Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Was da kreucht und fleucht

Meteorologisch gesehen ist jetzt Frühling. Also lassen wir es pflichtschuldigst in uns ahnen und wallen. Und nehmen den guten alten Johann Wolfgang v. G. zur Hand:

fuchs«Frühling lässt sein blaues Band / Wieder flattern durch die Lüfte; / Süsse wohlbekannte Düfte / streifen ahnungsvoll das Land. / Veilchen träumen schon, / wollen balde kommen. / Horch, von fern ein leiser Harfenton! / Frühling, ja Du bist’s! / Dich hab’ ich vernommen!» Höchste Zeit, sich auf die neue Jahreszeit einzustellen. Die Natur! Die erwacht jetzt wieder, und mit ihr allerlei Getier und was in Feld und Wald so ausschlagen mag. Um mich da zurecht zu finden, halte ich mich an den Deutschen Naturschutzbund. Wir wissen ja: Deutsch sein heisst, eine Sache um ihrer selbst willen zu tun. Dem lebt der Nabu vorbildlich nach. Pünktlich zur Saison hat er jetzt wieder die Liste «Natur 2014» veröffentlicht. Darauf kann man 32 Naturwesen kennen lernen, die heuer unsere besondere Aufmerksamkeit verdienen. Zum Beispiel die Gemeinde Baldachinspinne Linyphia triangularis, sie hat’s auf Platz 1 als Europäische Spinne des Jahres 2014 geschafft. Zum Sympathieträger wird die Spinne wohl trotzdem nicht werden. Wohl ebensowenig wie die Höhlenwasserassel als Höhlentier des Jahres oder die Knoblauch Glanzschnecke als Weichtier des Jahres. Schon eher erfreuen könnte einem da wohl die Libelle des Jahres. Es ist die Kleine Moosjungfer. Ein niedliches Naturwesen, bloss dreieinhalb Zentimeter lang und mit weisser Stirm. Mag sein, dass die Jungfer ein bisschen flatterhaft ist. Vielleicht führt das dazu, dass sich das Männchen mit dem Alter rot verfärbt. Und da sitzt es dann am Rande eines Feuchtgebietes und hält nach den nächsten Weibchen Ausschau. Libellen sind halt auch nur Naturwesen.

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