Rigi Anzeiger
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Steuererhöhung hilft bei der Finanzierung

Weggiser Gemeinderätin Esther Pfründer zu den Kosten der Naturgefahrenschutzprojekte

Mit den Naturgefahrenschutzprojekten, die am 30. November dieses Jahres an die Urne kommen, kommen auch grosse Brocken auf die Gemeinderechnung zu. Gemeinderätin Esther Pfründer, seit 2008 Finanzchefin der Gemeinde, ist überzeugt, dass Weggis die Projekte finanzieren kann.

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Esther Pfrunder: «Weggis kann dank Finanzplanung die Kosten tragen. Es können trotzdem weitere Projekte wie Sportplatz, Lido/Hallenbad oder Chinderhuus angegangen werden.»

 

«Wir wollen die hohe Lebens- und Wohnqualität in unserem Dorf erhalten – und da gehört der Schutz vor Naturgefahren eben auch dazu», so Finanzchefin Esther Pfründer. «Wir wissen einerseits um die Gefährlichkeit der Situation, andererseits wissen wir auch seit Jahren, dass diese hohen Kosten auf unser Gemeinwesen zukommen werden.»

Zu den hohen Kosten für die Massnahmen zum Schutz vor Naturgefahren:

So zeige die Finanzplanung auf, dass Weggis mit den darin enthaltenen jährlichen Tranchen in der Höhe von 800000Franken den Gemeindeanteil der Naturgefahrenschutzmassnahmen bezahlen könne. Pfründer: «Damit nehmen wir die Verantwortung wahr, Menschen und Sachwerte in unserem Dorf zu schützen. Wir nehmen aber auch die Verantwortung wahr, aufzuzeigen, wie dies finanziell zu bewältigen ist.»

In der zum Budget 2014 publizierten Finanzplanung ist eine Erhöhung der Steuern um eine Zehnteleinheit ab dem Start der baulichen Massnahmen eingesetzt. Diese sei aus heutiger Sicht notwendig, damit sich die Gemeinde nicht weiter verschulde und andere wichtige Investitionen tätigen könne. Der Gemeinderat denkt da unter anderem an die Sanierung des Lido/Hallenbad, an eine Erweiterung der Sportanlagen, an ein neues Chinderhuus. Alles Investitionen zum Erhalt der hohen Wohn- und Lebensqualität und für die Zukunft des Dorfes.

Heftige Diskussionen erwartet

Die Gemeinderätin appelliert denn auch an die Solidarität. «Natürlich wird im Zusammenhang mit den Naturgefahrenschutzmassnahmen die Diskussion über das Geld schwierig werden, sie könnte sogar heftig ausfallen. Da wird das Stichwort ‹Solidarität› wohl vermehrt thematisiert werden.» Bund, Kanton und Gemeinde werden je rund je einen Drittel der Kosten übernehmen. Um den kommunalen Anteil zu verkleinern, wird die Gemeinde Perimeterbeiträge erheben. Das heisst, Grundeigentümerschaften, welche dank den Massnahmen aus der roten Gefahrenzone entlassen werden können, werden ihren Beitrag bezahlen. Aktuell werden die Erhebungen dazu gemacht. «Wir möchten genau ermitteln, wie hoch die Beträge für die Direktbetroffenen je nach Prozentsatz des Perimeteranteils ausfallen werden. Wir betrachten diese Beiträge auch als Solidarität der Direktbetroffenen mit den übrigen Bewohnerinnen und Bewohner unseres Dorfes», führt Esther Pfründer weiter aus.