Rigi Anzeiger
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Udligenswil: Endlich Tempo-30-Zone umsetzen

Gemeindeversammlung in Udligenswil diskutiert über Temporeduktion in Quartieren

Als angenehm kurz bezeichnete Udligenswils Gemeindepräsident Thomas Rebsamen die Traktandenliste an der Gemeindeversammlung. Zu reden gab erst der informative Teil.

Innert einer halben Stunde hatte der Udligenswiler Gemeinderat die Rechnung 2013 erläutert, die mit einem Aufwandüberschuss von 411’394 Franken abschloss. «Dank Disziplin konnten einige Ausgaben im Rahmen des Budgets gehalten werden», merkte Gemeindepräsident Thomas Rebsamen an. Finanzvorsteher Claudio Passafaro ergänzte: «Auf der Einnahmenseite hatten wir ein paar Verschiebungen. Die Erträge bei den ordentlichen Steuern fielen niedriger aus. Das konnten wir mit den Sondersteuern kompensieren.» Die Versammlung stimmte der Rechnung diskussionslos zu und erteilte ausserdem drei Personen das Udligenswiler Bürgerrecht. Eine von ihnen ist Thea Waldleben, die als Skirennfahrerin noch von sich reden machen könnte, denn der Wunsch der bald 16-Jährigen ist, für das Team Schweiz starten zu können.

Aktuelle Themen
Zeitintensiver war der informative Teil, bei dem unter anderem Sozialvorsteherin Rita Rigert über den Stand der Planung für die Pflegewohngruppe orientiere, mit der die Alterswohnungen am Bächli ergänzt werden sollen. Hierfür hatten die UdligenswilerInnen im November 350’000 Franken bewilligt. Inzwischen erhielten vier Architekturbüros den Studienauftrag. Offen ist noch die Trägerschaft respektive, wer das Haus künftig führen wird. «Für diese Abklärungen wird eine Arbeitsgruppe eingesetzt», sagte Rita Rigert.
Der Udligenswiler Gemeinderat will in den Quartieren Gfäz, Volloch, Schönaustrasse sowie ab der Dorfstrasse für das ganze Gebiet Haasenberg Tempo 30 einführen. Gegen letzteres votierte die SVP Udligenswil mit einem Flugblatt. Die kostspieligen und baulichen Massnahmen seien unnötig und nicht sinnvoll. Gemeindeammann Marco Zgraggen hielt dagegen, dass es sich nicht um bauliche sondern gestalterische Massnahmen handle. SVP-Ortspartei-Präsident Daniel Keller und zwei andere Redner appellierten an die Selbstverantwortung eines jeden Autofahrers und an den normalen Menschenverstand, wehrten sich gegen weitere Regulierungen und Vorschriften. Vor allem Bewohner der Kirchrainstrasse wünschten jedoch, dass der Gemeinderat eine geeignete Lösung findet, denn es würden täglich 800 bis 1000 Autos durch die erwähnte Strasse fahren.
Unverändert ist die Situation bezüglich des Energiezentrums Haltikon. Marco Zgraggen dazu: «Wir hatten am 4. April ein informelles Gespräch mit der Firma Schilliger und der AGRO Energie Rigi und halten an der Einsprache noch fest.» In Sachen ÖV lässt sich Udligenswil auch nicht alles bieten, wurde sie doch mit Mehrkosten von knapp 28’000 Franken aufgrund des Konzeptes AggloMobil Due überrascht. Inzwischen hat sie diesbezüglich beim Regierungsrat interveniert.