Rigi Anzeiger
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Weiterhin fünf Gemeinderäte in Adligenswil

Adligenswils Behörde will neues Führungsmodell mit ausgeglichenen Pensen

Der Gemeinderat hat einen Entscheid zum Führungsmodell getroffen. Er spricht sich für das bisherige Modell aus, das mit einem Ausgleich der Pensen optimiert werden soll. Umgesetzt wird das angepasste Führungsmodell auf die nächste Legislatur im September 2016.

Der Gemeinderat hat drei Führungsmodelle intensiv geprüft: das Modell mit drei Gemeinderäten, das heutige Modell optimiert sowie das CEO-Modell mit einem Geschäftsführer. Das Modell mit drei Gemeinderatsmitgliedern zu je 100 Prozent hätte sich der Gemeinderat vorstellen können. «Im Hinblick auf die Effizienz und die Flexibilität wäre dieses Modell vorteilhaft gewesen», heisst es dazu in einer Medienmitteilung.

Entgegen der Meinung der Echogruppe war hingegen das CEO-Modell hauptsächlich «aus Gründen der politischen Kontrolle und bevölkerungsnahen Führung der Verwaltung» für den Gemeinderat keine Option. Beim CEO-Modell würde neben fünf Gemeinderatsmitgliedern und dem Gemeindeschreiber ein Geschäftsführer (CEO) in einem 100-Prozent-Pensum angestellt. Da alle drei Modelle in der Umsetzung gleich viel kosten würden, konnte sich der Gemeinderat in seinen Analysen und Diskussionen auf die inhaltlichen Kriterien konzentrieren.

Vorgesehen war ursprünglich der Einbezug der Bevölkerung mittels einer Umfrage. Während der Vernehmlassungsfrist über den entsprechenden Fragebogen gingen verschiedene Stellungnahmen von Mitgliedern der Echogruppe und den Parteien ein. Externe Berater analysierten mit dem Gemeinderat das Ergebnis. «Wegen entgegengesetzten Änderungswünschen und teils vorgefassten Meinungen war es nicht möglich, einen Fragebogen zu erstellen, der von den Vernehmlassungsteilnehmenden mehrheitlich akzeptiert worden wäre», hält der Gemeinderat dazu fest. Der Gemeinderat habe es daher vorgezogen, auf die Umfrage zu verzichten und die Verantwortung für den Modellentscheid direkt auf sich zu nehmen.

Strategie und Geschäftsführung
Nach eingehender Analyse entschied sich der Gemeinderat für das bisherige Modell mit fünf Gemeinderäten, die sowohl für die Strategie wie auch für die Geschäftsführung verantwortlich sind. Um die Schwächen der bisherigen Organisation zu beheben, wird die Verwaltung gestärkt und der Gemeinderat von operativen Tätigkeiten entlastet und befreit. Des Weiteren wird das bisherige Modell durch den Ausgleich der Pensen weiter optimiert. Es entstehen fünf mal 60 Stellenprozente. Heute reicht das Spektrum von 20 bis 100 Stellenprozenten.

Der Gemeinderat hat sich in einer Klausur Anfangs August mit dem weiteren Verlauf des Projektes befasst. Die zukünftigen Herausforderungen sieht man vor allem im strategischen Bereich, weshalb der Gemeinderat seine eigene Organisationstruktur aber auch die Organisation der Verwaltung den aktuellen Bedürfnissen anpassen müsse. Für den weiteren Prozessverlauf wurden verschiedene Eckpunkte durch den Gemeinderat definiert. So werden konkret die fünf verschiedenen Ressorts neu strukturiert. Die grösste Veränderung erfährt dabei das Ressort Finanzen und Bau. Neu werden demnach die Ressorts Präsidiales, Bau, Bildung, Finanzen und Soziales benannt. Die Zuständigkeiten des bisherigen Ressorts Umwelt und Sicherheit werden ebenfalls aufgeteilt und den anderen Ressorts zugewiesen.

Die Gemeinderatsmitglieder sollen, mit Ausnahme des Präsidiums, als Mitglieder des Gemeinderats gewählt werden. Der gewählte Gemeinderat teilt die Ressorts in eigener Kompetenz zu. Weiter schlägt der Gemeinderat vor, dass die verschiedenen Kommissionspräsidien in Zukunft nicht mehr durch ein Gemeinderatsmitglied wahrgenommen werden. Markanteste Änderungen dürften dabei die Bildungskommission und die Bürgerrechtskommission erfahren.

Weiter hat der Gemeinderat einen Ausschuss aus seinen eigenen Reihen damit beauftragt, die strategischen Instrumente des Gemeinderates zu überprüfen und allenfalls anzupassen oder neu zu implementieren.
Nun sollen die Auswirkungen auf die Verwaltungsstrukturen überprüft und die notwendigen Umstrukturierungsprozesse eingeleitet werden. Ziel ist es, das neue Modell auf die nächste Legislatur im September 2016 umzusetzen. Eine möglicherweise notwendige Anpassung der Gemeindeordnung würde den Stimmberechtigten an einer der nächsten Gemeindeversammlungen zur Genehmigung vorgelegt.
Am vergangenen Mittwoch informierte der Gemeinderat im Zentrum Teufmatt über das gewählte Führungsmodell. Die Berichterstattung dazu folgt im nächsten Rigi Anzeiger.