Rigi Anzeiger

Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 36 185, mit 40 000 Leserinnen und Lesern, und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Urchiger, unübersehbarer Rooter

Menschen im Gespräch, diesmal mit dem «Schteigröbu».

«Schteigröbu»

«Schteigröbu»

Geboren 1982 im seinerzeitigen Hotel Rössli, aufgewachsen in einer Scheune im Dorf und dort auch noch zu Hause. Das sind die wenigen Daten eines bekannten Einwohners von Root. Er ist aber nur an wenigen Tagen im Jahr auf den Strassen und in den Lokalen zu sehen. Wir reden vom «Schteigröbu», einer unübersehbaren Fasnachtsfigur. «Mit 36 Jahren bin ich wohl einer der jüngeren in der Fasnachtskultur», sagt der zwäge «Gröbu». Entstanden ist er und seine weiteren Kollegen nach einer Idee und auf Anregung von ein paar engagierten Feuerwehrleuten (fast alle aus der Motorspritzen-Abteilung). Noch vor der 1983 gegründeten Rooter Fasnachtsgesellschaft, der ROFA, hatten die ersten «Schteigröbu» 1982 ihren Auftritt.

Die Figur soll an die Männer erinnern, die seinerzeit in über 30 Steinbrüchen am Rooterberg qualitativ hochwertigen Sandstein abbauten. Die rauhen Gesellen sorgten nach dem schweren Arbeitstag im Dorf hie und da für eine recht bodenständige Atmosphäre und Turbulenzen. Das wird im wilden Aussehen des «Schteigröbu» nachempfunden. «Das aber nur mit dem Aussehen», doppelt der «Gröbu» nach und sinniert weiter «die meisten begrüssen mich mit ‹Sali Gröbü›, nur ab und zu ein Kind fürchtet sich vor mir!»

Einheitlich eingekleidet
Die erste Version des Gwändli hielt sich 26 Jahre. Dann war eine Erneuerung fällig. Verschiedene Versionen, Puppen auf den Leib geschneidert machten den Entscheid leichter. Das aktuelle Erscheinungsbild seit 2008 besteht aus Maske mit Perücke aus echtem Fell, Fellüberwurf, Hemd und Stulpen und echtem Kuhfell-Gürtel mit Reh-Horn als Verschluss. Diese Kombination wird den Mitgliedern ausgeliehen. Das alles gehört dem 2015 gegründeten Verein – vorher war es eine Wagengruppe. Wer den Austritt gibt, den Verein verlässt, muss alles wieder abgeben. Einen Holzstecken und einen Haaraff (Tornister), kann sich jeder selber besorgen (lassen). «Schteigröbu» – Frau und Mann – werden kann, wer 18 Jahre zählt. Ein Götti oder eine Gotte helfen beim Einstieg und bei den Gepflogenheiten der «Gröbu». Kinder dürfen unter Aufsicht mitlaufen.
Ohne gute Seelen geht es nicht
«Den grössten Teil des Jahres hänge ich in irgendeinem Kleiderkasten, auf dem Estrich oder im Keller, was halt zu meinem Leben gehört!» Umso mehr freue er sich, wenn des dann endlich losgeht mit der Fasnacht. Stets auf der Agenda stehen die Umzüge in Root und Inwil. Aber auch das Narrentreffen in Willisau oder das Brauchtums und Maskentreffen in Baar gehören zum Programm der «Schteigröbu». Seit der Vereinsgründung wird in der «Gröbu-Hütte» unserem Vereinslokal eifrig genäht, gesägt, geschraubt und gebastelt. Ohne all die guten Seelen und den Vorstand, würde vieles nicht funktionieren.

Was Mann/Frau als «Gröbu» erwartet
«Auch wir «Gröbus» – wie andere Vereine – stossen an die Grenze des Machbaren und freuen uns über jede Unterstützung. Darum: Liebst du geselliges Zusammensein, kreatives Arbeiten und fasnächtliches Treiben – dann kannst (darfst) du dich gerne beim «Schteigröbu» einschreiben.»

Schön sei jeweils der Zusammenhalt der Chrampfer zu sehen, wenn sie sich nach Arbeitsschluss im «Hasestübli» zu einem Bier und zu einer von «Gröblerinnen» mitgebrachten Verpflegung treffen. Wichtig ist bei all dem «Chrampfe», dass das Zusammensein und das Kulturgut der Fasnacht gepflegt und gefördert wird. Das erinnert doch wieder ein wenig an die seinerzeitigen Gesellen, die am Rooterberg in den Steinbrüchen arbeiteten und sich ihr Feierabendbier – oder war es damals mehr Most und Schnaps? – verdient hatten.
Marlis Jungo

Als nächsten Gast in der Rubrik «Menschen» wird Iren Kiser, Jodellehrerin und Chorleiterin des Zentralschweizerischen Jodelverbandes aus Ebikon erzählen.

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