Rigi Anzeiger
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Von Null auf gut 90

Wie wohnen im Alter – Ebikon sorgt vor

In Ebikon steht schon bald ein attraktives Angebot an Alterswohnungen zu Verfügung. Die Planung der Gemeinde und die Marktaussichten für private Investoren ergänzen sich gut – zum Wohl der älteren Menschen, die selbständig wohnen aber auch ein nahe gelegenes Dienstleistungsangebot in Anspruch nehmen möchten.

Zu einem Informationsabend über «Wohnformen im Alter – sind Wohngemeinschaften nur für Junge?» luden Kulturgesellschaft und Gemeinde Ebikon. Ruedi Leuthold von der Pro Senectute Luzern informierte generell über die vielfältigen, zum Teil trendigen Wohnformen und über die «Risiken und Nebenwirkungen» der Modelle.

Über die Situation und die Vorhaben in der Gemeinde informierte Sozialvorsteher Andreas Michel. In der Gemeinde kann man sich auf den Entwicklungsbericht «Alters- und Pflegeheime» stützen. Der Bericht prognostiziert eine Zunahme der 80jährigen Personen von jetzt 527 auf knapp 800 im Jahr 2030. Entsprechend wird der Bedarf an Betten in stationären Einrichtungen und an Pflegedienstleistungen zunehmen. Doch zunehmend an Bedeutung gewinnt in der kommunalen Alterspolitik das Angebot an Alterswohnungen mit flexibel nutzbaren Angeboten des «betreuten Wohnens». Hier steht Ebikon vor einem «Quantensprung» im Angebot.

Die Gemeinde selbst kann mit der Umnutzung des Altersheim Känzeli zu einem «ambulanten und teilstationären Kompetenzzentrum» fürs Rontal 20 Wohnungen für «betreutes Wohnen» anbieten. Die Dienstleistungen für die Bewohner werden von der Spitex Rontal plus wahrgenommen. Im Bau ist das Projekt der «Senevita Pilatusblick» beim Bahnhof Ebikon. Dort bietet das private Unternehmen 65 Alterswohnungen mit Residenzcharakter und 23 Pflegeplätze an. Bei den Alterswohnungen erhöht sich damit das Angebot in Ebikon «von Null auf 85 bis 90» freut sich Gemeinderat Andreas Michel.

Der Gemeinde bleibt freilich auch nach dieser Entlastung auf dem Gebiet der Alterswohnungen noch viel zu tun. Vor allem die stationäre Altersarbeit wird in Zukunft komplexer und kostspieliger, da mit einer erheblichen Zunahme der umfassend pflegeabhängigen und demenzkranker Menschen gerechnet werden muss. Die Entwicklungsstrategie für die Altersbetreuung in Ebikon, die derzeit in der Umsetzungsphase ist, steht auf drei Pfeilern:

• das Pflegeheim Höchweid wird als Pflegezentrum für umfassend pflegeabhängige Menschen;

• das Haus Sonnegärtli wird zum Kompetenzzentrum für demenzkranke Menschen;

• das Altersheim Känzeli wird zum Kompetenzzentrum für ambulante und teilstationäre Pflege und Dienstleistungen und zum Stützpunkt für die Spitex Rontal plus

Andreas Michel, Sozialvorsteher in der Gemeinde Ebikon, freut sich über das neue Angebot von Alterswohnungen in der Gemeinde.