Rigi Anzeiger
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Wahlfreiheit bei Wärmeenergie

Anpassungen an Küssnachter Teilrichtplan Wärme 

Den vom Bezirksrat vorgelegten Teilrichtplan für eine effiziente und umweltfreundliche Wärmeenergieversorgung kommt nicht überall gut an. Insbesondere wird um die Wahlfreiheit gefürchtet. Die Behörde hat den Richtplan nun entsprechend angepasst.

«Der Bezirksrat will mit einem Teilrichtplan Wärme eine effiziente und umweltfreundliche Wärmeenergieversorgung aktiv unterstützen. Die vielen Stellungnahmen zum Entwurf haben zu Anpassungen geführt. Trotz der postulierten Grundsätze soll die Wahlfreiheit bei der Wärmeversorgung bestmöglich gewährleitet sein», so der Bezirksrat, der den Teilrichtplan Wärme bis im Frühling erlassen will. Das Label «Energiestadt» verpflichte den Bezirk Küssnacht dazu, bei der Versorgung von Wärmeenergie eine Koordinationsaufgabe zu übernehmen. Mit einer Energieplanung hat er deshalb die Erzeugung und den Verbrauch der Wärmeenergie erhoben und den zukünftigen Energiebedarf abgeschätzt. Die Rahmenbedingungen für einen effizienten Energieverbrauch und für die Förderung von erneuerbarer Energie sollen in einem Teilrichtplan Wärme festgelegt werden.

Im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung sind im vergangenen Juni insgesamt 97 Stellungnahmen von Energieversorgern, Parteien, Betrieben und vielen Einzelpersonen eingegangen. Allgemein wird eine zukunftsorientierte Wärmeenergieversorgung mit erneuerbaren Energien deutlich unterstützt. Während das Vorgehen von den Energieversorgungsunternehmen mehrheitlich begrüsst wird, beurteilen die Ortsparteien und Interessensvertreter den Teilrichtplan ganz unterschiedlich und zum Teil kritisch. Mit dem Ziel, den Wettbewerb möglichst wenig einzuschränken, wird eine Überarbeitung verlangt. Die Rückmeldungen aus dem Mitwirkungsverfahren zeigen, dass der Wahlfreiheit der Grundeigentümer und dem Wettbewerb der Energieträger grosses Gewicht beigemessen wird. Auch der Schutz der bestehenden Infrastrukturen ist der Bevölkerung ein wichtiges Anliegen.

Der Bezirksrat hat den Teilrichtplan Wärme aufgrund der Stellungnahmen überarbeiten lassen. Nach wie vor ausstehend ist der kantonale Vorprüfungsbericht. Projekte von Energieversorgern werden unabhängig vom Teilrichtplan Wärme bearbeitet und können jederzeit beim Bezirk eingereicht werden. Nach einer nochmaligen Konsultation bei den Parteien und Kommissionen wird der Bezirksrat den Teilrichtplan Wärme bis im Frühling erlassen und dem Regierungsrat zur Genehmigung einreichen.