Rigi Anzeiger
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Verzicht auf Energiestadtlabel

Inwil trifft Sparmassnahmen und plant ab 2015 eine Steuererhöhung

Die finanzielle Situation in Inwil ist angespannt, aber nicht dramatisch. Um grössere Löcher zu verhindern, hat der Gemeinderat sämtliche Budgetposten für das kommende Jahr auf ein Minimum gekürzt. Weitere 4200 Franken kann sie einsparen, weil die Versammlung den Prozess zum Energiestadtlabel ablehnte.

«Die sieben fetten Jahre sind vorbei», verkündete Gemeindepräsident Josef Mattmann eingangs der Gemeindeversammlung: «Wir wollen aber keine Panik machen, denn wir verfügen noch über genügend Eigenkapital.» Finanzvorsteher Gregor Jung verkündete daraufhin die Hiobsbotschaft: «Der Gemeinderat plant für 2015 die Festsetzung eines Steuersatzes von 2,0 Einheiten.» Als Gründe nannte er die minderen Steuereinnahmen. Ausserdem war bereits der Botschaft zu entnehmen, dass die Rechnung 2013 mit einem höheren Aufwandüberschuss als den budgetierten 790 000 Franken ausfallen wird. Für 2014 rechnet der Gemeinderat mit einem Minus von mehr als 820000 Franken. Trotz Sparmassnahmen. Jung dazu: «Wir haben einiges gekürzt. Es gibt keine Lohnerhöhung für die Gemeinderäte und das Verwaltungspersonal.»

4200 Franken hatte der Gemeinderat für den Energiestadtprozess budgetiert. Roman Schwitter, Präsident der FDP Inwil, argumentierte dagegen: «Wir haben den Eindruck, dass das der Gemeinde keinen Mehrwert bringt.» Er beantragte diesen Betrag zu streichen. Mit 44 gegen 41 Stimmen kam die Versammlung diesem Antrag nach. Deutlicher fiel der Mehrheitsentscheid bei der Zustimmung für das Budget 2014 mit einem Steuerfuss 1,9 Einheiten aus.

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Gemeinderätin Lisbeth Buchmann (links) und Estelle Walpen.

 

Bekanntlich hat REAL den Verbandsgemeinden 20 Millionen Franken aus ihrem Gewinn des Jahres 2012 den Verbandsgemeinden ausgezahlt. Inwil erhält 285000 Franken. Mit einem Teil des Betrages wollte der Gemeinderat einen Spezialfonds für Umwelt- und Energieprojekte bilden und den Rest von 85000 Franken der Spezialfinanzierung Entsorgung gutschreiben. Mit letzterem hätten die Grundgebühren für den Kehricht voraussichtlich für die nächsten zwei Jahre reduziert werden können. Hier fand die FDP, dass der gesamte Betrag in den Spezialfonds fliessen soll und fand damit ebenfalls eine mehrheitliche Zustimmung. 130000 Franken aus dem Spezial-fonds hat der Gemeinderat bereits in der Investitionsrechnung 2014 für die Erneuerung der Heizanlage im Gemeinde- und Pfarreizentrum Möösli festgelegt. Er erhofft sich dadurch jährliche Ersparnisse von rund 8000 Franken.

Die knapp 18-jährige Estelle Walpen hatte im September dieses Jahres im 200-Meter-Sprint der U18 den Schweizermeistertitel mit einem Vorsprung von vier Hundertstel Sekunden gewonnen. Dazu gratulierte ihr der Gemeinderat mit einem Gutschein eines Sportgeschäftes. Walpen verriet während eines Interviews mit dem Leichtathletik-Trainer des TV Inwil, Roland Studer, dass sie drei von vier Trainings in der Woche in Inwil absolviert. «Seit wir die neue Halle haben, ist das Lauftraining hier recht gut», äusserte die Schweizermeisterin. Ihrem Sport will sie vorerst treu bleiben und strebt als nächstes Ziel die Titelverteidigung an. Viel Freizeit bleibt ihr nicht, denn sie absolviert zurzeit auch noch die kaufmännische Lehre bei der Stiftung Rodtegg in Luzern.