Rigi Anzeiger
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Von der katholischen Kirchgemeinde enttäuscht

Perlen/Buchrain: Wird das Kirchenzentrum St. Joseph an die Serbisch-Orthodoxe Kirche verkauft, erfährt sie einige Veränderungen. Das gefällt vielen nicht.  Enttäuschung macht sich zudem über das Verhalten des Kirchenrates anlässlich der Kirchgemeindeversammlung breit.


cek. Es sind nicht nur Perler, die sich gegen den Verkauf der Kirche St. Joseph an die Serbisch-Orthodoxe Kirche Luzern wehren, sondern auch Personen aus Buchrain wie Bernadette Degen: «Mir liegt diese Kirche am Herzen, genauso wie jene in Buchrain. Ich gehe jede Woche einmal hin und zünde eine Kerze an.» Sie setzt fort: «In der Schweiz gibt es kleine Gemeinden, die trotz wenig Geld eine Kapelle unterhalten. Zudem finde ich die Urnenabstimmung am 24. Januar 2016 zu verfrüht und ein Schnellschuss.» Als eine Erlösung betrachtet Bernadette Degen hingegen das Kaufangebot der Wohnbaugenossenschaft Fildern Ebikon-Luzern (der Rigi Anzeiger berichtete in seiner Ausgabe vom 4. Dezember darüber), weil diese die Kirche nicht verändert. Das ist bei der Serbisch-Orthodoxen Kirche nicht der Fall. Am meisten Bestürzung löst ihre geplante Änderung beim Altarraum aus. Der bisherige würde durch eine mit Bildern bedeckte Trennwand – auch Ikonostase genannt – verschwinden. «Der Altarraum sollte so bestehen bleiben, wie er ist. Überhaupt soll das Innere der Kirche nicht verändert werden», meint Robert Niffeler aus Perlen.  Auch Maria Baumgartner aus Buchrain findet keinen Gefallen an den Veränderungen und lehnt deshalb den Verkauf ab. Sie würde ebenfalls begrüssen, wenn die Wohnbaugenossenschaft Fildern ihr Projekt umsetzen kann. Sowohl Niffeler und Baumgartner sagen jedoch klar, dass sie nichts gegen die serbisch-orthodoxe Glaubensgemeinschaft haben. Bianca Thalmann, ehemaliges Kirchenratsmitglied Buchrain-Perlen bekundete bereits an der Kirchgemeindeversammlung, dass sie sehr wohl verstehe, dass die Kirchgemeinde nicht drei Kirchen unterhalten kann. Sie äusserte ferner: «Ob aber der eingeschlagene Weg der Richtige ist, bezweifle ich. Zudem muss nebst dem Verkauf der katholischen Kirche Perlen auch für die alte Dorfkirche in Buchrain eine neue Nutzung gesucht werden.» Seit 2006 stellt die Kirchgemeinde Buchrain-Perlen die Dorfkirche der Serbisch-Orthodoxen Kirchgemeinde Luzern zur Verfügung. Sie wird vor allem für Gottesdienste genutzt. Doch stören sich viele Dorfbewohner am Mehrverkehr, der dadurch entsteht.

Mangelnder Respekt vor dem Mitmenschen
«Die Art und Weise, wie das Traktandum zum Verkauf der Perler Kirche an der Kirchgemeindeversammlung über die Bühne ging, ist untypisch für diese Zeit», meinte Bernadette Degen noch. Enttäuscht ist auch Georges Thalmann, Präsident der Wohnbaugenossenschaft Fildern Ebikon-Buchrain. Er sagt: «Es ist doch schade, dass nur unser Vorschlag im Kirchenrat keine Akzeptanz fand. Ohne Kenntnis unseres Projektes reagierte der Kirchenratspräsident Peter Kaufmann nur mit negativen Argumenten. Ich frage mich als Katholik, wo ist da die Fairness und der Respekt vor dem Mitmenschen, wie er in der Bibel steht.» Thalmann bemängelt auch die Transparenz der Informationspolitik des Kirchenrates, die in der Pressemitteilung an die Medien nichts über das Kaufangebot der Wohnbaugenossenschaft erwähnte. Thalmann betonte ausserdem, dass die Wohnbaugenossenschaft den Charakter der Kirche auf jeden Fall beibehalten würde.

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Der Altarraum der Kirche St. Joseph in Perlen heute (l.) und wie er nach dem Verkauf an die Serbisch-Orthodoxe Kirche aussieht. Bilder zVg.

Der Altarraum der Kirche St. Joseph in Perlen heute (l.) und wie er nach dem Verkauf an die Serbisch-Orthodoxe Kirche aussieht. Bilder zVg.

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