Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Verschuldung reduzieren

Weggis: 83 Stimmbürgerinnen und -bürger nahmen an der Budget-Gemeindeversammlung in der Mehrzweckhalle Sigristhofstatt teil. Das sind nur drei Prozent von 2840 Stimmberechtigten, aber an engagierten Voten fehlte es nicht.

Gemeinderätin Esther Pfründer, Leiterin Ressort Finanzen, präsentierte ausführlich und souverän die Budgetbotschaft 2016.

Gemeinderätin Esther Pfründer, Leiterin Ressort Finanzen, präsentierte ausführlich und souverän die Budgetbotschaft 2016.

jp. Einleitend informierte der Gemeindepräsident, Kaspar Widmer, kurz und prägnant über den Stand der Massnahmen zur Behebung von Naturgefahren, das Asylwesen und die geplante 900-Jahr-Feier im 2016. Dann trat die Finanzvorsteherin, Esther Pfründer, zur Erläuterung der finanzpolitischen Strategie, des Finanz- und Aufgabenplans 2016 – 2020, des Jahresprogramms 2016 und des Voranschlags 2016 ans Mikrofon. Mit ruhiger Stimme, kompetent und sachlich informierte sie mit Fakten und Zahlen über die traktandierten Finanzgeschäfte. Bei der Präsentation des Aufgaben- und Finanzplans meldeten sich verschiedene Votanten. Es wurden Widersprüche ins Feld geführt. Einerseits wird eine lange Investitionsliste vorgelegt und als Ziel vorgegeben, dass alle Projekte ohne Neuverschuldung realisiert werden müssten. Auf der gegenüberliegenden Seite der Budgetbotschaft ist zu lesen, dass grössere Investitionen erneut einen Anstieg der Verschuldung zur Folge habe. Ein anderer Bürger brachte die Ziele und Aussagen des Gemeinderates zum Abbau der Schulden in den Budgetbotschaften der letzten drei Jahre aufs Tapet. Er vertrat die Meinung, dass die Zielsetzungen zum Schuldenabbau nicht erfüllt seien. Der Trend zu Neuverschuldungen mache ihm Sorgen. Es kamen Fragen auf wie: Wo will der Gemeinderat in den nächsten Jahren sparen? Wie will er Schulden abbauen? Wann muss der Steuerfuss erhöht werden? Ein Sprecher wollte gar den Antrag stellen, die Finanzkompetenzen des Gemeinderates zu beschneiden. Doch diese sind in der Gemeindeordnung festgelegt.

Mehrheitliche Zustimmung
Die Leiterin des Ressorts Finanzen, Gemeinderätin Esther Pfründer, zeigte nicht nur rhetorisches Stehvermögen, sondern auch physisches. Mehr als hundert Minuten stand sie am Rednerpult, gab Auskünfte und nahm die kritischen Bemerkungen der Bürgerschaft zuhanden des Protokolls entgegen. Sie erwähnte, dass der Finanzplan eine mittelfristige, rollende Planung und laufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen anzupassen sei. Nach der Detailberatung des Budgets konnte der Gemeindepräsident zu den Abstimmungen übergehen. Alle traktandierten Geschäfte sind von den Stimmberechtigten einstimmig oder mehrheitlich genehmigt worden. Auch der Steuerfuss mit 1.55 Einheiten.