Rigi Anzeiger
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Risch-Rotkreuz: Über 28 Mio. für Schule

Risch-Rotkreuz stellt neue Schulraumplanung vor

Der Zuwachs von 200 Schülerinnen und Schülern in den nächsten zehn Jahren, neue Lehr- und Lernformen, Tagesstrukturangebote und Anpassungen der bisherigen Schulräume machen eine neue Schulraumplanung in Risch-Rotkreuz notwendig. Für deren Umsetzung will die Gemeinde 28,3 Millionen Franken in den nächsten sieben Jahren investieren.

«Es ist höchste Zeit, dass es wieder eine Raumplanung für die Schule gibt. Die letzte liegt 15 Jahre zurück», so der Tenor im Vorfeld der Informationsveranstaltung. Bildungsvorsteher Markus Scheidegger begründete die vorliegende Schulraumplanung mit dem pädagogischen Wandel und dem grösser werdenden Gebilde der Schule und fügte an: «Die Entwicklung für die nächsten zehn Jahre zeigt ein Wachstum von 200 Schülern an, was zehn zusätzlichen Schulklassen entspricht.»
Um die notwendigen Kapazitäten für die künftige Schule zur Verfügung stellen zu können, sieht die Raumplanung vornehmlich am Standort Waldegg in Rotkreuz Nutzungsänderungen und neue Raumeinteilungen vor. Ein Neubau soll im nordöstlichen Teil des Oberstufenspezialtrakts entstehen. Die Kindergärten und Primarschulen im Risch und Holzhäusern sollen nicht erweitert werden. Lediglich der Kindergarten Binzmühle bedarf einer Erneuerung. «Er befindet sich in einem schlechten, baulichen Zustand», führte Ruedi Knüsel, Vorsteher Planung/Bau/Sicherheit aus.
Die Entwicklung der aufgezeigten Schülerzahlen lösten am meisten Fragen aus. «In den vergangenen Jahren ist trotz Wachstum der Einwohner die Zahl der Schüler konstant geblieben», warf ein Versammlungsteilnehmer ein. Der an der Raumplanung mitwirkende Architekt Ruedi Stauffer klärte auf, dass die Zahlen unter anderem auf bereits geborene Kinder, die in den nächsten Jahren die Schule besuchen werden, basieren. Es sei aber auch wichtig, die Entwicklung genau zu beobachten, um dementsprechend zu reagieren. Rémi Odermatt, ehemaliger Schulrektor in Risch-Rotkreuz und heutiger Leiter Schuldienst im Kanton Schwyz sowie Grüne-Mitglied erinnerte sich, dass für die Schulraumplanung vor 15 Jahren drei verschiedene Varianten der Schülerentwicklung aufgezeigt wurden. Als realistisch betrachtete FDP-Mitglied Roland Zerr die Entwicklung der Schülerzahlen. SVP-Ortsparteipräsident Franz Blaser forderte: «Ich bin der Meinung, dass nur so viel Schulraum geschaffen werden soll wie nötig und nicht auf Vorrat.»

Markus Scheidegger zeigte die Standorte und Entwicklung der Schule in Risch-Rotkreuz auf.

Markus Scheidegger zeigte die Standorte und Entwicklung der Schule in Risch-Rotkreuz auf.