Rigi Anzeiger
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Wahlkampf um CK- und Schulpflegesitze

Meggen: Am 5. Juni 2016 kommt es in Meggen zu einem zweiten Wahlgang für je einen Sitz in der Controlling-Kommission (CK) und in die Schulpflege. Die Ausgangslage ist spannend.

jp. «Die Controlling-Kommission begleitet mit beratender Funktion die politische Planung und die Steuerung der Gemeinde, die Rechtssetzung und die Finanzgeschäfte. Sie kontrolliert die Geschäftstätigkeit des Gemeinderates». So ist das Aufgabenfeld der CK in der Gemeindeordnung unter § 60 Absatz 2 umschrieben. Die CK ist eine Art Ausschuss der Gemeindeversammlung und begleitet den politischen Führungskreislauf zwischen dem Gemeinderat und der Gemeindeversammlung. Seit Jahren hat die FDP drei Sitze inklusive Präsidium, die CVP zwei Sitze inne. Über eine «angemessene Vertretung» der verschiedenen Ortsparteien in der CK wird alle vier Jahre kontrovers diskutiert. Auch in der CK zählen offenbar Köpfe mit Kompetenz und Erfahrung mehr als deren Parteizugehörigkeit. 

Zu Thomas Affolter

Sandra Schneider

Sandra Schneider

Michael Birrer

Michael Birrer

Dominique Becht

Dominique Becht

Die Kandidatin und die zwei Kandidaten der FDP sowie ein Kandidat der CVP sind bereits im ersten Wahlgang wiedergewählt worden. Dem zweiten Kandidaten der CVP, Thomas Affolter, der neu für die CK kandidierte, fehlten bloss 11 Stimmen zum absoluten Mehr. Thomas Affolter tritt zum zweiten Wahlgang an und nimmt zu seiner Kandidatur wie folgt Stellung: «Meggen ist eine attraktive Wohngemeinde mit gesunden Finanzen. Doch dazu müssen wir Sorge tragen, auch im Interesse unserer nachfolgenden Generationen. Ich bin motiviert, mich für diese Zielsetzung mit meinen Erfahrungen und Kompetenzen zu engagieren. Als diplomierter Wirtschaftsprüfer verfüge ich über eine relevante langjährige Berufserfahrung und ein ganzheitliches Verständnis für Finanzfragen. Ich bin mich gewohnt sachbezogen, unabhängig und kritisch vorzugehen. Wichtig ist mir dabei die nachhaltige und gesunde Finanzierung der Gemeindeaufgaben. Zudem gilt es, das Wohl der Mehrheit der Bevölkerung und nicht Einzelinteressen im Fokus zu haben. Ebenso sind veränderte politische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen frühzeitig zu erkennen und dementsprechend zu handeln. Zum Wohle unserer attraktiven Gemeinde jetzt und in Zukunft.»

Zu Dominique Becht

Dominique Becht, Dr. rer. pol., Kandidat der SP Meggen, meint zu seiner erneuten Kandidatur: «Mit dem Rücktritt von Mirjam Müller-Bodmer als Gemeinderätin finden wir, dass das soziale Meggen auch wieder in einem Gremium vertreten sein soll. Ich verfüge über die entsprechenden Fachkenntnisse und beruflichen Voraussetzungen. Es braucht auch die gemeinschaftliche, soziale, solidarische Sicht auf anstehende Themen, welche mit dem jetzigen liberalen Übergewicht nicht mehr gegeben ist. Als Mitglied der CK kann ich diese Sichtweise einbringen.»

Zur Schulpflege
Auch bei den Wahlen in die Schulpflege stellt sich grundsätzlich die gleiche Frage: Sollen die Mitglieder aufgrund der Parteizugehörigkeit oder ihrer Kompetenzen in die Schulbehörde gewählt werden? Auch hier stehen wohl Kandidatinnen und Kandidaten im Vordergrund, die dem Anforderungsprofil an eine Schulpflegerin oder einen Schulpfleger möglichst entsprechen. Die Megger Ortsparteien tragen viel zur Gestaltung des politischen und gesellschaftlichen Lebens bei. Deshalb ist es richtig und wichtig, dass die verschiedenen Parteien Köpfe nominieren, die in der Gemeinde bekannt und verankert sind. Das Diskutieren und Ringen um gute Lösungen und Entscheide bringt mehr als das Fischen im Einheitsbrei. Die SVP Meggen tritt für den zweiten Wahlgang wieder mit dem Kandidaten Michael Birrer-Walthert an. Parteipräsident Reto Frank gibt zu dieser Kandidatur folgende Stellungnahme ab: «Die Schulpflege ist eine wichtige Behörde. Wir als eine auf kantonaler und nationaler Ebene starke Partei erachten es als wichtig, auch auf kommunaler Ebene die Meinungsvielfalt durch unsere Vertretung in solchen Ämtern einbringen zu dürfen. Unser Kandidat, Michael A. Birrer, als Vater und Lehrlingsausbildner mit unternehmerischem Hintergrund ist eine bereichernde Ergänzung im schulischen Umfeld.» Sandra Schneider tritt als Parteilose zum zweiten Wahlgang in die Schulpflege Meggen an. Sie sagt: «Es kommen wichtige Meilensteine auf die Schule Meggen zu, wie die Erweiterung und Sanierung des Schulzentrums Hofmatt. Ich verfüge über solides Know-how und habe die notwendigen zeitlichen Ressourcen, um meine langjährige Organisationserfahrung fachkundig einzubringen. Meine Tätigkeiten in der Wirtschaft und im Bildungswesen erlauben mir eine ganzheitliche, unabhängige Sichtweise für eine zeitgemässe Schule. Als Mutter von zwei schulpflichtigen Kindern (7 und 9) bin ich zudem sehr nahe am Schulbetrieb. Das Wohl der Kinder, der Erziehungsberechtigten und Lehrpersonen ist mir ein persönliches Anliegen. Ich engagiere mich mit Freude und bin motiviert, die Zukunft der Schule Meggen mitzugestalten.»