Rigi Anzeiger
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Training und Schule? Alles easy

Meggen: Nicole Zaika, die Sechstklässlerin aus Meggen, hat sich bei den Schweizer Meisterschaften im Eiskunstlaufen 2015 in Schaffhausen in der Kategorie U12 die Silbermedaille geholt. Sie ist im Elite-Kader der Ice Skating Stars (ISS) Hochdorf.

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jp. Wie lassen sich Schule und Leistungssport miteinander verbinden? «Problemlos», meint Nicole Zaika aus ihrer Sicht in einem Gespräch. Sie trainiert täglich während rund zwei Stunden auf dem Eisfeld oder nimmt an Off-Ice-Trainings in einer Turnhalle teil. Die Hausaufgaben werden anschliessend erledigt. An den Wochenenden warten spannende Wettkämpfe auf die ambitionierte Eiskunstläuferin. und dies alles macht sie mit Begeisterung, Freude und Spass.

Bereits als Vierjährige begleitete Nicole ihre Mutter, selber auch eine sehr erfolgreiche Eiskunstläuferin, auf die Eisfelder. «Wie die Mama Schrittwechsel machte, Pirouetten drehte und Sprünge vollführte, das faszinierte mich schon als Kleinkind», erklärt Nicole, die am 7. August ihren 12. Geburtstag feiern kann. Inzwischen hat sich die talentierte Schlittschuhläuferin zu einer vielversprechenden Eiskunstläuferin entwickelt. Als Mitglied des Elite-Kaders des Clubs «Ice Skating Stars Hochdorf» trainiert Nicole mit Freude, Ausdauer und Disziplin die vorgegebenen Programme und befolgt die Anweisungen der Trainerin. Und das ist niemand anders als die eigene Mutter. «Auch da gibt’s bis jetzt keine Probleme. Für mich ist klar und wichtig, dass ich die Ratschläge und Anleitungen meiner Mutter im Training befolge. Dank dieser Unterstützung und Begleitung erreiche ich meine Ziele», berichtet Nicole mit der grössten Selbstverständlichkeit.

Vielfältige Unterstützung
Nicole kann bei ihrem aufwändigen Leistungssportprogramm auf eine breite Unterstützung zählen. Die Grosseltern fahren sie in die Trainings, die Tante Elena, Präsidentin des ISS-Clubs, begleitet sie oft bei Wettkämpfen. Die Mutter übernimmt, wie erwähnt, das Training und viele Fans aus dem eigenen oder anderen Eiskunstlauf-Clubs feuern sie bei Wettbewerben an. «Auch in der Schule zeigen die Mitschülerinnen und -schüler Interesse an meinen Erfolgen. Sie gratulieren mir, wenn ich einen guten Rang an einem Wettkampf erreicht habe», freut sich Nicole. «Nebst Eiskunstlaufen spiele ich noch Klavier und übe mich im Tanz. Mit Ariella Käslin bin ich im Off-Ice-Training, wo Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit geschult werden. Das Training auf dem Eis beginnt mit dem Aufwärmen, dann folgen Sprünge, Pirouetten, das Improvisieren und das Vorbereiten der Kür für Wettkämpfe. Am liebsten habe ich die Improvisation. Da kann ich machen, was ich will. Auf Musik gestalte ich eine eigene Kür mit Sprüngen, Schrittfolgen und verschiedenen Pirouetten. Das ist für mich eine tolle Belohnung.»

Faszination des Eiskunstlaufens
«Mich fasziniert am Eiskunstlaufen, dass ich hoch springen, schön über das Eis gleiten und Pirouetten drehen kann, zum Beispiel die Denise-Biellmann-Pirouette», schwärmt die Sechstklässlerin. «Um Erfolg zu haben gilt es, das zu machen, was die Trainerin sagt, sich immer Mühe zu geben und mit Disziplin mitzumachen. Das macht mir keine Probleme. Freude an der Bewegung ist wichtig und Freude an der Musik.»

Mit diesen Voraussetzungen hat sich Nicole Zaika an den Schweizer Meisterschaften 2015 im Eiskunstlaufen von Ende Januar in Schaffhausen den Vize-Meistertitel in der Kategorie U12 geholt. Die Silbermedaillen-Gewinnerin hat ein hervorragendes Kurz- und Langprogramm gezeigt. Sie freut sich, dem Publikum eine Show zeigen zu können. Mit Interesse und Freude verfolgt sie auch die Darbietungen anderer Eisläuferinnen.

Als nächste Ziele möchte Nicole den Goldtest bestehen und in der Kategorie der Juniorinnen starten können, damit sie an internationalen Wettkämpfen teilnehmen kann. Auf dem Weg zu ihren hohen Zielen dienen ihr die Olympiasiegerin 2014 im Eiskunstlaufen, Adelina Sotnikova, und die dreifache japanische Weltmeisterin, Mao Asada, als Vorbild.

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