Rigi Anzeiger
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Theoretisches Wachstum von 1000 Personen

Ortsplanung Meggen definiert Entwicklungsgebiete

Die Ortsplanung von Meggen kann umgesetzt werden. Das Verwaltungsgericht hat sämtliche Beschwerden gegen die Totalrevision abgelehnt. Die revidierte Ortsplanung ermöglicht ein theoretisches Bevölkerungswachstum von 1000 Personen.

red. Die Totalrevision der Ortsplanung Meggen wurde am 13. Juni 2010 an der kommunalen Urnenabstimmung mit 1329 Ja gegen 557 Nein klar angenommen.

Nachdem das Verwaltungsgericht mittlerweile sämtliche Beschwerden gegen die Totalrevision der Ortsplanung abgewiesen hat, sind die rechtlichen Voraussetzungen für die Umsetzung erfüllt. Thomas Wettstein, Leiter Planung und Bau: «Mit der Totalrevision der Ortsplanung beschritt die Gemeinde Meggen neue Wege. Im Gegensatz zu früher wurden nicht nur ‹Blanko›-Bauzonen eingezont. Bei allen grösseren Siedlungsentwicklungsgebieten wurden von den Grundeigentümern Konzepte und Modelle verlangt und diese in den meisten Fällen den Anstössern vorgestellt. Diese Konzepte sind verbindlich für die Erarbeitung der nachfolgenden Gestaltungspläne. Die Abänderung derselben ist nicht möglich.» Die Gestaltungspläne ermöglichen der Bevölkerung, sich ein verlässliches Bild über die Baukonzepte der einzuzonenden Areale zu machen. «Dieses Vorgehen und diese (Vor-)Leistungen im Rahmen der Ortsplanung Meggen fanden vor zwei Jahren gesamtschweizerisch Beachtung und wurden als vorbildlich gewürdigt.»

Meggen soll moderat wachsen. Die Bauzonen der revidierten Ortsplanung ermöglichen ein theoretisches Wachstum von rund 1000 Personen. Erfahrungsgemäss reduziere sich diese theoretische Zahl um ca. 20Prozent (Reduktion der Bewohner in den bestehenden Quartieren und nicht realisierte Einzelparzellen), hält die Gemeinde fest. Damit ist gegenüber der bisherigen Entwicklung eher mit einem langsameren Wachstum zu rechnen. Die bauliche Entwicklung soll in gleichmässigen Etappen erfolgen. Und auch das Bedürfnis nach erschwinglichem Wohnraum abdecken. Der Gemeinderat verpflichtete alle Grundeigentümer von neu eingezonten Grundstücken mit verdichteten Bauformen vertraglich, rund einen Drittel der Wohnungen zu einem Mietzins von höchstens 2500 Franken (netto, 4½-Zi-Wohnung) oder entsprechend erschwinglichem Wohneigentum anzubieten. Diese Auflagen fanden 2010 ebenfalls schweizweit Beachtung. Sie sollen sicherstellen, dass in Meggen in Zukunft – insbesondere für junge Familien – auch erschwingliche Wohnungen zur Verfügung stehen.

Meggen erfüllt den Grundsatz der Raumplanung, mit dem Boden haushälterisch umzugehen, ohne dabei die Forderung nach einer starken Durchgrünung der Wohnquartiere zu vernachlässigen. Keine Siedlungsentwicklung sieht Meggen zwischen Bahn und See. Die Parkzone wird in der Nichtbauzone belassen.