Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Wechsel von der Schule in den Beruf

Ebikon/Buchrain: Jeder zehnte Jugendliche erreicht heute keinen Abschluss nach der obligatorischen Schulzeit. Das stellt die Betroffenen vor besondere Herausforderungen. Die Jufa Ebikon und Buchrain– Fachstelle für Jugend und Familie – betreut die Jugendlichen in dieser schwierigen Übergangsphase.

Jugendliche aus Ebikon und Buchrain können sich neu nach der obligatorischen Schulzeit bei jufa beraten lassen.

Jugendliche aus Ebikon und Buchrain können sich neu nach der obligatorischen Schulzeit bei jufa beraten lassen.

red. Keine Lehrstelle nach der obligatorischen Schulzeit. Das bedeutet ein erhöhtes Risiko, denn ein Abschluss ist meist Voraussetzung für die gute soziale und wirtschaftliche Integration.

Gemäss der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) erreichen nur 90 Prozent der Jugendlichen in der Schweiz einen Sekundarstufe II Abschluss. Das betrifft auch die Jugendlichen in Ebikon und Buchrain. Deshalb fokussiert die Jugendberatung der jufa – Fachstelle für Jugend und Familie – ihr Angebot auf diese Übergangsphase und will vermehrt Jugendliche auch nach der obligatorischen Schulzeit unterstützen.

«An der Nahtstelle beim Übergang von der obligatorischen Schulzeit in die Sekundarstufe II haben Jugendliche erhebliche Anpassungsleistungen an die neue Lebenssituation zu erbringen», sagt der jufa Stellenleiter Thierry Bieri. «Auf der Fachstelle erleben wir oft Jugendliche, denen nach der obligatorischen Schulzeit die Ansprechpersonen für persönliche Anliegen fehlen. So wollen Jugendliche beispielsweise wissen, wie viel sie vom Lohn zuhause abgeben müssen oder welche Schritte möglich sind, wenn es doch nicht die richtige Lehre ist», erklärt Jugendberaterin Sibylle Theiler.
Damit die Jugendlichen das Angebot der Jugendberatung kennen und nach der obligatorichen Schulzeit bei Bedarf Unterstützung in Anspruch nehmen, besuchen Sibylle Theiler und Thierry Bieri alle Abschlussklassen in Ebikon und Buchrain. Ziel ist es, auf das Angebot «Wenn’s chlöpft und tätscht! Zu Hause, in der Liebe, an der Arbeit …» aufmerksam zu machen, um den Jugendlichen den Übergang zu erleichtern. Um Anliegen mit den Jugendlichen, deren Eltern oder ihren Bezugspersonen zu klären, bietet die jufa Unterstützung an: Bis zur Vollendung des 20. Lebensjahres können sich Jugendliche oder Familien kostenlos und neutral beraten lassen. Die jufa Mitarbeitenden stehen zudem unter Schweigepflicht.