Rigi Anzeiger
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Stimmungsvolle Eröffnung

Meggen: Mit der Doppelausstellung von Sara Gassmann und Simon Kindle öffnete am Samstag, 17. März das Benzeholz Raum für zeitgenössische Kunst nach einer umfassenden Renovation wieder seine Türen. Das Megger Wappentier wurde dabei neu modelliert.

jp. Zur Wiedereröffnung des umgestalteten Benzeholz im denkmalgeschützten Fischerdörfli liess sich die Kuratorin Annamira Jochim einiges einfallen. «Farbe und Humor sollen in die Räume einziehen», erklärte sie, «Malerei, die durch ihre Farben und Formen zum Nachdenken, zum Entdecken, zum Fantasieren anregt und eine Installation, die sich auf den Ort bezieht. So kam ich einerseits auf die Künstlerin Sara Gassmann, die grossflächige Bilder mit übergreifenden Farbmischungen gestaltet, einfache, reduzierte Kompositionen auf die Leinwand setzt und so Zustände und Stimmungen hervorruft, die ein längeres Betrachten verlangen. Anderseits kannte ich Simon Kindle, der sich über gesellschaftliche Systeme Gedanken macht und Installationen gestaltet, die mit dem Ort zusammenhängen. Er hatte den glücklichen Einfall, etwas zum Megger Wappentier zu machen.» So zeigen sich im Parterre und im ersten Stock auf den vergrösserten Wandflächen Bilder der Malerin Sara Gassmann, während im Dachstock die Besucher mit einer begehbaren Voliere konfrontiert werden, die sich durch das Fenster hindurch nach aussen fortsetzt. Ein Sound erinnert an einen Raubvogel, der in unmittelbarer Nähe über die Köpfe fliegt. Spass machte Jung und Alt das Modellieren an einem grossen Block aus Plastilin. Das Megger Wappentier sollte neu kreiert werden.

Architektur – Kunst – Musik
An der Eröffnungsfeier verbanden sich sehr stimmungsvoll die Architektur der neugestalteten Ausstellungsräume mit den kräftigen Farbmischungen der Bilder von Sara Gassmann und den Auftritten der Musikschule Meggen. Gemeindepräsident und Kulturminister Urs Brücker würdigte die vollauf gelungene Erneuerung des Benzeholz, während der verantwortliche Architekt Roger Kraushaar darstellte, wie er bei der Renovation versuchte, einen ruhigen, präzisen und von Technik möglichst befreiten Hintergrund für die auszustellende Kunst zu schaffen. Er hielt fest: „Die neuen Wände – sozusagen das Futteral – umschliessen eine Leere, welche zeitgenössische Kunst zum Schwingen bringen soll. Gelingt dies, haben die Architektur und die Kunst etwas Wertvolles geschaffen.“
Die Ansprachen und die Kommentare der Kuratorin Annamira Jochims wurden von stimmungsvollen Vorträgen der Musikschule Meggen untermalt. Violoncelloschülerinnen und ein Gitarrenensemble verbanden Kunst mit Musik.
Nebst viel geistiger Nahrung fehlte auch die körperliche Erfrischung nicht: In den Pausen gab es Glühmost, aber auch Bier, Weiss- und Rotwein und eine Wurst vom Grill mitsamt Mutschli.

Simon Kindle, Kuratorin Annamira Jochim und Sara Gassmann freuen sich am grossen Interesse der Doppelausstellung im renovierten Benzeholz.

Simon Kindle, Kuratorin Annamira Jochim und Sara Gassmann freuen sich am grossen Interesse der Doppelausstellung im renovierten Benzeholz.

Die vergrösserten Wandflächen und das neue Beleuchtungskonzept rücken die Bilder vermehrt ins Zentrum.

Die vergrösserten Wandflächen und das neue Beleuchtungskonzept rücken die Bilder vermehrt ins Zentrum.

Das Modellieren des Megger Wappentieres an einem grossen Block aus Plastilin oder an Teilstücken faszinierte Kinder, Erwachsene, Handwerker – und selbst der Gemeindepräsident betätigte sich im Gestalterischen.

Das Modellieren des Megger Wappentieres an einem grossen Block aus Plastilin oder an Teilstücken faszinierte Kinder, Erwachsene, Handwerker – und selbst der Gemeindepräsident betätigte sich im Gestalterischen.

Ob das künstlerische Endresultat zum Wappentier eine Überlebenschance hat und in Bronze gegossen werden soll, dürfte vom Urteil des Gemeinderates in einer der kommenden Sitzungen abhängen. Der Gemeindepräsident wird als Mitgestalter sicher mit Ja stimmen.

Ob das künstlerische Endresultat zum Wappentier eine Überlebenschance hat und in Bronze gegossen werden soll, dürfte vom Urteil des Gemeinderates in einer der kommenden Sitzungen abhängen. Der Gemeindepräsident wird als Mitgestalter sicher mit Ja stimmen.