Rigi Anzeiger
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Verwandlungskünstler auf der Bühne

Dorf-Theater-Meggen spielt Komödie «Lifting»

Zuerst das normale Alter. Dann 20 Jahre jünger in Jeans. Wieder alt mit Glatze und Schnauz. Dann ganz jung in Badehose. Anschliessend sehr alt mit Stock. So verwandelt sich der Hauptdarsteller Alex Gretener in der Rolle von Max Meier im Dreiakter «Lifting» Die Komödie um das Altwerden und den Jugendwahn von Pierre Chesnot gibt verblüffende Antworten

Rosen ranken an einer Säule des gediegenen Sommerhauses in Südfrankreich empor. Ein Gartenbrunnen plätschert dahin. Max Meier, gespielt von Alex Gretener, steht als Frührentner mit seiner Bediensteten, Madame Robert (Anita Frei), mit der Gartenschere da, von seinem Betrieb mit 60 in Pension geschickt, verlassen von seiner Frau. Ein Tiefpunkt in seinem Leben. Ein Leben lang hat er sich für Bip-Bip-Uhren und seine Frau abgerackert. In dieser schwierigen Situation lernt er seinen Nachbarn, den Schönheitschirurgen Dr. Ferenbach (Toni Zemp), kennen. Dieser schwärmt Max Meier vor, alt werden sei nicht mehr in Mode. Mit den Errungenschaften der letzten Jahre auf dem Gebiet der Chirurgie, der Hormone, der Diäten und der Transplantationen verfüge man über ein wunderbares Arsenal, das Altern zu bekämpfen. «Stellen Sie sich vor. Sie schauen in den Spiegel und Sie sehen jemanden, der 20 Jahre jünger aussieht. Sofort ist die Energie wieder da – und mit der Energie der Elan und die Gesundheit!»

«Ja, wenn ich 20 Jahre weniger hätte, dann würde ich sofort wieder in die Politik einsteigen bei der P.F.S.!» äussert sich Max voller Überzeugung. Max geht durch alle Abteilungen Ferenbachs, mit frappierendem Erfolg. Max sieht nicht nur 20 Jahre jünger aus, er fühlt sich auch so. Und prompt entdeckt er die Tochter Alexandra (Claudia Gamma) eines Nachbarn und verliebt sich. Diese erwidert die Zuneigung, und es entfaltet sich eine spassige Liebesgeschichte mit allerlei grotesken Zwischenfällen. Schliesslich soll der muntere Max sogar noch das Unternehmen des zukünftigen, aber schon sehr betagten Schwiegervaters (Walti Brunner) übernehmen. Zur grossen Überraschung kreuzen auch noch zwei ältere Megger Damen auf, Babette Kummer (Ursula Egli) und Annemarie Fröhlich (Anita Fuchs), die sich ihre Gesichter auch neu schneidern lassen wollen. Das Resultat ist verblüffend. Das mehrmalige überraschende Auftauchen der Ex-Frau Juliette (Christine Gersching) bringt Max immer wieder in heikle Situationen. Als Verwandlungskünstler weiss er diese aber elegant zu meistern. Als dann aber auch noch die Tochter Marion (Anita Näpflin) seiner Angebeteten auf dem Gelände des Sommerhauses erscheint, wird klar, dass deren Mutter auch nicht mehr die Jüngste sein kann. So tauchen unverhoffte Hindernisse auf, bevor die ersehnte Hochzeit zwischen Max und Alexandra stattfinden kann.

Unter der Regie von Hansjörg Engler laufen die Schauspieler und Schauspielerinnen zu einer wahren Meisterleistung auf. Mit Komik, Gestik und viel Witz meistern sie ihre Bühnenrollen und lassen das turbulente Geschehen um die Verjüngung zu einem Erlebnis werden. Dafür garantiert auch Pierre Chesnot, der einer der erfolgreichsten französischen Lustspielautoren ist. Sein Name ist zum Gütezeichen für witzig-komische, aber immer geschmackvolle Unterhaltung geworden.

Infos unter www.dorf-theater-meggen.ch

 

Aufführungen:
Samstag, 29. März, 20 Uhr
Freitag, 4. April, 20 Uhr
Samstag, 5. April, 20 Uhr
Mittwoch, 9. April, 20 Uhr
Freitag, 11. April, 20 Uhr
Samstag, 12. April, 20 Uhr
Sonntag, 6. April, 17 Uhr

Theaterküche im Foyer ab 18 Uhr, am Sonntag ab 15 Uhr.

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Das Megger-Dorf-Theater-Team nach der Hauptprobe.