Rigi Anzeiger
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Über 50 Nummern im Schneegestöber

Ebikons Kinder- und Fasnachtsumzug war wetterbedingt anders

Jahrelang wähnte sich die Rotseezunft Ebikon auf der sicheren Seite, was das Wetter am Güdisdienstagnachmittag respektive an ihrem Umzug anbelangt. Heuer streikte die Sonne und Frau Holle schüttete gnadenlos weisse Flocken auf die über 1400 Umzugsteilnehmerinnen und teilnehmer und die zahlreichen Zuschauer.

«1990 erlebten wir einen Wintersturm und wussten nicht, ob wir den Umzug verschieben sollen», erinnerte sich Moritz Habermacher, der als Weibel den damaligen Rotseezunftmeister Rolf Käppeli begleitete. «Im Vergleich zu damals haben wir heute schönes Wetter», meinte Habermacher noch. Trotz Schneefall – nach über 20 Jahren mit stets sonnigem Wetter – blieb das grosse Zuschauerinteresse am Ebikoner Fasnachtsumzug ungetrübt. Die Kinder unter ihnen warfen Konfettis zuhauf den über 1400 Umzugsteilnehmern zu. Das verlieh den in schwarz auftretenden Guuggenmusigen Näbelhüüler und Rüssgusler ein paar bunte Tupfer. Glanzvoll strahlten die Kinder des Kindergarten St. Anna, die den «Sonnechöbler» zu ihrem 25. Geburtstag gratulierten oder als Königinnen und Könige auftraten. Kindergärtler aus Buchrain waren wiederum extra zu Ehren des Rotseezunftmeisters Peter I. als Gondoliere erschienen. Aktuelle Themen hatten am Ebikoner Fasnachtsumzug auch ihren Platz. So prangerten die «Narrebuebe» der Rotseezunft den Ausverkauf der Heimat mit den Worten an: «Statt unser Land umsichtig zu bewahren, und für unsere Kinder aufzubewahren, wird die letzte Hütte verzockt, weil halt der grosse Reibach lockt.» Die Wagenbaugruppe des Männerchors propagierte die Erstellung eines Seilbähnlis statt einer Passarelle für einen sicheren Schülerübergang und führte das mit ihrem Umzugswagen gleich vor. Die Männerriege Märiruuger warb für eine Mehrzweckhalle und benannte sie gleich nach dem früheren Leiter der Ebikoner Musikschule und heutigem Gemeindepräsidenten Daniel Gasser. Der Gripen, das heuer wohl am meisten dargestellte Sujet, kam bei den Bueri-Chessler und bei der Gruppe Risorios zur Geltung. Erstere heimsten sich übrigens damit an den Luzerner Fasnachtsumzügen den zweiten Rang ein. Als Erstplatzierte wurden die Kult-Ur-Fasnächtler, die aus Anlass ihres 20-Jahr-Jubiäums als Indianer auftraten gekürt. Einige davon waren auch in Ebikon zu bewundern.

Langer Sommer:Nach mehrmaligem und langem Gröölen der Kinder, wurde zum Abschluss des Umzuges der Böög angezündet. In Schutt und Asche zerfiel er nach zwölf Minuten. «Das wird einen langen Sommer geben», prophezeite die Böögegarde.

Langer Sommer:
Nach mehrmaligem und langem Gröölen der Kinder, wurde zum Abschluss des Umzuges der Böög angezündet. In Schutt und Asche zerfiel er nach zwölf Minuten. «Das wird einen langen Sommer geben», prophezeite die Böögegarde.