Rigi Anzeiger

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Von der Deponie zur grünen Wiese

Ebikon: Die Firma Gloggner AG in Perlen möchte im Gebiet Stuben eine Deponie für sauberes Aushub- und Ausbruchmaterial errichten und diese dann rekultivieren. An einer Informationsveranstaltung vom vergangenen Montag wurden insbesondere Bedenken bezüglich der Immissionen und Fahrten geäussert.

Diese Luftaufnahme zeigt das Gebiet Stuben mit der vorgesehenen Deponiezone (rot) und dem Deponieperimeter (gelb). Letzteres ist jene Fläche, die die Firma Gloggner für sauberes Aushub- und Abbruchmaterial wirklich nutzen will. Bild ilu AG Horw

Diese Luftaufnahme zeigt das Gebiet Stuben mit der vorgesehenen Deponiezone (rot) und dem Deponieperimeter (gelb). Letzteres ist jene Fläche, die die Firma Gloggner für sauberes Aushub- und Abbruchmaterial wirklich nutzen will. Bild ilu AG Horw

cek. Im Gebiet Stuben gab es bereits eine Deponie. Doch wächst hier Gras, das nicht für die Landwirtschaft genutzt werden kann. Für die Firma Gloggner lag deshalb nah, denselben Standort für eine Deponie zu nutzen, auf dem Aushub- und Ausbruchmaterial aus der Region und mittels kurzen Transportwegen abgelagert werden kann. Das geschieht in zwei Etappen und in einem Zeitraum von 7 bis 8 Jahren. Anschliessend wird die Deponie rekultiviert, das heisst der Boden verbessert in Fruchtfolgequalität, so dass er landwirtschaftlich genutzt werden kann.

Zuerst Zonenplanänderung
Die Fläche auf der die Deponie zu stehen kommen soll, beträgt 7,4 Hektaren. 5,6 Hektaren davon werden jedoch für die Ablagerung von Aushub- und Ausbruchmaterial genutzt. Um die Deponie zu realisieren ist zuerst eine Umwandlung von einer Landwirtschafts- in eine Deponiezone nötig. Eine öffentliche Mitwirkung fand bereits statt und der entsprechende Bericht des Gemeinderates Ebikon liegt vor. In einem nächsten Schritt wird die Teilzonenplanänderung koordiniert mit dem Baugesuch voraussichtlich im Herbst öffentlich aufliegen. Ein Umweltverträglichkeitsbericht wurde ebenfalls bereits erstellt und ein Lärmgutachten ist vorhanden.

Immissionen möglichst tief halten
Um die Deponie realisieren zu können, hat sich die Firma Gloggner AG zum Ziel gesetzt, dass die Umweltbelastungen (Luft, Lärm, Staub etc.) auf einem möglichst geringen Niveau zu halten. Sie geht ausserdem davon aus, dass pro Arbeitstag grob geschätzt 45 Lastwagenfahrten (je zirka 22 hin und zurück) durch den Deponiebetrieb generiert werden. Davon führen zwei Drittel durch Adligenswil und der Rest durch Ebikon. An der Informationsveranstaltung vergangenen Montag äusserten hierüber einige Personen beider Gemeinden Bedenken, auch hinsichtlich der Sicherheit der Schulkinder. Im Gespräch mit Josef Gloggner und der Firma ilu AG aus Horw, zeigte sich später, dass bezüglich der Fahrten Erklärungsbedarf besteht. Auch stellte sich heraus, dass das Wort Deponie von Negativem in der Vergangenheit behaftet ist. Die Bautätigkeit in der Region macht eine Deponie für sauberes Bauaushubmaterial vonnöten. «Im Kanton Luzern werden pro Jahr zwischen 1 bis 1,2 Millionen Tonnen Aushubmaterial abtransportiert», sagte Ruedi Baumeler vom uwe (Umwelt und Energie) des Kantons Luzern.

Anwohner wehren sich
Am selben Abend der Informationsveranstaltung erhielt der Ebikoner Gemeinderat eine von 120 Personen unterschriebene Petition. In dieser wehren sich Anwohnerinnen und Anwohner im Gebiet Schlössli- und Adligenswilerstrasse gegen die Deponie vor ihrer Haustüre bzw. mit An- und Zufahrtstrassen durch ihre Quartiere. Fortsetzung folgt…

 

Was ist eine Aushubdeponie Typ A?
Gemäss Abfallverordnung VVAE des Bundes dürfen auf Deponien und Kompartimenten des Typs A folgende Abfälle abgelagert werden, soweit sie nicht durch andere Abfälle verschmutzt sind: Aushub- und Ausbruchmaterial, sofern verwertbare Anteile vorgängig entfernt wurden; Kieswaschschlamm aus der Behandlung von Aushub- und Ausbruchmaterial; abgetragener Ober- und Unterboden, wenn er die Richtwerte nach den Anhängen einhält sowie Geschiebe aus Geschiebesammlern. Die erwähnten Abfälle wiederum müssen ebenfalls bestimmte Anforderungen erfüllen, die in der VVAE in Anhängen und Absätzen spezifisch definiert sind.

 

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