Rigi Anzeiger
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Vergleiche zwischen Spitzensport und Schulwelt

Eröffnungskonferenz der Rischer Schulen

Anlässlich der traditionellen Schuljahres-Eröffnungskonferenz am letzten Freitag, 16. August 2013 zog der Bündner Gian Gilli mit einem spannenden Referat 133 Rischer Lehrpersonen in seinen Bann. Der Leiter von Swiss Olympic und der Schweizer Delegation Sotschi 2014 erzählte von Spitzensportlern und verteilte Führungs-Tipps, von denen sich einige auch im Umgang mit Schulkindern anwenden lassen.

Gian Gilli, der seit ein paar Jahren in Risch wohnt, schaute während seines eineinhalb stündigen Vortrags nicht einmal auf ein Blatt Papier. Mit dem charismatischen Bündner stand ein Redner auf der Dorfmatt-Bühne, der lediglich seinen beeindruckenden Erfahrungsschatz öffnen musste, um die volle Aufmerksamkeit der Rischer Lehrerschaft zu erhalten. «Es gibt für mich nichts Schöneres, als mit jungen Menschen zu arbeiten und gemeinsam in Extremsituationen bestehen zu können», schwärmte Gian Gilli. Dabei seien nicht die Tagesform des Spitzensportlers oder die Sponsorengelder matchentscheidend, sondern das Selbstmanagement sowie die Gedankensteuerung des Athleten. «Wenn sich ein Sportler am Start fragt, was er den Journalisten erklären könnte, falls er versagen würde, ist er bereits verloren!» Nicola Spirig habe sich schon lange vor ihrem letztjährigen Sieg im Marathon in London mit exakt der Situation befasst, die am Schluss des Rennens eintrat: Vier Läuferinnen konnten sich absetzen. «Spirig kam nie auf den negativen Gedanken, dass sie den undankbaren vierten Platz holen könnte, sondern fokussierte ausschliesslich auf den Sieg. Diese glasklare Gedankensteuerung half ihr enorm, diese fantastische Goldmedaille zu gewinnen!», erklärte Gian Gilli.

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«Früh Verantwortung geben»

Siegen kann im Spitzensport in der Regel nur einer, weshalb die meisten Athleten oft mit Niederlagen konfrontiert werden. Auch Gian Gillis Karriere weist Rückschläge auf: Als Schüler wurde er einmal von der Schule geworfen, weil er damals den Sinn des Lernens noch nicht erkannte. Letztes Jahr scheiterte er trotz enormen persönlichen Engagements mit «seiner» Olympiakandidatur St. Moritz beim Bündner Stimmvolk. «Wenn man sich der Messbarkeit stellt, kann man auch verlieren. Trotzdem sollte man jungen Leuten so früh wie möglich Verantwortung übergeben, damit sie die Gelegenheit zur Bewährung erhalten. Auch im Schulalltag beruht die Motivation zu hundert Prozent auf Eigenleistung. Klärt mit den Schulkindern zuallererst die Sinnfragen, danach ergibt sich die Motivation von alleine», empfahl Gian Gilli den Rischer Lehrpersonen. Diese bedankten sich mit lange anhaltendem Applaus für den interessanten Auftritt.

Michael Fuchs, der die Rischer Schulen zurzeit ad interim als Rektor führt, bat anschliessend 18 neue Lehrpersonen auf die Bühne, um sie herzlichst an ihrer neuen Wirkungsstätte zu begrüssen. Die Schulleiterinnen und Schulleiter Anita Sidler (Team Nord), Nick Jud (Oberstufe, Team Ost), Brigitta Schwegler (Team West) und Michael Fuchs (Team Süd) stellten im zweiten Teil der gelungenen Veranstaltung die bevorstehenden Schulentwicklungs-Projekte vor.