Rigi Anzeiger
Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 35 728 und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Wetterfester «Glücksbringer» trotzte Sturm und Regen

MEGGEN: Sichtungen von Weissstörchen – auch Adebar (Glücksbringer) genannt – sind selten geworden. Aussergewöhnlich ist jene Beobachtung des Meggers Ruedi Ammann vom Freitagabend, 21. Juli 2017. Er sah, wie ein Storch während Stunden auf einem Hausdach ausharrte, sogar Sturm und Regen trotzte. cek. «Erstaunt haben wir bei tobendem Sturm einen Storch auf dem Nachbarsdach gesehen. Er hat dem Sturm und dem strömenden Regen getrotzt und sich dann beim nachfolgenden trockenen Wetter die ganze Nacht auf diesem Dach aufgehalten», schrieb Ruedi Ammann und lieferte auch ein paar Fotos. Erstaunlich ist, dass sich der Storch einer solchen Witterung aussetzt. «Vermutlich wurde er vom Wetter überrascht und konnte nicht mehr wegfliegen», äusserte Livio Rey, Medienverantwortlicher der Vogelwarte Sempach. Die langandauernde Standhaftigkeit – teilweise auf nur einem Bein – bei Sturm und Regen gibt auch Rätsel auf. Wie ist das möglich? Rey: «Der Storch verliert durch die Beine schneller Wärme, weshalb er eines ins wärmende Gefieder zieht. Das Stehen auf einem Bein braucht aber keine Energie. Ein spezielles Gelenk im Bein ‚schnappt‘ wie ein geöffnetes Taschenmesser ein, wenn sich das Bein im gestreckten Zustand befindet. So braucht der Storch keine Muskelkraft und kann stundenlang stehen bleiben, ohne Energie aufzuwenden.» Auf den Fotos von Ruedi Ammann ist noch etwas Typisches ersichtlich. Der Storch putzte seine Federn. Weissstörche, das ist bekannt, nehmen sich ausgiebig Zeit für ihre Federpflege. Rey: «Vögel sind durch ihre Federn, die wie eine Regenjacke wirken, auch vor widrigem Wetter meist gut geschützt und schauen deshalb sehr gut zu ihnen».

Storch hat sich rar gemacht
Im 2013 sorgte in Meggen ein Storchenpaar mit seiner Brut für Schlagzeilen in den Medien. Dieses setzte sich nach Buochs ab. Danach blieb es um Adebar in Meggen ruhig. «Im Sommer wissen wir lediglich von einer Meldung im Jahr 2014 und zwei im Jahr 2015», verriet Livio Rey. Im 2016 wurde anscheinend kein einziger Storch in Meggen gesichtet. Anders sieht es in diesem Jahr aus. Gemäss ornitho.ch (offizielle Info-Zentrale der Vogelwarte Sempach für Ornithologinnen und Ornithologen) flogen am 9. April drei Störche über Meggen. Ferner wurde am 4. Mai eine Brut auf dem Zentralschulhaus vermutet. Am 25. Mai 2017 entdeckte Meggens Sozialvorsteher Olivier Class einen Storch auf dem Turm der Piuskirche (siehe Foto). Ob es sich um denselben handelt, den Ruedi Ammann am 21. Juli beobachtete und der am 9. Juli – gemäss Birdlife Luzern – auch in Adligenswil gesehen wurde? Aufschluss geben könnte nur die Kennzeichnung auf dem Ring, den dieser Storch trägt. Bis auf weiteres dürfte er jedoch weiterhin Rätsel aufgeben.

Der Weissstorch hielt Sturm und Regen stand. Bilder: Ruedi Ammann

Der Weissstorch hielt Sturm und Regen stand. Bilder: Ruedi Ammann

Weitere Fotos, die Ruedi Ammann vom Storch am 21. Juli machte.

Weitere Fotos, die Ruedi Ammann vom Storch am 21. Juli machte.

Weitere Fotos, die Ruedi Ammann vom Storch am 21. Juli machte.

Weitere Fotos, die Ruedi Ammann vom Storch am 21. Juli machte.

Der Megger Gemeinderat und Sozialvorsteher Olivier Class fotografierte am 25. Mai einen Storch auf dem Turm der Piuskirche.

Der Megger Gemeinderat und Sozialvorsteher Olivier Class fotografierte am 25. Mai einen Storch auf dem Turm der Piuskirche.

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