Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Wer hat den schönsten Weihnachtsbaum?

Der geschmückte Weihnachtsbaum gehört zum Weihnachtsfest wie das Amen in der Kirche. Historisch hat das Baumschmücken zwar keinen eindeutig nachweisbaren Anfang, sondern findet in Bräuchen verschiedener Kulturen seinen Ursprung. Die ersten Aufzeichnungen über festlich dekorierte Tannenbäume in Wohnstuben stammen aus dem Jahre 1605 aus dem Elsass. Eine Popularisierung des Brauchs hat ab dem 18. Jahrhundert stattgefunden. Verwendete man früher goldene Nüsse und Äpfel zum Schmücken, so ist die Fantasie heute grenzenlos. Glitzernde Kugeln, Lametta, funkelnde Sterne und süsse Naschereien – der Weihnachtsbaum wird zum ganz persönlichen Kunstwerk.

Der Rigi Anzeiger hat in diesem Jahr die Alters- und Pflegeheime bei ihren weihnächtlichen Vorbereitungsarbeiten und dem Schmücken der Bäume begleitet. Über den Auftakt haben wir am 29. November berichtet.
Hier stellen wir die Ergebnisse, respektive die geschmückten Bäume, vor.

Welches Heim hat den schönsten Weihnachtsbaum? Stimmen Sie ab.

Senden Sie eine Postkarte oder ein E-Mail mit dem Namen des Heimes an:

Rigi Anzeiger, Redaktion, Postfach, Luzernerstrasse 2c, 6037 Root

E-Mail: redaktion@rigianzeiger.ch

Einsendeschluss: 5. Januar 2014

Das Heim mit den meisten Stimmen erhält ein E-Bike von Fachhändler Hermap aus Ebikon.

 

Alterszentrum Tschann, Buchrain:

Der traditionelle Weihnachtsbaum

Die Bewohnerinnen und Bewohner des Alterszentrum Tschann leben in familiären Strukturen und in einer umsorgten und betreuten Umgebung. Dem Heimleiter, Tobias Ladner, sind Natürlichkeit, Geborgenheit, Zufriedenheit und der Einbezug der Betagten in alle Aktivitäten ein wichtiges Anliegen. So ist der Weihnachtsbaum im Beisein von Bewohnerinnen am Abend des 18.Dezembers mit traditionellem Schmuck, mit Engeln, Strohsternen, bemalten Kugeln, Kunstkarten, Lebkuchenfiguren, selbstgemachten Guetzli und Mini-Musikinstrumenten geschmückt worden. Ganz so, wie die Betagten das Schmücken des Christbaumes einstmals als Mutter oder Vater auch getan haben – in einer gewissen Atmosphäre des Geheimen und des Überraschenden. Zu dieser feierlichen und gemütlichen Stunde gab es ein Glas Champagner und belegte Brötchen.

«Ein wichtiger Anlass in der Adventszeit ist in unserem Alterszentrum der Besuch des Samichlaus», berichtet Heimleiter Tobias Ladner. «Dieses Jahr hat St. Nikolaus eine sehr unterhaltsame Geschichte vorgelesen, die für die Betagten beruhigend und tröstend wirkte. Und Knecht Ruprecht trug eine lustige Geschichte aus dem Alltag vor, welche die Bewohnerinnen und Bewohner sogar zum Schmunzeln und Lachen brachte. Zu selbstgemachtem Lebkuchen verschönerten zwei Musikanten unseren Samichlausabend.»

Auch der Gemischte Chor von Buchrain wartete in der Adventszeit mit einem Auftritt in den Pflegegruppen auf und erfreute die Betagten mit einem Strauss stimmungsvoller Lieder. Das Weihnachtsessen mit den Angehörigen ist ein weiterer Vorweihnachtsanlass. Während eines gediegenen Fünf-Gang-Menüs war Gelegenheit zum fröhlichen Zusammensein. Am Heiligen Abend wird für die Bewohnerinnen und Bewohner, die im Heim bleiben, eine Weihnachtsfeier mit Singen, Musik, Geschichten erzählen und einem feinen Essen geboten. Alles in einem natürlichen, vertrauten Rahmen, zusammen mit dem traditionell geschmückten Weihnachtsbaum und unserer schönen Krippe.

Bei leichter, feierlicher Hintergrundmusik erzählen im Aufenthaltsraum zwei betagte Frauen kurz von ihren Erinnerungen an Weihnachten. Lisbeth Bieri kann sich noch erinnern, dass ihr die Mutter eine Handorgel auf Weihnachten versprochen hatte, wenn sie gut arbeite. «Leider reichte es nicht zu diesem Geschenk, vielleicht auch wegen des mangelnden Geldes», bedauert Frau Bieri, denn wir waren unserer 13 Kinder. Und Maria Gehrig fällt der Samichlausabend wieder ein und sagt: «Als Kinder hatten wir immer Angst, denn der Schmutzli hatte eine Rute dabei. Manchmal weinten wir. Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen. Bei uns gab es eine Sonntagsstube, die war für den Besuch reserviert, und eine Werktagsstube, wo wir mit den Knechten zusammen assen. In der Sonntagsstube bereitete die Mutter den Christbaum vor und schloss dann die Türe ab. Wir haben ein Brieflein, einen Wunschzettel an das Christkind geschrieben. Es gab nur kleine Geschenke, etwas, das wir brauchen konnten. Und wir mussten auswendig ein Weihnachtsgedicht vortragen, das wir in der Schule gelernt hatten. Leider ist meine Mama früh gestorben, als ich erst 15 Jahre alt war. Dann folgte eine schwierige Zeit.»

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Alters- und Pflegeheime Ebikon:

Weihnachtsbaum als Mittelpunkt der Caféteria

Es ist Mittwoch, der 18. Dezember, am Vorabend: In der Caféteria des Alters- und Pflegeheimes Höchweid erklingt von einem Flügel her dezente Weihnachtsmusik, die Bewohnerinnen und Bewohner der 2. Etage versammeln sich im festlich geschmückten Raum zur Weihnachtsfeier 2013. An weihnächtlich dekorierten Tischen freuen sie sich auf einen feierlichen Anlass mit einem feinen Essen. An der Stirnfront der Caféteria steht der prächtige Weihnachtsbaum mit glänzenden Kugeln in verschiedenen Farben, verziert mit Herzen, Schleifen und elektrischen Kerzen. Die Weisstanne verbreitet mit ihrem Schmuck eine warme Vorweihnachtsstimmung.

Am Nachmittag haben die Bewohnerinnen und Bewohner der ersten Abteilung ihren Etagen-Christbaum geschmückt – zusammen mit der Mitarbeiterin Aktivierung, Eva Anderhub. Während fast zwei Stunden haben die Betagten miteinander den Weihnachtsbaum vorbereitet, dazwischen einige Lieder gesungen und einige ihrer selbst hergestellten Guetzli verzehrt. Das hat Freude gemacht, das hat man an den zufriedenen Gesichtern der Beteiligten gesehen. Und für den Berichterstatter wird sogar spontan das «Stille Nacht» von einigen Frauen angestimmt.

Eva Anderhub berichtet in einem Gespräch, dass an mehreren Tagen mit interessierten Bewohnerinnen und Bewohnern Guetzli nach verschiedenen Rezepten und in verschiedenen Formen gebacken wurden. Wer Freude und Lust hatte, konnte sich ein Adventsgesteck für das eigene Zimmer herstellen. Ab und zu werden Geschichten vorgelesen oder ein Gedicht vorgetragen, was bei den Betagten ein gutes Echo finde. So bringt die Adventszeit viel Abwechslung und eine frohe Stimmung ins Heim.

In der Hauskapelle wird die Krippe dem Verlauf der Weihnachtsgeschichte angepasst. Die Heiligen Drei Könige stehen noch weit von der Krippe entfernt. Maria und Josef sind im Stall angekommen, aber die Strohkrippe ist noch leer. Christi Geburt wird erwartet – am Heiligen Abend. Dann wird auch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, die im Heim geblieben sind, gemeinsam Weihnachten gefeiert. Für die Betagten ein wichtiges, festliches Ereignis.

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Alters- und Pflegeheim Sunnehof, Immensee:

Weihnachtsbaum im Sternenmeer

Das Alters- und Pflegeheim Immensee erstrahlt in einem wahren Sternenmeer. Alle Räume über alle Etagen sind gemäss dem Weihnachtsmotto «Sternenmeer» mit den verschiedensten Formen von Sternen geschmückt. Beim Haupteingang steht der prächtige Weihnachtsbaum mit goldenen Kugeln und einer kunstvollen Krippe. Der Lichterglanz der Kerzen erhellt das Entrée. Die Krippe selbst bilden zwei Teile eines aufgespaltenen Tannenbaums. Die knorrige Rinde auf hellem Holz dient der Hervorhebung von Körperteilen bei den graziösen Krippenfiguren. So ergibt sich eine warme Harmonie mit dem Christbaum. Aus Lautsprechern erklingt leise Weihnachtsmusik und sorgt für eine behagliche Vorweihnachtsstimmung. Auf jeder Etage steht ein zusätzlicher Christbaum, geschmückt mit roten oder blauen Kugeln. Und auch hier fehlt jeweils eine spezielle Krippe nicht. So begegnen die Bewohnerinnen und Bewohner des Altersheimes auf Schritt und Tritt festlichen Dekorationen zur Advents- und Weihnachtszeit.

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In einem heimeligen Aufenthaltsraum erzählt Alice Weber-Siegenthaler mit Jahrgang 1915 als Bewohnerin des Altersheims Immensee, wie sie die Adventszeit erlebt. Sie wohnt auf der 4. Etage und stimmt sich jeden Abend mit einer Kerze auf die Vorweihnachtszeit ein. Ihr Mann ist vor 30 Jahren gestorben, die eigenen Kinder sind ausgeflogen – so hat sich die Witwe für das Altersheim entschieden. Hier erinnert sie sich aber oft an ihre Jugendzeit. Wie sie damals Weihnachten erlebt hat. «Ich stamme aus einer armen Familie. Der Vater starb, als ich vierjährig war von sechs Kindern weg. Die Mutter stand allein mit den Kindern da. Drei Geschwister gingen zu Bekannten oder Tanten. Die älteste Schwester und die zwei Kleinsten konnten bei der Mutter bleiben. Zu Weihnachten trafen sich aber alle zu Hause. Wir haben Weihnachten ganz einfach, aber herzlich gefeiert. Wir hatten immer einen Weihnachtsbaum. Als Geschenke gab es das, was im Alltag notwendig war. Unsere Mutter war damals in der Heilsarmee; denn in ihrer Not nach dem Verlust ihres Mannes erhielt sie hier Unterstützung. So machte die ganze Familie bei der Heilsarmee mit. Wir Kinder haben jeden Rappen zusammengetragen, um der Mutter an Weihnachten eine Freude machen zu können. So konnten wir ihr zum Beispiel eine grosse Blockschokolade schenken, worüber sie sich sehr freute.»

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«Wir haben eine ganz schöne Adventszeit erlebt», berichtet auch die Heimbewohnerin Ottilie Henseler-Schibler mit Jahrgang 1921. «Wir haben miteinander die Styropor-Sterne mit gelber Farbe grundiert und zuletzt hat eine gute Seele noch einen Goldrand hingezaubert. So hat sich ein ganzes Sternenmeer ergeben, das jetzt unser Heim verziert. Jetzt sind wir am Einüben von Liedern für die Weihnachtsfeier vom 23. Dezember, die immer sehr feierlich ist. Wir sind ein Chörli von zirka zehn Personen. Guido Hodel, der Mann unserer Aktivierungsleiterin Lisbeth, begleitet uns mit der Gitarre und singt mit, damit man uns auch tatsächlich hört. Eine willkommene Verstärkung. Ein Gedicht wird vorgetragen. Wir können Angehörige einladen. Die Tische sind schön dekoriert. Es herrscht eine festliche Stimmung. Darauf freue ich mich.»

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Alters- und Pflegeheim Sunneziel, Meggen:

Weihnachtsbaum mit Goldfäden

Mit Lichterketten umwickelte Säulen, Tannenbäume und ein von einem Rentier gezogener Schlitten, beladen mit goldenen Päckchen, bilden den Eingangsbereich zum Alters – und Pflegeheim Sunneziel. Hinter dem Hauptportal zieht ein prächtiger Adventskranz, angelegt auf dem Beckenrand eines runden Springbrunnens, die Aufmerksamkeit auf sich. «Lasst uns nach Bethlehem gehen…» heisst das Weihnachtsmotto des Sunneziel. Und folgt man dem Licht zum Café Harfe, so leuchten dort grosse Sterne und ein prächtiger, goldener Weihnachtsbaum erhebt sich vor einer bordeauxroten Wand bis zur Decke. Der Tannenbaum, reich geschmückt mit Goldfäden, goldenen Kugeln, Päcklein, Engelchen, Schleifen und Sternen verleiht der Caféteria eine warme Vorweihnachtsstimmung. Ganz besonders beeindruckend ist die Weihnachtsausstellung in der Galerie, die sich an das Café Harfe anschliesst. Doris Abegg-Schäfer hat die ganze Weihnachtsgeschichte in mehreren Sequenzen mit ihren biblischen Figuren zur Darstellung gebracht. Für Kinder und Erwachsene ein Erlebnis, das Weihnachtsevangelium dreidimensional erfahren zu dürfen.

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Unmittelbar neben dem prachtvollen Weihnachtsbaum sitzt das Ehepaar Friedrich und Eva-Rosa Schneider an einem Tisch, beide das 85. Lebensjahr schon hinter sich, aber mit dem Leben im Sunneziel sehr zufrieden: «Die Adventszeit, die wir hier erleben, ist wunderschön. Soeben durften wir das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach hören und das Werk auf Grossleinwand sehen.» «Und ich war auch auf der Lichterfahrt in die Stadt Luzern dabei», erwähnt Eva-Rosa Schneider und fährt fort: «An Weihnachten habe ich ganz schöne Erinnerungen. Wir alle haben miteinander gesungen. Wir haben viele Guetzli gebacken. Wir waren unserer acht Kinder. Alle waren daheim. Da hatten wir es miteinander wunderbar.»

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Auch Trudi Schmidli und Berta Gretener-Mühlebach sitzen an einem Tisch im Café Harfe. Sie berichten, dass sie die Adventszeit im Sunneziel festlich und feierlich erleben. Besondere Freude macht ihnen die Krippen-Ausstellung in der Galerie. «In der eigenen Familie haben wir mit unseren vier Kindern am Heiligen Abend Weihnachtslieder gesungen, begleitet von der Handorgel. Die Geschenke waren nicht so grossartig. Etwas, das man brauchen konnte», erinnert sich Trudi Schmidli. Und Berta Gretener, aus einer Gärtnersfamilie stammend, die für die Pflege eines Megger Herrschaftssitzes zuständig war, weiss noch von der Weihnachtsfeier in der Villa zu berichten: «Alle Angestellten, vom Küchenburschen über den Portier bis zur Bedienungsdame, waren eingeladen und wurden im Salon der Villa empfangen und vom Kleinsten bis zum Grössten erhielten alle dasselbe Geschenk, eine Schachtel Pralinées. So fühlte man sich wie eine Familie. Unsere Kinder bedankten sich beim Monsieur Le Comte mit Liedern, die sie in der Schule gelernt hatten.»

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Altersheim Unterfeld, Root:

Der Rooter Weihnachtsbaum in Rot

Auf dem Weg zum Eingang ins Altersheim Unterfeld begleitet Besuchende eine ganze Kette von Lichtern, und ein grosser Tannenbaum mit vielen Kerzen steht auf dem Vorplatz. Doch der eigentliche Weihnachtsbaum befindet sich im Aufenthaltsraum des Heims. Mit sechs Metern Höhe wirkt die stattliche Nordmannstanne als Blickfang. An ihren ausladenden Ästen hängen rote Kugeln in verschiedenen Grössen und elektrische Kerzen geben ihnen den festlichen Glanz. Wahrlich – ein prächtiger Weihnachtsbaum. Die grossen Krippenfiguren, die zur Jugendzeit der Bewohnerinnen und Bewohner noch in der Pfarrkirche Root standen, sind für die Betagten ein besonderes Erinnerungsstück. Maria und Josef und Hirten mit ihren Schafen gruppieren sich um das Christkind in der Wiege.

Im Aufenthaltsraum des Heimes haben sich zur nachmittäglichen Zobigzeit viele Bewohnerinnen und Bewohner versammelt. Sie lesen in Zeitschriften, trinken einen Kaffee und plaudern und diskutieren miteinander. Und immer ist der stattliche Weihnachtsbaum in Rot in ihrem Blickfeld.

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In einer heimeligen Wohnstube erzählen mir drei Bewohnerinnen von der Adventszeit und von ihren Erinnerungen an Weihnachten in ihrer Kinderzeit oder später als Mütter in der eigenen Familie. Josy Koch-Burri, 87-jährig, war staunend dabei, als vor rund einer Woche der mächtige Tannenbaum im Aufenthaltsraum aufgestellt und geschmückt wurde. «Und die schöne Krippe erinnert mich an die Jugendzeit. Sogar meine Kinder freuen sich, dass diese Figuren hier im Altersheim ihren Platz gefunden haben!» meint Josy Koch strahlend. Sophie Meier-Weber, ihr Alter schalkhaft mit fast 90 Jahren angebend, erlebt die Adventszeit im Heim ebenfalls mit viel Freude. «Für mich ist ganz schön, dass auf jeder Abteilungsetage ein Christbaum steht. Die Sterne an den Fenstern sind beeindruckend. Das ist für mich Advent», sagt die 80-jährige Rita Burri-Schumacher. Lachend erzählen Sophie Meier und Josy Koch, welche Weihnachtsarbeiten sie an der Hand haben oder für den Weihnachtsbazar hergestellt haben. «Ich stricke einen Schal für eine Bewohnerin. Ich muss mich beeilen, dass er noch fertig wird auf Weihnachten», scherzt Frau Meier. Und Josy Koch berichtet, dass sie lustige Katzen für den Bazar gestrickt habe.

Auch Erinnerungen an Weihnachten aus der Kinderzeit haben die betagten Frauen. «Wenn bei uns zu Hause der Christbaum vorbereitet wurde, mussten wir Kinder zum Vater in den Stall gehen. Das war spannend. Unterdessen hat die Mutter in der Wohnstube den Tannenbaum geschmückt», erzählt Josy Koch. «Ich habe Weihnachten als fröhliches Fest in Erinnerung. Wir haben miteinander gesungen. Wir waren sieben Kinder. Als Geschenk gab es Holzschuhe und Schürzen, das weiss ich noch ganz genau. Wir waren aber damit ganz zufrieden. Als Mutter hatte ich selbst wieder fünf Kinder in der Stube. In der Nacht vor dem Heiligen Abend habe ich den Weihnachtsbaum geschmückt und alle Geschenke bereit gelegt und zum Teil hinter den Vorhängen versteckt. Und dann habe ich die Türe verschlossen. So war der Weihnachtsabend eine grosse Überraschung für alle», berichtet Sophie Meier, die heute noch eine wahre Frohnatur und zu allerlei lustigen Sprüchen aufgelegt ist.

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In der Ausgabe vom 29. November berichteten wir über die Vorbereitungen.