Rigi Anzeiger
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Sunneziel nähert sich planmässig dem Ziel

Meggen: Das Alterszentrum Sunneziel wird umgebaut und erweitert. In einem Neubau entstehen 28 Alterswohnungen. Im Zentrumsbau werden verschiedene Umbauten vorgenommen. Der Zeitplan stimmt. Ab Frühling 2016 werden die vorübergehend ausquartierten Bewohner wieder einziehen können.

lk. Zurzeit sind rund 23 Prozent aller Meggerinnen und Megger über 65 Jahre alt. Im Jahr 2030 wird sich dieser Anteil auf rund ein Drittel erhöhen. Mit der Erweiterung des Alterszentrums Sunneziel soll auch in Zukunft eine hohe Lebens- und Wohnqualität für die ältere Generation gewährleistet werden. Zudem erfüllt die Stiftung Sunneziel damit die Vorgaben der Gemeinde, welche mehr Alterswohnungen und einen Umbau der Pflegeabteilung fordert. In einer Bevökerungsumfrage wünschten sich 37 Prozent der über 62-jährigen Meggerinnen und Megger eine Alterswohnung in der Nähe des Sunneziel. Entsprechend gross war die Befriedigung bei Stiftungsratspräsident Arthur Bühler am Spatenstich vom 3. November 2014, der sich damals darauf freute «dass nach Bauende in rund 18 Monaten das neue Kompetenzzentrum für das Alter mit neuem Leben gefüllt und damit die Vorgaben der Megger Alterspolitik umgesetzt werden können.»
In der Zwischenzeit hat sich auf der Baustelle viel getan. Anfang Juli haben die Arbeiten für das neue, zusätzliche Dachgeschoss auf dem Zentrumsbau begonnen. Bereits sind die ersten Wände des neuen Stockwerks realisiert. Auch für das neue Wohnhaus steht das Baugerüst für den Aufbau. Die beiden neuen Trakte für die Pflegeabteilung seitlich des Gebäudes erreichen demnächst das Dachgeschoss. Arthur Bühler: «Es ist sehr erfreulich, dass es mit der Erweiterung vorwärts geht. Mit dem Aufbau der Alterswohnungen und dem Pflegetrakt wird nun der Baufortschritt auch von aussen sichtbar. Bis Anfang Herbst werden die Rohbauten erstellt sein und die Ausbauarbeiten können beginnen.» Für den Stiftungsratspräsidenten ist klar, dass ein solches komplexes Gross-projekt eine grosse Herausforderung für alle Beteiligten darstellt: «Vieles ist zwar plan- und terminierbar, doch während der Bauphase tauchen oft nicht vorhersehbare Besonderheiten auf, für die neue Lösungen gefunden werden müssen. Dann sind von allen am Bau Beteiligten schnelle und gut abgesicherte Entscheidungen gefragt, was uns bisher stets gelungen ist.»
Für die Bauherrschaft ist es wichtig, dass die Schnittstellen zwischen Planung und Ausführung gut abgesichert und koordiniert sind. Auch die Überwachung des laufenden Kostenprozesses gehört zur täglichen Aufgabe der Auftraggeberin. Selbstverständlich habe man schon in der Planungsphase gewusst, dass vor allem beim Umbau des Sunneziel-Zentrums die grossen Herausforderungen liegen.

Bewohner haben sich eingelebt
Infolge der Bauarbeiten mussten die Bewohnerinnen und Bewohner in Übergangsquartiere nach Weggis, Sonnmatt Luzern und Senevita Ebikon umziehen. Insgesamt wurden rund 5000 Gegenstände in 3500 Umzugskisten gezügelt. Das gesamte Umzugsgut umfasste 3000 Kubikmeter. Das entspricht 3 Mio. Liter Wasser. Beim Umzug standen auch Zügelmänner und Zivilschützer im Einsatz. Sie leisteten dafür 3600 Mannstunden. Es war kein leichtes Unterfangen. Einige der Heimbewohnenden bekundeten Mühe mit der neuen Umgebung. Das hat sich inzwischen positiv verändert, sagt Arthur Bühler: «Nach einer anfänglich etwas schwierigen Eingewöhnungsphase haben sich an allen Standorten sowohl die Bewohnerinnen und Bewohner wie auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gut eingelebt. Auch die betriebliche Organisation und die Abläufe funktionieren inzwischen sehr gut.» Der Einzugstermin ins neue Sunneziel soll planmässig im Frühling 2016 erfolgen. Die ausführende Generalunternehmung, Anliker AG, hat mit der Bauherrschaft eine Vereinbarung, dass diese zum erwähnten Zeitpunkt etappenweise in den Zentrumsbau einziehen kann. Bühler: «Die Vorbereitung für die Rückkehr der Bewohnerinnen und Bewohner wird bereits im Detail organisiert. Die Alterswohnungen im Neubau werden im August 2016 bezugsbereit sein.» Der Stiftungsratspräsident geht davon aus, dass der Kostenrahmen eingehalten werden kann, zumal der Kostenvoranschlag bereits in der Planungsphase aufgrund notwendiger Zusatzaufwendungen angepasst worden sei. Gemäss Arthur Bühler beabsichtigt der Gemeinderat, sich finanziell am Umbau zu beteiligen. Darüber freut sich die Stiftung. Mit der Erweiterung erfülle sie auch die politischen Vorgaben bezüglich «Alterspolitik», welche der Gemeinderat in seinen Legislaturzielen und im Altersleitbild definiert habe. «Die Realisierung dieses grossen Bauwerks ist deshalb auch eine partnerschaftliche Aufgabe. Zumal wir ja mit der Betreuung und Pflege der älteren Generation eine Gemeindeaufgabe übernehmen.»