Rigi Anzeiger
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Wildes Parkieren wird in Buchrain nicht mehr möglich sein

Nachgefragt bei Gemeinderat Heinz Amstad zur Teilrevision Strassenreglements und Parkplatzgebühren-System

Buchrain startete 2010/2011 mit der Umsetzung des Gesamtverkehrskonzeptes. Die flankierenden Massnahmen werden Ende 2013 abgeschlossen. Zu ihnen gehört auch die Einführung einer Parkplatzbewirtschaftung.

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In seinen Stellungnahmen gegenüber dem Verkehrsverbund forderte der Gemeinderat 2012 neben einer optimalen Verbindung nach Luzern und Zug/Zürich auch eine bessere öV-Anbindung des Dorfteils Perlen für seine Bewohner und Firmen. Konkret wurde eine Busverbindung Perlen in Richtung Root bis zum Gisikon Bahnhof vorgeschlagen und gefordert. Wie hat der Verkehrsverbund gegenüber diesem Anliegen reagiert? Werden Ihre Bedürfnisse ernst genommen?

An der kürzliche erfolgten Info-Veranstaltung durch den Verkehrsverbund wurde das Anliegen noch nicht diskutiert – wir fühlen uns bei diesem Thema nicht ernst genommen.

Der Gemeinderat setzt sich ein, dass die Fussweglücke zwischen Rad/Fussgängerbrücke Reuss und Dammweg auf der Höhe Schützenhaus geschlossen werden kann. Was tut der Gemeinderat ganz konkret? Gibt es zeitliche Vorstellungen? Wie sind die Chancen für eine Umsetzung zu werten?

Im genehmigten Richtplan der Radrouten und Fusswege ist zwischen der Verbindung Knoten Perlenstrasse/Buchrainstrasse nach Perlen eine Radroute und ein Fussweg festgehalten. Die derzeitige Ausgestaltung der Verbindung, vor allem über die Kanalbrücke, genügt den Sicherheitsanforderungen sowie den Bedürfnissen an eine sichere und attraktive Rad- und Fusswegverbindung jedoch nicht. Damit dieser Knoten bezügliche Verkehrssicherheit saniert werden kann, sind Massnahmen entlang der Kantonsstrasse notwendig. Mit der Erstellung der Rad- und Fussgängerbrücke über die Reuss wurde die Möglichkeit für eine Weiterführung des Rad- und Fussweges in Richtung Perlen geschaffen. Mit dem nun vorliegenden Projekt verbaut man sich diese zwingend notwendige Weiterführung. Die Vorgabe muss sein, die Lücke zwischen Rad- und Fussgängerbrücke über die Reuss und Dammweg auf der Höhe Schiessplatz schliessen zu können.

Zum Reusswehrausbau erfolgt die Einsprache, dass ein Fuss-/Radweg realisiert werden muss. Wir werden an der Einspracheverhandlung für das Anliegen kämpfen. Zu welchem Zeitpunkt diese stattfindet kann ich noch nicht mitteilen.

Mit der Überarbeitung des Strassenreglements werden die Grundlagen für die Einführung einer Parkplatzbewirtschaftung geschaffen. Ist die Bevölkerung bereit, für das Parkieren zu bezahlen?

Anfang Dezember 2012 startete das Vernehmlassungsverfahren. Auf der Gemeindehomepage und in zwei Rontalerausgaben erfolgte die Publikation, dass sich die Bevölkerung mittels Fragebogen äussern kann. Am Vernehmlassungsverfahren nahmen die CVP, FDP, SP und 12 Privatpersonen teil.

Im Grundsatz sind sich die Parteien einig, dass eine Einführung gut ist. Die SP fordert sogar eine flächendeckende Einführung. Eine flächendeckende Parkplatzbewirtschaftung wird bewusst nicht vorgesehen. Es sollte nach wie vor möglich sein, dass sich zum Beispiel ein Verein, Gesellschaft etc. besammelt und eine Fahrgemeinschaft für die Weiterfahrt bildet. Für diese Fahrgemeinschaften dürfen in einem vereinsfreundlichen Dorf keine Kosten anfallen.

Die Parkplatzeinführung auf der Moosstrasse und dem Ronweg ist eine flankierende Massnahme gemäss Zone Tempo 30 und Gesamtverkehrskonzept. Durch das versetzte Anbringen von Parkfeldern konnte auf teure bauliche Massnahmen verzichtet werden. Mit der Schaffung von Parkplätzen an der Moosstrasse und dem Ronweg wird ein erster Beitrag zu einem «Park an Ride»- System geschaffen.

Mit dem bereits umgesetzten Gesamtverkehrskonzept, welches auch Parkverbote beinhaltet, wird das «wilde» Parkieren nicht mehr möglich sein.