Rigi Anzeiger
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Überzeugende Leistungen junger Musiktalente

Meggen: Das Jahreskonzert vom Sonntag, 22. Mai 2018 mit der Jungen Philharmonie Zentralschweiz, dem Jungsolisten Salomo Schweizer, Oboe und dem Jungtalent Morgane Grandjean, Trompete sowie die Matinée vom Sonntag, 29. April mit den beiden Preisträgern 2018/19 waren Anlässe mit stimmungsvoller, feierlicher Musik.

jp. Die Megger Stiftung für junge Musiktalente versteht es immer wieder, für den Auftritt hochbegabter Jungtalente einen festlichen Rahmen zu schaffen, sei es im Gemeindesaal oder im Rittersaal der St. Charles Hall. Monika Schmid, Mitglied des Vorstandes des Kulturvereins Meggen und Gesangspädagogin, führte durch das sonntägliche Jahreskonzert im Gemeinde­saal. Zusammen mit der Jungen Philharmonie Zentralschweiz der Musikhochschule Luzern konnte sie zwei herausragende junge Solisten aus der Schweiz vorstellen: die 25-jährige Freiburgerin Morgane Grandjean und mit gleichem Jahrgang den Luzerner Salomo Schweizer.
Der Preisträger 2017/18 Salomo Schweizer kann seit seinem Debut 2017 in der St. Charles Hall einen weiteren bedeutenden Karriereschritt verzeichnen. Seit September 2017 ist er Solo-Oboist am Staatstheater Braunschweig und ist im selben Jahr mit dem Förderpreis der Staatstheaterfreunde Braunschweig ausgezeichnet worden. Regelmässig wird er von andern Orchestern in Deutschland und der Schweiz eingeladen.
Auf dem Programm stand das Konzert in d-Moll für Oboe und Orchester von Johann Sebastian Bach. Begleitet vom Orchester der Jungen Philharmonie Zentralschweiz unter der Leitung des Dirigenten Daniel Dodds zeigte Schweizer eine reife, virtuose Leistung auf seiner Oboe. Temperamentvoll und meisterhaft spielte er seine Passagen und nutzte die dynamischen Möglichkeiten seines Instruments.
Die Preisträgerin Morgane Grandjean aus Düdingen kann auch bereits auf viele Erfolge zurückblicken. Von 2008 bis 2010 war sie als Kornettistin Mitglied der Nationalen Jugend Brass Band und von 2009 bis 2013 Solokornettistin des Bläserensembles Euphonia. Seit Oktober 2011 ist sie stellvertretende Solotrompeterin beim Lau­sanner Kammerorchester. Für Ihre Zukunft strebt sie vorerst das Master Diplom in musikalischer Pädagogik und anschliessend das Solistendiplom an.
In der Einführung zum Konzert in Es-Dur für Trompete und Orchester von Joseph Haydn zeigte die Moderatorin Monika Schmid sehr schön auf, wie in dieser Zeit die Technik – vor allem bei den Blasinstrumenten – entscheidend weiterentwickelt wurde. Haydn liess sich überreden, ein Konzert, das Trompetenkonzert in Es-Dur, für die damals ganz neue Klappentrompete zu komponieren. Das Orchester der Jungen Philharmonie, verstärkt mit Blasinstrumenten, begleitete die Solistin Morgane Grandjean souverän durch die drei Sätze. Grandjean brillierte mit klarem Ton und sauberen Einsätzen. Im frohen Schlussrotondo folgten schnelle Läufe, gebrochene Akkorde und grosse Tonsprünge, die der Preisträgerin ermöglichten, ihr ganzes Können zu zeigen.
Den Abschluss des gehaltvollen Vorabendkonzerts bildete die Sinfonie Nr. 2, D-Dur op. 36 von Ludwig van Beethoven, meis­terlich vorgetragen von der Jungen Philharmonie Zentralschweiz unter der Leitung von Daniel Dodds.

Morgane Grandjean als Solistin auf der Trompete

Morgane Grandjean als Solistin auf der Trompete

Salomo Schweizer, Oboist, bei seinem Auftritt mit dem Orchester der Jungen Philharmonie Zentralschweiz im Gemeindesaal Meggen.

Salomo Schweizer, Oboist, bei seinem Auftritt mit dem Orchester der Jungen Philharmonie Zentralschweiz im Gemeindesaal Meggen.

 

Glanzvolle Matinée
Welch eine Einstimmung in den Sonntagmorgen! Im Herzen lachte nicht nur die Sonne, sondern auch die Musik. Zwei Preisträger, zwei absolut überzeugende Talente boten einen musikalischen Einstieg in den Sonntag von besonderer Ausdruckskraft.
Aus gesundheitlichen Gründen musste Cellistin Hyazintha Andrej ihren Auftritt an der Matinée kurzfristig absagen. Es war nicht einfach, aus dem engeren Kreis der auserwählten Bewerber jemanden mit freier Kapazität zu finden. Mit dem Geiger Ahmed Pyshtiyev, aus Turkmenistan stammend, konnte ein ebenbürtiger Preisträger präsentiert werden. Er begann bereits mit sechs Jahren Geige zu spielen. Im Jahr 2013 kam er an die Hochschule Luzern, machte seinen Bachelor in Violine und ist seit Januar 2017 im Studiengang Master Performance der HSLU bei Professor Igor Karsko.
Der 23-jährige Geiger Ahmed Pyshtiyev spielte vorerst zwei Sätze aus der Solopartita Nr. 2 in d-Moll von Johann Sebastian Bach. Anschliessend stand aus dem Violin­konzert Nr. 5 in A-Dur KV 2019 der erste Satz Allegro aperto auf dem Programm, wobei der Orchesterpart am Klavier von Walter Prossnitz, einem renommierten Konzertpianisten, gespielt wurde. Den Abschluss bildete das Stück Introduction et Rondo Capriccioso für Violine und Orchester in a-Moll von Camille Saint-Saëns. Zu hören war die Fassung für Violine und Klavier mit dem Preisträger Ahmed Pyshtiyev und mit Walter Prossnitz. Die Auftritte des jungen Violonisten dürfen als Glücksmomente bezeichnet werden. Er spielte alle Werke auswendig, ganz in sich gekehrt. Das zahlreiche Publikum quittierte die virtuosen, aber einfühlsam vorgetragenen Kompositionen mit kräftigem Applaus.
Auch der zweite Preisträger 2018/19, der Pianist Dominic Chamot, in Köln geboren, war ein Phänomen. Zuerst interpretierte er die Französische Suite Nr. 3 in h-Moll mit sechs Sätzen von Johann Sebastian Bach. Die streng durchkomponierten Sätze – alle auswendig vorgetragen – spielte Chamot mit grosser Einfühlungsgabe. Eine wahre Zäsur bildete der zweite Teil seines Konzerts. Eine frappante Überraschung. In der Suite Sz 81 «Im Freien» von Béla Bartok mit wohl für viele ungewohnten Klangfarben und -mischungen, mit strengen Rhythmen und virtuosen Läufen konnte Dominic Chamot sein ganzes Können zeigen. Eine bravouröse Leistung, die mit grossem Applaus bedacht wurde.

Harmonierten: Geiger Ahmed Pyshtiyev und Walter Prossnitz am Flügel.

Harmonierten: Geiger Ahmed Pyshtiyev und Walter Prossnitz am Flügel.

Dominic Chamot am Flügel

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