Rigi Anzeiger
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Verein Chance Rontal löst sich auf

Die Rontaler Gemeinden sollen in LuzernPlus übergehen

An der GV. vom 15.4. beantragt der Verein Chance Rontal bei seinen Mitgliedern die Vereinsauflösung und den Übertritt in das Gebietsmanagement Luzern-Ost des Gemeindeverbandes LuzernPlus. Über die Konsequenzen dieses zukunftsträchtigen Schrittes nehmen Toni Gysi, Co-Präsident des Vereins Chance Rontal, und Kurt Sidler, Geschäftsführer von Luzern Plus Stellung.

Toni Gysi: Sinnvolle Aufgaben wurden nicht erkannt

 1 aufhänger Foto Toni Gysi

Toni Gysi, die Existenz von Chance Rontal wurde nach Beurteilung einer Vorstudie als nicht mehr zweckmässig bezeichnet. Was ist darunter zu verstehen?
Nicht zweckmässig ist vielleicht ein wenig zu hart ausgedrückt. Es zeigt sich aber, dass zwischen der Vereinsorganisation von Chance Rontal und der Organisa-tion von LuzernPlus sehr viele gemeinsame Schnittpunkte bestehen. Die Organisation von LuzernPlus ist noch eine junge Organisation, welche sich aber schneller entwickelt hat, als jene von Chance Rontal. Auch daher gibt es die Überlegung der nicht mehr «zweckmässigen Institution».

Gibt lediglich die Nichtzweckmässigkeit Anlass zur Vereinsauflösung oder führen andere Gründe zu diesem Entschluss?
Bereits vor drei Jahren haben wir uns im Verein die Existenz-Frage gestellt. Damals haben wir in einem breit angelegten Workshop versucht, die für den Verein möglichen zukünftigen Aufgaben zu definieren. Als bestes Vorhaben wurde daraus das Projekt «Vorstudie für eine koordinierte Umsetzung räumlicher Planungsinstrumente im Rontal» initialisiert. Die Vorstudie liegt nun seit September 2012 vor. Und für dieses Jahr ist die Umsetzung geplant. Die Vorstudie zeigt aber auf, dass für die Umsetzung ein Gebietsmanager Luzern-Ost die bessere Einrichtung ist, als die Strukturen von Chance Rontal. Mit der Einsetzung eines Gebietsmanagers Luzern-Ost durch LuzernPlus wird natürlich weiterer Wind aus den Segeln für Chance Rontal genommen. Die Problematik der gemeinsamen Aktivitäten im Rontal von Chance Rontal und LuzernPlus wird noch weiter akzentuiert.

Aus dem damaligen Workshop sind aber keine weiteren sinnvollen Aufgaben für den Verein Chance Rontal erkannt worden. Wir bewegen uns schon seit geraumer Zeit auf einem eher kritischen Weg, was die Daseinsberechtigung von Chance Rontal anbelangt. Soviel Eigenkritik muss wohl sein.

Wird mit der Vereinsauflösung die Marke Future Valley Lucerne ebenfalls verschwinden oder in den Verband LuzernPlus übergehen?
Die Marken-Rechte sind weiterhin gewährleistet und werden auch weiterhin in Anspruch genommen. Die Marke wird im Rahmen der Einsetzung des Gebietsmanagers Luzern-Ost an LuzernPlus zweckgebunden übergehen.

Was bedeutet die Integration von Chance Rontal (Future Valley Lucerne) in den Gemeindeverband LuzernPlus konkret?
Chance Rontal wird ja nicht in LuzernPlus integriert. Der Verein Chance Rontal wird aufgelöst und mit dem verfügbaren Eigen-Kapital wird der Gebietsmanager Luzern -Ost als Organ von LuzernPlus für die Startphase finanziell unterstützt. Damit ist sichergestellt, dass die ursprünglichen Interessen von Chance Rontal sowie das lancierte Raumplanungs-Projekt mit der Vorstudie weiter verfolgt werden.

Was erhoffen sich die Gemeinden davon?
Für die Gemeinden ist der Ablauf für die Umsetzung des Projektes einfacher, weil es nur noch einen Ansprechpartner mit LuzernPlus und dessen Gebietsmanager Luzern-Ost geben wird.

Viel Geld wurde in den Aufbau des Vereins Chance Rontal und seiner Marke Future Valley Lucerne investiert. Ist das nicht aus dem Fenster geworfenes Geld?
Die bisherigen Vereinsbeiträge wurden ganz besonnen und zweckmässig eingesetzt. Natürlich hat der Aufbau des Vereins und die Entwicklung samt Registrierung der Marke «Future Valley Lucerne» einiges an Investitionen benötigt. Die Ergebnisse lassen sich aber auch sehen: Der Rontalzubringer als Haupt-Aktivität des Vereins ist erfolgreich in Betrieb. Der Verein als Netzwerk zwischen Gemeinden/Behörden/Politik und der Privatwirtschaft funktioniert bis heute gut. Das Projekt für die Harmonisierung und Koordination der Raumplanung im Rontal ist mit einer Vorstudie erfolgreich aufgegleist. Und schliesslich bleibt zu erwähnen, dass dank dem besonnenen Umgang mit den finanziellen Mitteln, der Verein über ein attraktives Vereinsvermögen verfügt, welches es nun sinnvoll in die Zukunft für das Rontal zu investieren gilt.

 

Kurt Sidler: Unterschiedliche Interessen sind zu bündeln

1 aufhänger Kurt Sidler 5550

Kurt Sidler, welche Massnahmen möchte LuzernPlus in naher Zukunft zur Verstärkung des neuen Gebietes Luzern-Ost ergreifen?
Die Hauptaufgaben liegen in der Zusammenarbeit mit Schwerpunkt Entwicklung der Gemeinden. Dabei liegen die Interessen des gesamten Rontals im Fokus. Für ein geordnetes Wachstum erachten wir eine Koordinationsstelle als sehr wichtig.

Bekanntlich haben die Gemeinden im Rontal unterschiedliche Interessen. Glauben Sie, dass die Integration in LuzernPlus diese bündeln kann?
Das ist tatsächlich eine grosse Herausforderung. Aber bei dieser Riesenentwicklung und Schnelllebigkeit, in der wir uns heute befinden, kommen wir nicht darum herum, die Interessen zu bündeln und eine gemeinsame Entwicklung voranzutreiben. Das geht nur in kleinen Schritten. Im Gebiet LuzernSüd ist es uns gelungen, ein gemeinsames Entwicklungsleitbild zu erstellen.

Welche Gemeinden schliesst das neue respektive dritte Gebiet des Gemeindeverbandes LuzernPlus mit ein?
Alle Rontaler Gemeinden Ebikon, Dierikon, Root, Gisikon, Honau, Buchrain plus Inwil, Adligenswil und Udligenswil.

Wer wird als möglicher Gebietsmanager Luzern-Ost ernannt?
Diese Stelle wird demnächst öffentlich ausgeschrieben.

Sind nebst Luzern-Süd, -Nord und -Ost weitere Gebietsmanagements vorgesehen?
Das ist nicht der Fall, denn das Agglomerationsprogramm der zweiten Generation sieht diese drei Subzentren vor.

 

Der Verein Chance Rontal (Future Valley Lucerne) wurde im Februar 2003 von den vier Rontaler Gemeinden Ebikon, Buchrain, Dierikon und Root sowie grossen Unternehmungen im Rontal gegründet. Zwischenzeitlich sind auch die Gemeinden Gisikon und Honau sowie eine Vielzahl weiterer Mitglieder aus Wirtschaft, Gewerbe und Politik dazu gestossen. Gemeinsame Entwicklungsstrategien und ein offenes Netzwerk bilden die Kerninhalte des Vereins. Infos: www.futurevalleylucerne.ch

Der Gemeindeverband LuzernPlus ist Anfang 2010 aus dem Zusammenschluss des Regionalplanungsverbandes Luzern (RPV) und des Vereins LuzernPlus entstanden und ist der anerkannte regionale Entwicklungsträger für die Gemeinden der Region Luzern. Dem Verband gehören 25 Gemeinden mit über 230000 Einwohnerinnen und Einwohnern an. Siehe auch unter www.luzernplus.ch

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