiederum her, als Eliane und Roland Studer-Murer mit dem Prix Benevol 2015 ausgezeichnet wurden. Auch sie – respektive die ganze Familie Studer – engagiert sich seit Jahren freiwillig für den TV Inwil.

Wurden für ihre freiwilligen Leistungen geehrt: (v.l.) Paul Buchmann, Eliane und Roland Studer-Murer. Bild cek.

Wurden für ihre freiwilligen Leistungen geehrt: (v.l.) Paul Buchmann, Eliane und Roland Studer-Murer. Bild cek.

Josef Mattmann verabschiedete die langjährige Sozialvorsteherin Lisbeth Buchmann. Bild cek.

Josef Mattmann verabschiedete die langjährige Sozialvorsteherin Lisbeth Buchmann. Bild cek.