Rigi Anzeiger

Der Rigi Anzeiger ist die führende gratis Wochenzeitung für die Luzerner, Schwyzer und Zuger Regionen Rontal und Rigiland. Der Rigi Anzeiger erscheint seit über 50 Jahren in einem sehr interessanten Erscheinungsgebiet, einer WEMF-beglaubigte Auflage von 36 185, mit 40 000 Leserinnen und Lesern, und wird jeden Freitag mit den regionalen News von der Post in alle Briefkästen im Einzugsgebiet verteilt.

Zu früh gefreut

Bericht aus dem Kantonsrat von Urs Brücker, Kantonsrat GLP, Meggen

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Die stark gestutzte Traktandenliste versprach eine kurze Session – bis Dienstagmittag hofften wir. Daraus wurde nichts. Das revidierte Waldgesetz ging zwar noch schlank aus der erste Beratung und fand breite Zustimmung. Dies natürlich nicht zuletzt, weil die gestellten Anträge in die Kommission RUEK zurückgenommen wurden und dort nochmals beraten werden. Dann aber folgte die Botschaft B99. Die zwei Dekrete über Sonderkredite für die Trolleybusverlängerung bis zur Mall of Switzerland in Ebikon und der Bau eines Bus-Hubs in Ebikon gaben viel zu reden und liessen die Emotionen teilweise recht hoch gehen. Nebst der Grundsatzdiskussion ob denn derartiges Wachstum wie in Ebikon geplant sinnvoll sei, bewegten Insbesondere drei Fragen die Gemüter. Wird mit den Trolleys nicht veraltete Technologie eingesetzt? Ist es legitim und rechtens über die beiden Geschäfte und damit über die beiden Kredite separat abzustimmen? Und ist es in Bezug auf die Barrierefreiheit vertretbar, dass nicht sämtliche Haltekanten mit einer Höhe von 22 cm ausgeführt werden? Schlussendlich setzten sich die Befürworter beider Dekrete gemäss vorliegender Botschaft allerdings klar, mit jeweils rund 85 JA-Stimmen durch. Wer jetzt gedacht hatte, dass es zügig zur Behandlung der parlamentarischen Vorstösse gehen würde, hatte sich zu früh gefreut. Die beiden von der «Luzerner Allianz für Lebensqualität» eingereichten Volksinitiativen für „eine hohe Bildungsqualität im Kanton Luzern“ und «für eine sichere Gesundheitsversorgung im ganzen Kanton Luzern» sorgten für sehr langatmige Reden. Dabei kam dem Zuhörer nicht eigentlicher Wissenszuwachs zuteil, sondern es wurden eher Parteiprogramme heruntergeleiert. Letztendlich wurden aber beide Initiativen vom Kantonsrat wie von der Regierung beantragt überaus klar, mit jeweils rund 90:20 Stimmen abgelehnt. Der Dienstag dann stand im Zeichen der Behandlung von 25 parlamentarischen Anfragen und Postulaten. Den Themen waren dabei kaum Grenzen gesetzt und reichten vom «Firmen-Exodus» im Kanton Luzern über die Forderung für ein «Hearing des Kantons mit dem ENSI betreffen der Sicherheit von Atomkraftwerken», den Auswirkungen der «No Billag-Abstimmung» oder «der Zukunft der Luzerner Landwirtschaft» bis zur Anfrage betreffend der «Kostenauswirkungen des neuen Energiegesetzes». Auch viel zu reden gab natürlich die CHF 1.50 Strafgebühr, welche vom Strassenverkehrsamt für den Versand der Papierrechnungen für die Motorfahrzeugsteuer 2017 – ohne Vorwarnung – erhoben wurde. Insgesamt ging um 18 Uhr eine Session zu Ende an der oftmals emotional diskutiert wurde. Einige Male bewegten sich dabei die Voten hart an oder gar jenseits der Grenze des guten Geschmacks – die Wahlen 2019 werfen ihre Schatten wohl schon etwas voraus …

Razli

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Leserbilder Sommer 2018

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