Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Tier- und Fabelwelten im Benzeholz

«metamorphosen» – Doppelausstellung in Meggen

pd. Im Benzeholz Raum für zeitgenössische Kunst Meggen treffen in der Ausstellung «metamorphosen» Tier- und Fabelwelten von Pascal Bracher (*1980) und François Bucher (*1946) aufeinander.

Die Qualität von Tieren, verschiedene Entwicklungsstadien durchzumachen, wird in der Zoologie als Metamorphose bezeichnet. Der Kunstgriff der Natur, die Verwandlung, gilt als grosses Vorbild und wurde in Kunst und Literatur immer wieder zum Thema.

Der Ausgangspunkt von Pascal Brachers künstlerischer Arbeit ist ein breit angelegtes Bildarchiv aus eigenen Fotografien und gesammelten Medienbildern aus Zeitungen, Zeitschriften, Büchern und dem Internet. Die gesammelten Bilder dienen dem Künstler einerseits als Vorlage oder Idee für die Umsetzung einer Stimmung in Performance, Zeichnung, Malerei oder Fotografie. Andererseits verwendet der Künstler diese Bilder für Gegenüberstellungen, Überblendungen und Collagen. Im Nebeneinander oder auch in der Überlagerung werden die Bilder in einen neuen Kontext gestellt, es entstehen Entfremdungen, Umwandlungen und Neuformulierungen. Anthropomorphe, zoologische und kulturhistorische Motive treffen aufeinander, auffallend sind Übergänge zwischen Mensch und Tier. So wird beispielsweise ein Rüssel oder ein langer Hals zur Verlängerung eines Arms oder Kopfes, Körperbemalungen oder Fellstrukturen gehen ineinander über.

Existentielle Züge, wie die Suche nach Zuneigung, Anerkennung und Überlebenskampf, sowie mythologische und fiktive Vorstellungen eröffnen ein vielfältiges Bezugsnetz.

 

François Bucher greift auf kunsthistorische, geschichtliche und mythologische Erzählungen zurück, die nicht nur in der Thematik sondern auch in der bildnerischen Sprache zum Vorschein kommen. So wird etwa mit dem Ritzen in Glas nicht nur die Geschichte von Albrecht Dürers Rhinozeros erzählt, sondern darüber hinaus auch an die von diesem Künstler verwendete Drucktechnik erinnert. Wie in früheren Werken – zu nennen wäre hier die 1983 für das Kunstmuseum Luzern aus Tonelementen hergestellte Schildkröte oder die aus verschiedenen Materialien hergestellte Serie von Nilpferden (2007–10) – überträgt der Künstler handwerkliche Techniken in einen grösseren Massstab und erforscht die Dimensionen, Bearbeitungs- und Transformationsmöglichkeiten von Materialien. Im Umgang mit Glas, Bitumen, Wachs, Metall oder Ton kann eine Verwandtschaft zu Arte Povera Künstlern sowie zu Alchemisten gezogen werden. Seit einiger Zeit verleiht François Bucher dem Papier einen metallenen, geradezu silbernen Charakter. In Verbindung mit dem Französischen «argent» zeigt sich, wie der Künstler das Wortspiel auf humorvolle Weise in seine Arbeit integriert. Sein jüngstes Werk spielt mit «cent titres» gleichzeitig an den in der Kunst verbreiteten Titel sowie an Obligationen oder Aktien an. Die Transformation von Materialien und Lebewesen ist ein konstantes Thema von François Bucher, neben Fossilien, Versteinerungen, Ablagerungen spielen immer wieder Tiere eine Rolle, welche den Übergang von Wasser und Land markieren.

www.meggen.ch/benzeholz

Freitag, 19. Oktober 18.30 Uhr Vernissage
Sonntag, 11. November 17 Uhr Monika Kästli, Kunsthistorikerin Basel, im Gespräch mit den Künstlern.

Aktuelle Zeitung

Die Gewinner: Leserbilder Sommer 2017

Die Gewinner: Leserbilder Sommer 2017

Like uns auf Facebook!

Razli

Razli

Razli Wetternachhersage

Partner

Partner

Horoskop

Horoskop