Rigi Anzeiger
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Vielfältiges Geschnatter auf dem Rotsee

Wasservögel-Exkursion mit dem Frauennetz Ebikon

Vielfältig ist die Vogel- und Tierwelt an der Ron, auf und rund um den Rotsee. Das zeigte die Exkursion des Frauennetz Ebikon zusammen mit dem Hobby-Ornithologen und freiwilligen Mitarbeiter der Vogelwarte Sempach, Martin Buchs aus Ebikon, auf.

Singvögel wie Meisen, Finken, Rotkehlchen, Zaunkönig, Amsel usw. beleben vor allem die Ron. Von Martin Fuchs gab es an diesem Morgen viel zu erfahren. Ringelnattern leben ebenfalls hier. Enorm war die Zahl der Enten, allen voran die Stock-, Löffel- und Tafelenten. Krickenten versteckten sich am liebsten in der Nähe von Stauden.

Martin Buchs zeigte auf, wie die verschiedenen Enten durch ihre Grösse, dem Federkleid, dem Schnabel usw. erkannt werden können. Im Winter sind die Männchen und Weibchen klar zu unterscheiden. Wenn im Sommer die Enten ihre Federn wechseln (Mauser genannt), gleicht sich die Farbe der Männchen jener der Weibchen an. Der Schnabel kann zu diesem Zeitpunkt das einzige Erkennungsmerkmal sein. Als sich etwas Schlankes, Hellbraunes aus dem Gebüsch erhebt, vermutete Martin Buchs einen Mauswiesel. Das Tier entpuppte sich jedoch sekundenspäter als Katze.

Die Exkursions-Teilnehmer durften zwei Turteltauben durch das Fernrohr beobachten. «Die schmüsele» oder «sie schnäbele» vermuteten zwei Frauen. Mitten unter den zahlreichen Enten tummelten sich ein paar Blesshühner. «Sie sind die streitsüchtigsten Vögel», sagte der Hobby-Ornithologe. Friedlich hingegen wirken die Tafelenten, die sich vom Wasser treiben lassen. So sparen sie Energie. «Sie ruhen den ganzen Tag, fliegen zur Dämmerzeit nach Küssnacht zum Fressen und kehren wieder zurück», erklärte Martin Fuchs. Zur Entzückung der Exkursions-Teilnehmer tauchte auch noch ein flink kletterndes Eichhörnchen auf.

Tote Bäume als Lebensraum

Es sind nicht nur die Vögel und andere Lebewesen, auf die Martin Buchs aufmerksam machte. Er zeigte auch auf, dass abgesägte Bäume und Äste nicht immer weggeräumt werden sollten. Sie sind wichtig für die Vögel, weil sie sowohl Lebensraum wie auch eine Nahrungsgrundlage durch die sich daraus entwickelnden Insekten und Larven bilden.

Erläuterungen gab es an dieser Exkursion bezüglich Spaziergängern mit frei laufenden Hunden. Martin Buchs dazu: «Das Problem ist, dass sie die Vögel von den Brutstätten vertreiben. Und so manche Brut starb, weil sie der Kälte keinen Widerstand leisten konnte.»

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Martin Buchs (r.) zeigte eine vielfältige Vogelwelt auf.

Wasservögel-3
Das Blesshuhn schwimmt seine Runden …

Wasservögel-2
… die Stockente auf der Ron.