Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Verwegene Taucher

Immensee: Am 26. Dezember, bei 5° Wasser- und 5° Lufttemperatur sprangen mehrere Taucherinnen und Taucher zum traditionellen «Weihnachtstauchgang» in den Zugersee.

Die Mitglieder des «Tauchklubs Mola» haben es sich zur Tradition gemacht, immer am Stephanstag in irgend einen See in der Zentralschweiz abzutauchen. Dieses Jahr war der Baumgarten bei Immensee der Austragungsort. Die paar Menschen, die dort zuschauten, ergriff das kalte Schaudern, als sie Frauen und Männer in ihrer hautengen Bekleidung ins Wasser steigen und darin verschwinden sahen. «Für geübte und erfahrene Taucher ist das kein Problem», erklärte der Leiter der Gruppe, Kurt von Arx. «Allerdings», gab er zu, «nach 45 Minuten hatte ich genug der Kälte getankt.» Es gab aber solche, die haben es 70 Minuten ausgehalten. Auf die Frage, was es denn da zu sehen gebe, sagte von Arx: «Bis auf 20 Meter Tiefe nichts, weil das Wasser sehr trübe ist. Den beleuchteten Tannenbaum, den ich in etwa 10 Meter Tiefe platziert habe, den haben nur die wenigsten gesehen. Allerdings unterhalb von 20 Metern, war das Wasser glasklar, und da gibt es immer etwas zu sehen.» Eine schweizweit gültige Vorschrift erlaubt beim Klubtauchen maximal 40 Meter Tauchtiefe, für Anfänger sogar nur 18 Meter. Die erfahrenste Taucherin in der Gruppe schafft pro Jahr rund 200 Tauchgänge, was sie mit Eintragungen im Logbuch und mit dem Aufzeichnungen im Tauchcomputer belegen kann. Über jeden Tauchgang wird Buch geführt.

Sie springen lieber ins kalte Wasser, als in der warmen Stube zu hocken...

Sie springen lieber ins kalte Wasser, als in der warmen Stube zu hocken…

Mola ist ein Monsterfisch
Für den Namen ihres Klubs haben die Zentralschweizer Tauchfreunde den Namen eines wahren Monsterfisches gewählt, den Mola (Mondfisch). Es ist der schwerste Knochenfisch der Welt, misst über drei Meter in der Länge und kann über zwei Tonnen schwer werden. Da er in Tiefen bis 500 Meter vorkommt, haben ihn wohl nur wenige Taucher je gesehen. Allerdings fällt er sich auch hie und da an der Wasseroberfläche auf, um zu «sünnele», allerdings nicht in unseren Seen, sondern nur im offenen Ozean. Text & Bild Felix von Wartburg