Rigi Anzeiger
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Wohn- und Lebensqualität sichern

Ebikon koordiniert die Bauprojekte mit einem Masterplan

In der Gemeinde Ebikon herrscht eine rege Bautätigkeit. Grossprojekte wie die Mall of Switzerland, die Gestaltung der Kantonsstrasse oder die Zentrumsplanung erfordern eine vorausschauende Koordination. Ein Masterplan solls richten.

Ein Masterplan soll die Gemeinde Ebikon entlasten.

Ein Masterplan soll die Gemeinde Ebikon entlasten.

In Ebikon laufen derzeit viele Bauprojekte: Neben der Mall of Switzerland steht die Gestaltung der Kantonsstrasse und die Zentrumsplanung mit Gemeindehausplatz an. Zum Zentrum gehören auch der Busbahnhof sowie die Achse vom «Löwen» via Dorfstrasse und Riedmattstrasse. Diese Projekte beschäftigen die Bevölkerung von Ebikon, welche die grössten Probleme bei der Verkehrssituation, der Kantonsstrasse sowie der Raumplanung ortet. Der Gemeinderat hat deshalb einen Masterplan in Auftrag gegeben. Mit diesem werden verschiedene Räume von Ebikon näher analysiert und die Rahmenbedingungen für die zukünftige Entwicklung festgelegt. Der Masterplan definiert Eckdaten für den Städtebau, die Gestaltung der Strassenräume und öffentlichen Räume. Diese fliessen bei der Planung der unterschiedlichen Projekte auf Gemeinde- und Kantonsebene ein. Weiter zeigt der Masterplan die Gebiete mit Entwicklungsbedarf auf und die Koordinationsschnittstellen der unterschiedlichen Bauvorhaben werden festgehalten. Somit dient der Masterplan künftig als Führungsinstrument für den Gemeinderat. Noch liegen keine Erkenntnisse vor, aber, so Gemeindepräsident Daniel Gasser: «Wir erwarten bis im November 2014 erste Aussagen zu den städtebaulichen Themen wie die Stellung von Gebäuden, Dichten, Volumen, Zufahrten etc. sowie auch zur Lage des Busses, wo allenfalls neue Querungen stattfinden und zum erwünschten Verkehrsregime.» Ziel sei in jedem Fall, ein wohn- und lebensfreundliches Ebikon, wie in der Strategie 2017 vom Gemeinderat festgelegt.

Kanton beteiligt sich an Kosten
Für die Erarbeitung des Masterplanes sind gemäss Gasser insgesamt 200000 Franken budgetiert. Dabei übernimmt der Kanton maximal die Hälfte. Weil das Rontal als ein kantonaler Entwicklungsschwerpunkt gilt, wo der Verkehr und die Infrastruktur eine bedeutende Rolle spielen. Daniel Gasser dazu: «Im Zusammenhang mit dem Rontalanschluss, der generellen Sanierungen auf der K17 und dem Bushub stehen in Ebikon diverse Arbeiten auf der Kantonsstrasse an. So die Sanierung der K17 Schlösslistrasse bis Knoten Weichle, Trolleybusverlängerung (Fahrleitung) Busschleife Maihof bis Ebikon Bahnhof sowie der Bushub. Damit diese Verkehrsprojekte städtebaulich eingebettet sind, gibt der Masterplan Hinweise zur Strassenraumgestaltung. Eine enge Koordination zwischen dem Masterplan und diesen Projekten ist unabdingbar.»

Für Areal Löwen relevant
Die im Masterplan festgelegten städtebaulichen Parameter und Dichten werden laut Daniel Gasser einerseits in die Bauzonenplanrevision einfliessen und gelten andererseits auch als Vorgaben für Bebauungs- sowie Gestaltungspläne. Erst dann seien die Vorgaben für die Grundeigentümer verbindlich. «Selbstverständlich wird der Masterplan ein übergeordnetes Papier zum angekündigten Wettbewerb auf dem Areal Löwen.»

Einblick in die Arbeiten
Am 11. November 2014 findet an der Orientierungsversammlung eine Information zum Masterplan statt. Interessierte erhalten dann einen Einblick in die laufenden Arbeiten.