Rigi Anzeiger

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Trendwende erfolgt – Herausforderung bleibt

Meggen: Der Informationsabend der Gemeinde Meggen vom Donnerstag, 26. April 2018 stand unter dem Titel «Fit werden für die Energiezukunft». Im Mittelpunkt von Referaten standen erneuerbare Energien und Energieeffizienz für Gebäude sowie die Zukunft der E-Mobilität. Was ist ökologisch sinnvoll? Was ist ökonomisch vertretbar?

jp. Nach der Begrüssung der rund sechzig Interessierten stellte der Präsident der Energiekommission Meggen, Gemeinderat Josef Scherer, einige Fragen zur Energiezukunft in den Raum: Welche Konsequenzen hat das Luzerner Energiegesetz für Hausbesitzer oder Mieter? Worauf ist bei einem Heizungsersatz zu achten? Was bedeutet intelligente Gebäudetechnik? Lohnt sich für mein Haus eine PV-Anlage? Wie entwickelt sich die Elektromobilität und welche Herausforderungen stehen an?

Einleitend erwähnte Josef Scherer, dass die Gemeinde ein Energieleitbild erstellt habe, das bald veröffentlicht werde. Mittelfristig strebe Meggen das Label «Energiestadt GOLD» an. Das Re-Audit habe aber aufgezeigt, dass in der Gemeinde noch grosser Handlungsbedarf bezüglich Ersatz älterer Oel- und Gasheizungen bestehe. Deshalb habe die Gemeinde eine Energieplanung über das ganze Gemeindegebiet in Auftrag gegeben, um bald eine Übersicht zur Wärmeversorgung zu haben. Daraus sollen dann entsprechende Massnahmen abgeleitet und umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang verwies Gemeinderat Scherer auch auf das umfassende Förderprogramm der Gemeinde Meggen.

Gemeinderat Josef Scherer (r.) im Gespräch mit den Referenten (v.l.) Jan-Niclas Viebrock, CKW, Reto Kuhn, ewl und Markus Portmann, e4plus.

Gemeinderat Josef Scherer (r.) im Gespräch mit den Referenten (v.l.) Jan-Niclas Viebrock, CKW, Reto Kuhn, ewl und Markus Portmann, e4plus.

Dann ging das Wort an den ersten Referenten, Jules Gut, Teamleiter Dienststelle Umwelt und Energie, Luzern. Er lobte die eindrücklichen Leistungen der Gemeinde im Bereich Energie. Er skizzierte die energie- und klimapolitischen Herausforderungen der Zukunft und zog das Fazit, dass die Trendwende erfolgt sei, aber weiterhin grosse Anstrengungen notwendig seien. Als taugliche Instrumente zur Steuerung der Energiepolitik nannte er Gesetze, Fördermassnahmen und Lenkungsabgaben. Dabei verwies er auf das totalrevidierte Energiegesetz des Kantons Luzern, das an die aktuellen internationalen und nationalen Entwicklungen anknüpft und die Nutzung erneuerbarer Energien und energieeffiziente Technologien stärkt. Das neue Energiegesetz, das nicht unumstritten ist, kommt am 10. Juni 2018 zur Abstimmung.

Reto Kuhn, Leiter Energiedienstleis­tungen ewl, zeigte Möglichkeiten der vernetzten Energiezukunft auf. Ziel ist langfristig die 2000-Watt-Gesellschaft. Es gelte, Daten zu nutzen und zu kombinieren. Das Problem sei der Mensch, dessen Wünsche, Vorstellungen oder Ideen oft nicht mit ökologischen Gegebenheiten in Übereinstimmung zu bringen seien. Beim Bau einer Photovoltaik-Anlage sei die Dimensionierung gut zu überlegen. Man müsse immer das Endziel und das Gesamtbild in den Augen behalten.

Wie man das Elektroauto zu Hause schnell, sicher und bequem laden kann, dazu referierte Jan-Niclas Viebrock von den CKW. Er zeigte auf Bildern die modularen Konzepte auf, wie heute Ladeboxen den Wünschen der Kundschaft angepasst werden können. Die CKW bieten intelligente Energielösungen aus einer Hand an.

Das Schlussreferat hielt der Energiestadtberater der Gemeinde Meggen, Markus Portmann, e4plus. Mit Enthusiasmus präsentierte er Vorschläge, wie Gebäude energetisch saniert und veraltete Heizungsanlagen durch fachgerechte Umsetzung von Standardlösungen ersetzt werden können.

Nachhaltige Lösungen
Der technologische Wandel im Energiesektor ist enorm. Was heute als ökologisch fortschrittlich bezeichnet wird, ist allenfalls in zwei Jahren aufgrund neuer Erkenntnisse bereits überholt. Mit viel Geld lässt sich viel bewerkstelligen. Aber es stellt sich auch immer wieder die Frage nach der Nachhaltigkeit von Lösungen. In den Diskussionsrunden wurden auch kritische Fragen gestellt. Wie ist die Entsorgung von Solarpanels geplant? Wie ist der Umgang mit seltenen Metallen als Rohstoff für Zukunftstechnologien? Warum sind Speicher ökologisch und ökonomisch nicht sinnvoll? Ist es von der Energieversorgung her möglich, dass einmal alle Autos elektrisch fahren? Einige Fragen blieben im Raum stehen.

 

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