Rigi Anzeiger
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SVP sorgt für Massenaufmarsch

Toni Brunner an der Gründungsversammlung der SVP Udligenswil

Die Anwesenheit des nationalen sowie kantonalen Präsidenten der SVP lockte gegen 150 Personen an. Kantonsräte, Gemeinderäte umliegender Gemeinden sowie ein Nationalrat wohnten der Gründungsversammlung der SVP Udligenswil bei.

Im Dezember 2013 wurde die SVP Udligenswil gegründet. Anlässlich der Gründungsversammlung offenbarte deren Präsident Daniel Keller, was sie in nächster Zeit anstrebt: «Ein erklärtes Ziel ist die finanzpolitische Planungssicherheit bei den Udligenswiler Steuerzahlerinnen und -zahler. Schrauben wir beim ersten Kostendruck wieder die Steuern rauf, scheitert die Strategie der Gemeinde kläglich, sich steuerpolitisch attraktiv zu positionieren.» Als bescheiden betrachtete Keller die Sparmassnahmen, mit denen die Gemeinderäte das Budget beeinflussen könne und zeigte die Probleme der Kostenübertragung seitens Bund und Kanton auf die Gemeinden auf. «Sparpotential gäbe es zum Beispiel in der Bildungsbürokratie und im ausufernden Sozialbereich zu genüge», führte Keller aus. Als weiteres Anliegen der SVP Udligenswil nannte der Ortsparteipräsident das Bevölkerungswachstum und appellierte an eine massvolle und raumplanerische Gestaltung der Gemeinde. Natürlich warb er auch für Mitglieder der neu gegründeten Partei.

 

1 aufhänger SVP Udligenswil
Gut gelaunt zeigten sich die Vorstandsmitglieder der SVP Udligenswil, (v.l.) Daniel Buess, Nadia Studer, Nicolas Odermatt und Daniel Keller mit Toni Brunner und Franz Grüter.

 

SVP-Kantonalpräsident Franz Grüter hoffte, dass bis zu den Nationalratswahlen im kommenden Jahr alle Gemeinden im Kanton Luzern eine Ortspartei haben. «Bei jeder Gründung ist Toni Brunner dabei», wusste er noch zu sagen. Der Genannte, der der Schweizerischen Volkspartei landesweit vorsteht, zeigte sich zuerst von der humorvollen Seite: «Ich bin heute so schön, weil ich im Leutschenbach war und geschminkt wurde.» Eine Einladung zum Polittalk mit Anne Will hatte er für denselben Abend ebenfalls erhalten. «Ich schickte Christoph Mörgeli», bekannte Brunner. Bei den Udligenswilern zu sein, hatte für ihn einen besonderen Grund: «Es ist momentan hart, sich in Bundesbern zu bewegen.» Er sprach die Masseninitiative an und sagte klar: «Wir müssen darüber nicht mehr streiten. Jetzt zählt nur die Frage, wie wir den Volksentscheid in bestmöglicher Zeit in der Verfassung umsetzen. Ich bin mir bewusst, dass jetzt erst recht die Arbeit anfängt. Wir von der SVP setzen uns ein, dass die Initiative nicht unterlaufen wird.» Brunner hielt sich auch über die kommenden Abstimmungsthemen wie der Mindestlohnini-tiative und die Anschaffung der neuen Gripen-Kampfjets auf. «Drei Milliarden Franken sollte uns diese zusätzliche Sicherheit Wert sein», meinte er.

Die Gründung der SVP-Ortspartei hatte im Vorfeld bei den etablierten Parteien zu Reaktionen geführt. Die FDP sprach etwa von einer Veränderung in der Parteienlandschaft und mokierte an ihrer Generalversammlung, dass die neue Partei auf ihrer Website die Tätigkeiten der bisherigen Parteien kritisiere. Daniel Keller, Präsident SVP Udligenswil will das so nicht stehen lassen und zeigte sich etwas «irritiert über die Kommunikationsweise der Liberalen. Der Vorwurf trifft in keiner Weise zu und ist auch nicht unsere Absicht.» Auf der Homepage der SVP werde in einem älteren Leitartikel u.a. über die vom Gemeinderat beantragte Steuer-Erhöhung sowie einen Kredit für den Bau des Dorfplatzes berichtet. Beides sei vom Souverän an der Gemeindeversammlung abgelehnt worden. Die SVP Udligenswil strebe eine gute und konstruktive Zusammenarbeit mit den übrigen Parteien an. «Wir sind zuversichtlich, dass uns dies sehr gut gelingen wird. Wir werden aber die Beschlüsse der übrigen Parteien nicht einfach kritiklos durchwinken», bekundete Daniel Keller.